Hallo Ihr Lieben.

Heute möchte ich Euch einen schnellen Überblick über Fimo, die ofenhärtende Modelliermasse, aus dem Hause Staedtler geben. Ich arbeite schon seit einigen Jahren damit. Zuerst mit Fimo Classic, nun mit Fimo Professional. Hauptsächlich kreiere ich Schmuck, aber von Zeit zu Zeit auch Knöpfe, Anhänger oder Miniaturen für’s Puppenhaus. Man kann auch toll Bleistifte „aufmotzen“. Ich hab mal ein paar Fotos mitgebracht:

Kette aus FIMO

Kette aus FIMO

Armreifen aus FIMO

Armreifen aus FIMO

FIMO-Cane mit Perlen

FIMO-Cane mit Perlen

Knöpfe aus FIMO

Knöpfe aus FIMO

Schlüsselanhänger mit FIMO-Miniaturen

Schlüsselanhänger mit FIMO-Miniaturen

FIMO-Miniaturen fürs Puppenhaus

FIMO-Miniaturen fürs Puppenhaus

Bleistifte mit FIMO

Bleistifte mit FIMO

 

Was man dazu braucht:

Zu allererst benötigt man dazu natürlich einen Ofen. Ich persönlich verwende nicht den Backofen in der Küche, sondern einen separaten kleinen mobilen Ofen aus dem Discounter. Man riecht das Fimo nach dem Backen und ich hab kein gutes Gefühl, wenn ich danach mein Essen in demselben Ofen zubereite.

Ihr braucht etwas zum Ausrollen. Dazu verwende ich einen Acrylroller und eine Nudelmaschine. Man kann aber auch eine Glasflasche verwenden. Es gibt eine „Nudelmaschine“ vom Hersteller, da kann eine gebrauchte aus dem Auktionshaus gut mithalten. Zur Qualität der original Maschine kann ich nichts sagen. Ich schwöre auf echte Pastamaschinen aus dem Hause Marcato. Die bekommt man gebraucht ab 20€ aufwärts.

Als Unterlage empfiehlt sich etwas mit wenig Struktur. Ich verwende eine Glasplatte, die ursprünglich zur Abdeckung vom Herd gedacht war. Eine Fliese erfüllt den gleichen Zweck.

Sehr wichtig sind scharfe Messer. Ich habe mir den Dreierpack von Staedtler gekauft, verwende aber nur die flexible Klinge. Die Starre rostet leider.

Zur Aufbewahrung muss man darauf achten, dass sich das Plastik mit dem Fimo verträgt! Ich verwende Frischhaltefolie. (Zitat v. Hersteller: Lagerung: Masse in Alufolie oder PE-Beuteln bei Raumtemperatur aufbewahren. FIMO nicht mit Polystyrol, PVC und Styropor in Berührung bringen.)

Wie es funktioniert:

Das ist ganz leicht. Euer fertig modelliertes Teil wird im Ofen bei 110°C für max. 30 Min. Ober- Unterhitze gebacken. Ich empfehle auf alle Fälle, ein Ofenthermometer dazu zu stellen!

Perlen lagere ich gerne auf gefaltetem Papier. Alternativ kann man sie auf Draht backen, das ist aber nicht nötig. Es bleiben keine abgeflachten Stellen vom Papier.

Bild7

Flache Teile lege ich auf Backpapier. Zum Backen lege ich außerdem immer eine Fliese dazu, das bewirkt, dass sich die Wärme gleichmäßiger im Ofen hält.

Nachbearbeitung:

Vom Hersteller gibt es Lack, der extra für Fimo-Werke gedacht ist. Diesen bekommt man in Glänzend und Matt.

Meine Schmuckstücke lackiere ich nicht. Die poliere ich lieber. Dabei werden leichte Verunreinigungen auf der Oberfläche entfernt und die Muster sehen sauberer aus. Profis schleifen erst mit Nassschleifpapier und polieren danach. Da mir das zu viel Arbeit, ist arbeite ich mit Einmalhandschuhen, um Fingerabdrücke zu vermeiden.

Hier hab ich mal einige Fotos zum Vergleich für Euch. Ich poliere übrigens mit einem Dremel, auf den ich Baumwoll-Bodentücher montiert habe:

v.l. Unbearbeitet, nur poliert, Geschliffen und poliert

v.l. Unbearbeitet, nur poliert, Geschliffen und poliert

Was gibt es alles:

Unter dem Namen Fimo gibt es verschiedene Modelliermassen für unterschiedliche Zwecke.

Fimo Classic: ist jetzt Fimo Professional

Fimo Professional: eignet sich besonders für das detailgenaue filigrane Arbeiten.

Fimo Soft: weicher und leichter zu bearbeiten. Nicht so gut geeignet für feine Details.

Fimo Effekt: hier bekommt man besondere Effekte wie z.B. Transparent, Glitter, Nachtleuchtend u.a.

Fimo Kids: sehr weich und leicht zu verarbeiten, CE – zertifiziert.

Fimo Puppen: extra zum Modellieren von Puppen. Gut für feine Details.

Fimo Air: lufttrocknende Modelliermasse.

Vielleicht habt Ihr jetzt Lust bekommen das mal auszuprobieren.

Bis bald, Susanne.