VLUU L200 / Samsung L200

Vorher…

Wenn sich eine Horde marodierender Geister anmeldet, braucht man schnell eine Besänftigungsgabe. Hier ein Mini-Tutorial zur Gestaltung von einzelnen Kaubonbon-Päckchen mit Dingen, die jeder Bastler zuhause hat.
Ganz wichtig sind natürlich die Süßigkeiten. Hier habe ich zu beliebten Kaubonbons in zwei Ausfertigungen gegriffen:

Maoam: Format 9 cm x 4,5 cm. Falzen: 2,9, bei 4,4 und 7,3
Mamba: Format 9 x 6 cm. Falzen: 2,9, bei 4,4 und 7,3

monsteram

und nachher

Darf ich vorstellen (von links:) Sumpfiger Froschgeist, Mumie, Fee, Monster-Buch, Frankensteins Monster, Dracula und Geist.

Für diese lustige Truppe habe ich aus meiner Schnippselkiste geeignete Papierstreifen, Wellpappenreste und Klebefolien herausgesucht und zwar im Format 9 cm x 4,5 cm (bzw 6).

falzIch benötigte drei Falz-Linien, die ich mir kurzerhand auf meinem Falzbrett markiert habe: bei 2,9, bei 4,4 und 7,3 (mehr oder weniger). Testweise einmal um das Bonbon-Päckchen herumlegen und ggf nachjustieren. Dann werden die beiden Außenflächen mit doppelseitigen Klebeband oder Kleberoller bestrichen und direkt an die Maoampackung geklebt. Da die Bonbons in Wachspapier eingeschlagen und auch nochmal einzeln verpackt sind, sollten sie vor dem Klebstoff geschützt sein. Flüssigen Kleber mit Lösungsmittel würde ich dennoch dazu nicht empfehlen.

Da die Papiere aus der Restekiste selten genau das gewünschte Format hatten, gab es immer auch Schnittreste. Die habe ich dann passend zurechtgestutzt und oben auf den »Kopf« geklebt. Es muss nicht alles super ordentlich sein, ich finde, das macht auch den Charme handgearbeiteter Dinge aus und chaotisch passt zu Halloween. Ich finde individuelle Gestalten persönlich auch ansprechender als 20 x den gleichen Dracula, aber das bleibt jedem selbst überlassen.

augeDas Wichtigste an dem reduzierten Konzept sind die Augen, die den Gestalten erst Leben einhauchen. Ich habe Aufklebe-Augen verwendet, aber Kuller-Augen gehen auch. Ist so etwas im Fundus nicht vorhanden, kann man sich auch mit einem einfachen Locher behelfen, in den ausgestanzten Konfetti-Kreis lässt sich die Pupille dann einzeichnen.

Wer vorher schon weiß, welche monströse Gestalten er werkeln will,  kann dann auf dem Papier noch ein passendes Muster oder eine Struktur einstempeln. Bei der Mumie habe ich z.B. die Bandagen angedeutet (Stampin‘ up: Gorgious Grunge), beim Frankenstein (in dem ein Mamba steckte, damit er sich schon optisch von den Maoam-Monstern abhob) die Nähte eingemalt, beim Froschgeist mit einem Stanzrest als Schablone ein Froschgesicht gesprüht.

Bei anderen habe ich erst einmal ›umverpackt‹ und mich dann vom Aussehen inspirieren lassen: so entstand zum Beispiel das Monster-Buch. Hier habe ich nachträglich auf die nackten Kanten noch ein Papierchen mit angedeuteten Seiten geklebt – den Titel und einen Riegel angebracht, der die Monster aus dem Buch am Ausbruch hindert.

Anschließend noch ein paar andere Charakteristika: der Vampir bekam scharfe Zähne, die Fee noch Glitzerflügel, und die Mumie ein ägyptisches Henkelkreuz. Wenn die Zeit reicht, sind der Dekofreude keine Grenzen gesetzt. Füße, Haare, alles ist denkbar. Aber da es schnell gehen soll, ist weniger oft mehr.

Was kann man noch machen?

Roboter mit Metallic-Karton oder Silberpapier

Werwolf mit beflockter Folie oder Filz

Hexe in klassischem Schwarz oder bunten Designpapierrest

Kürbis im Querformat und aus orangefarbenem Papierrest

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Linda Budinger