Zur Feier des heutigen Abends und der kommenden Feiertage habe ich einen besonderen Test durchgeführt: ich habe die Testerschwestern selbst getestet, und zwar mit der Aufgabe, aus gemeinsamen Vorgaben eine Weihnachts- bzw. Wintergrußkarte zu gestalten. Die Ergebnisse sind wie erwartet sehr schön und sehr unterschiedlich.

Zuerst habe ich jede Testerschwester gebeten, ein Element, Werkzeug oder Stilmittel vorzuschlagen. So verlangte es Dagmar Jansen ohne zu zögern nach Glitter, am besten Stickles, denn für sie ist Weihnachten Glitter. Linda Budinger erwärmte sich für das Farbschema Weiß-Violett, ein klassisches Thema, wenn auch eher selten verwendet. Es passt wunderbar in den Wald zur Winterzeit, wenn der Schnee die Bäume wie mit Zuckerguss überzieht und die Farben klar im kalten Licht erstrahlen oder vom Nebel gedämpft werden.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Schablone „Wave“ von Memory Box perfekt dafür eignet, verschneite Hügel zu erschaffen, dank der glitzernden Strukturpaste aus dem „Glimmer Snow-Pen“ von Rayher. Von Testerschwester Bärbel Born wissen wir, dass man Tannenbäume zu Wimpeln umfunktionieren kann; in diesem Fall hat Linda umgekehrt gearbeitet und Wimpel in Bäume verwandelt (Stanze „Pennants“ (Wimpel) von Tim Holtz Alterations).

Elvan Noyan Lehrach regte zum Materialmix an, am besten mit Wolle oder alternativ mit Stoff. Sie selbst hat sich für ein Wollband entschieden, das die einzelnen Elemente der Karte zusammenführt. Zum Materialmix mit Stoff zähle ich ebenfalls die Nähte, mit denen sie die Papierwimpel aufgenäht hat. Die Vorgabe „Was mit Holz“ erfüllt sie gleich doppelt mit den aus Furnierholz ausgestanzten Tannen und dem Stempelmotiv.

Wie Elvan mir mitteilte, ist die Karte für eine Dame gedacht, die keinen Bezug zu Weihnachten hat. Deshalb hat sie die Worte „Alles Gute“ aufgestempelt, so dass die Karte zum neutralen Wintergruß wurde.

Vor einigen Wochen hat Testerschwester Bärbel Born festgelegt, dass sie nur noch quadratische Karten in 15×15 cm Format gestalten möchte. Wen wundert es da, dass sie als Vorgabe „quadratisch“ einbrachte?

Sie selbst schreibt über das ausgewählte Motiv: „Vor unserer Haustür erleben wir im Winter oft traumhafte Sonnenuntergänge mit einem violetten Himmel hinter einem großen, kahlen Kirschbaum. Um genau diesen Effekt nachzuahmen, habe ich das gestempelte Motiv mit Art Crayons von Marabu gewischt. Darauf kam eine Lage Glitzerspray, was man im Bild leider kaum erkennen kann.“

Der Stempel „Bare Forest“ und die Schablone, mit der sie die Zahlen II, IV und 12 aufgemalt hat, stammen von der Firma IndigoBlu. II und IV stehen hierbei für 24., so dass sich der 24.12. als Datum ergibt, der Geburtstag von Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern, die uns als Sisi besser bekannt ist…

Ganz dem eigenen Vorschlag entsprechend hat Dagmar Jansen reichlich Stickles verwendet, in Gold und Violett. Dazu passt sehr schön der Hintergrund in der Farbe Brombeermousse. Noch rasch ein Stoffband darüber gespannt, und fertig sind die Weihnachtsgrüße aus der Tannenschonung. Die Bäume sind mit der Schablone „Christmas Trees“ von Marabu erstellt.

Von drauß vom Walde her kommt auch die Karte von Heike Linnek. Frostiger Nebel steigt zur blauen Stunde auf. Die Schneeflocken mit den weißen Ranken stammen von dem Stempel „Snow Queen“ von IndigoBlu und wurden hochkant und ohne den Kopf embosst. Die dunklen Tannen im Vordergrund sind mit StazOn gestempelt, damit die Farbe auf dem glatten Untergrund hält. Der Stempel heißt „Pine Trees“ von Impression Obsession. Mit dem violetten Herz auf dem Baumwollband erfüllt Heike ihren eigenen Vorgaben-Vorschlag und zwar die Verwendung einer Schablone. Der Kartenrahmen ist mit der gleichen Farbe gestaltet, und zwar der 3D-Stempelfarbe von Viva Decor.

Dass die Karten zumeist aus dem Winterwald stammen, ist meine Schuld. Ich hatte als Vorgabe geschrieben ein Motiv mit Holz, also Gehölz, Zweige, Tannengirlande oder Ilexzweige. Bei zweidrittel der Karten ist daraus ein Wald geworden. Nun, wer kann’s uns verdenken, da es im Wald immer schön ist, sommers wie winters.

Nachdem ich von dem Farbschema Violett/Weiß hörte, wusste ich sofort, dass ich den funkelnden Stoff verwenden würde, den ihr im Hintergrund meiner Karte seht. Der Weihnachtsstern auf dem Ornament ist mit einer Schablone und weißer Strukturpaste erstellt. Das Layout wurde bestimmt durch den Umstand, dass ich möglichst wenig von dem Stoff verdecken wollte, da er doch so schön funkelt, glänzt und glitzert.

Wie ist nun das Fazit unseres Kreativtester-Tests? Ich finde, wir haben alle bestanden. Die Vorgaben quadratisch, violett/weiß, Glitter, Schablone, Hölzernes und Materialmix wurden auf individuelle Weise erfüllt. Und da die Geschmäcker verschieden sind, dürft Ihr selbst entscheiden, welche Karte Euch am besten gefällt.

Auf die kunst-erfüllte Weise wünschen wir Euch frohe Weihnachten! Genießt die Festtage in Ruhe oder Rummel, mit Freude und Frieden!

Herzlichst,

Charlie