Ich brauche eine Pinnwand. Genau dieser Gedanke spukte schon seit geraumer Zeit durch meinen Kopf. Ok, im Keller habe ich noch eine, ganz klassisch aus Kork. Und auch wenn Kork gerade wieder ein ganz großer Trend ist, ich bin ein Kind der 70er Jahre, ich habe zuviel Kork erlebt, um diesen wieder in meine Wohnung zu lassen.

Im Geiste zusammengestellt war die Materialliste schon:
– Holzrahmen
– Pappe
– Baumwollstoff
– Tafelfolie
– Gesso
– Chalkyfarbe
– Schmirgelpapier
– Paketklebeband

Wie praktisch war es doch, dass ich der Lieferung einer neuen Küche beiwohnen konnte. Als ich später ging, lachte mein Bastelherz, lagen vor dem Haus doch diverse Transportsicherungen in Form von Holzrahmen. Diese habe ich allesamt in meinem Auto verschwinden lassen und wusste sofort: Das wird der Rahmen meiner neuen Pinnwand.

Ich habe mir den passendsten Rahmen für meine Zwecke herausgesucht, dazu jede Menge Pappe. Den Rahmen habe ich als Erstes mit Gesso vom VBS Hobbyversand behandelt. Nach dem Trocknen habe ich meine Chalky-Farben genommen, die blaue ist aus dem Hause Rayher, die graue von Viva Decor.

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Für den zweiten Anstrich des Rahmens habe ich die blaue Chalky-Farbe gewählt, als Abschlussanstrich die graue. Nachdem alle Farbschichten gut getrocknet waren, kam Schmirgelpapier mit 180er Körnung zum Einsatz, um die darunterliegenden Farbschichten wieder etwas hervorzuholen.

Die Pappe habe ich in Streifen geschnitten, die genau in die beiden Aussparungen passen, pro Aussparung habe ich 4 Schichten Pappe benutzt. Für den Überzug habe ich meine Stoffkiste durchgeschaut und den hübschen gepunkteten Stoff gefunden, den ich vor längerer Zeit auf einem Stoffmarkt erstanden habe. Es handelt sich hierbei um einen reinen Baumwollstoff, fest genug, um nicht schlabbrig zu wirken, aber dünn genug, um Dinge mit Reißzwecken befestigen zu können.

Nach dem Bügeln des Stoffs habe ich diesen um die übereinandergelegten und zusammengeklebten Pappstreifen gelegt und auf der Rückseite mit gewöhnlichem braunen Paketklebeband befestigt. Die Schnüre, die um die linke Pappschicht gespannt sind, stammen allesamt aus meinem Bastelfundus und werden in der Regel eigentlich für Glückwunschkarten und Verpackungen eingesetzt.

Der zweite Teil hat sich kniffeliger gestaltet, als ich vorab vermutet hätte. Denn ich bin irgendwann einem Sparwahn aufgesessen und habe die billigste Tafelfolie gekauft, die es in einem der gängigen Schnäppchenmärkte zu kaufen gab. Das wiederum hatte zur Folge, dass selbst ich als Bibliothekarin Probleme hatte, die Folie ordentlich auf der Pappe aufzubringen. Klebeeffekt gleich Null und verzogen hat sich sich auch. Um das Folienergebnis zu sichern, habe ich auch auf dieser Seite auf der Rückwand alles vorsichtshalber mit Paketklebeband fixiert.

Dennoch: Nach dem Einsetzen der bezogenen Pappteile bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich kann neben Büroklammern und kleinen Holzklammern genauso Reißzwecken oder aber auch Kreide verwenden, um Wichtiges auf der neuen Pinnwand festzuhalten.

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Mein Fazit: Wenn schon ein Rahmen vorhanden ist, beträgt die reine Bastelzeit für solch eine flexibe Pinnwand nicht mehr als 2 Stunden. Sie ist schon in meinem Büro aufgestellt und kann mir ab sofort gute Dienste erweisen. Und für die altertümlichen geerbten Kreiden, deren Verpackung ich auf der fertigen Pinnwand zeige, habe ich ab sofort auch endlich eine Verwendung.

Bis zum nächsten Mal.
Viele Grüße
Testerschwester Dagmar