Basteln mit Kindern in Gruppen – Ideen, Organisation, Vorbereitung, Durchführung

Täglich beschäftige ich mich mit Grundschulkindern im kreativen Bereich, seien es spezielle Arbeitsgemeinschaften in Gruppen von 10-13 Kindern oder eben Basteln mit Kids als Angebot für die große Gruppe.

Meine Erfahrungen liegen also im Bereich der 6-10jährigen Kinder und diese möchte ich mit Euch teilen, sei es für einen Kindergeburtstag oder eine Aktion gegen Langeweile in den Ferien. Erfahrungsgemäß liegt die Zeit, in der Kinder sich in dem Alter konzentriert mit etwas beschäftigen, bei 30-60 Minuten.

Die Idee:

Eigentlich hat man zumindest 1 Kind im Umfeld und kennt die Interessen oder die derzeit angesagten Themen oder kann sie dort erfragen.

Viele neutrale Sachen kann man dann darauf abstimmen und macht sie dadurch attraktiver, z.B. ist bei den Mädchen die Eiskönigin immer noch ein Renner, während die anderen Prinzessinnen aus den Spielfilmen völlig out sind.

Ideen kann man sich unendlich viele aus dem Internet holen.

Ich besuche gerne :

Pinterest – Suchworte „Basteln mit Kindern“ oder das Thema, zu dem was gemacht werden soll

https://de.pinterest.com/

besserbasteln – dort ist eine Sammlung nach Jahreszeiten oder Themen

http://www.besserbasteln.de/basteln.html

Kidsweb – auch dort gibt es Sammelbegriffe

http://www.kidsweb.de/basteln/basteln.htm

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Die Materialbeschaffung:

Als Erstes ist es entspannend, für ein Umfeld zu sorgen, das die Bastelwerke verträgt:

also Tisch mit Folie abdecken,

ggf. den Kindern aus Tüten Schürzen basteln oder alte Herrenhemden als Malerkittel anziehen.

Was genau Ihr da unternehmt, hängt sehr von den Projekten ab, aber es macht allen viel mehr Spaß, wenn nicht dauernd ermahnt werden muss.

Für spontane Bastelstunden kann man alles nehmen, was der Haushalt so hergibt. Ich nenne das Recyclingbasteln: ob Flaschendeckel, Klopapierrollen-Kerne, Eisstiele, etc. etc.

Für Projekte sollte man sich das Material einmal provisorisch zusammen suchen, Probestück basteln auf Kinderniveau (ggf. mit Kind) und dabei auch gleich die benötigte Zeit im Auge behalten.

Empfehlenswert ist, die große Menge Materialien frühzeitig zu besorgen, wenn man mit einer größeren Gruppe Kinder ein Bastelevent plant.

Ebenfalls sollte die Menge etwas großzügiger eingekauft werden, falls etwas misslingt oder plötzlich ein Kind mehr da ist.

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Die Vorbereitung:

Je nach Projekt unter Berücksichtigung der angesetzten Zeit sollte man einige Teile vorbereiten, z.B. Papier passend zuschneiden, Dekoteile für jeden in eine Schale statt eine große Schüssel, in der höchstens 2-3 Kinder rumwühlen und dann alles umfällt, Kleber/Stifte max. für 2 Kids zur gemeinsamen Nutzung etc.

Das erspart Stress durch Zankereien bzw. man selbst ist weniger eingespannt, allen gerecht zu werden. Nicht beschäftigte Kinder haben meistens Blödsinn im Sinn und sitzen nur ganz selten geduldig wartend brav auf dem Platz. Dauert es zu lange, bis jeder das Material hat und loslegen kann, verliert ein Kind schnell die Lust überhaupt.

Plan B:

Es gibt Kinder, die absolut nicht basteln möchten. Dafür braucht man einen Plan B und sollte auch darauf vorbereitet sein:

Ausmalbilder ausdrucken

http://www.erlebnisgeschenke.de/ausmalbilder/

http://www.kinder-malvorlagen.com/

http://www.gratis-malvorlagen.net/

eine Kiste Lego, ein Spiel mit dem sich auch ein einzelnes Kind allein beschäftigen kann.

Eine Frage nach dem Wunsch hilft und es macht kaum Sinn, ein Kind zum mitmachen zu drängeln.

Das Bastelerlebnis

Jetzt hat das Probeobjekt seinen großen Auftritt. Ein fertiges Beispiel hilft den Kindern bei der Umsetzung.

Von Vorteil ist es, wenn das Muster nicht super professionell und raffiniert dasteht, es geht ja um den Spaß der Kinder und nicht darum, wie toll der Erwachsene etwas vormachen kann. Außerdem entmutigt ein perfektes Beispiel eher.

Es hängt vom Projekt ab, ob man mit den Kindern die Schritte gleichzeitig arbeitet und dabei erklärt oder ob man es einmal vormacht und die Kindern dann beim basteln mit Hilfestellung begleitet.

Auch kann es vorkommen, dass ein Kind das Material ganz anders sieht und auch komplett anders verbasteln möchte. Kreativität ist sehr individuell und sollte gefördert werden.

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Und das Ende:

Kinder, die mit ihrem Projekt fertig sind, helfen gerne gegen ein Lob bei der Chaosbeseitigung.

Ein Foto finden sie klasse und präsentieren stolz ihre Kunstwerke.

Ich selbst muss mich oft mit einem zerrissenen Gefühl verabschieden.

Es muss nicht alles super toll für MICH aussehen, das Kind muss damit glücklich sein.

Projekte, die ich megacool fand, waren nicht der Renner und die einfachen spontanen Dinge, teilweise aus Notsituationen entstanden, begeisterten um so mehr. (z.B. Schiffe aus Papier falten löste einen Wahn von ca. 100 Kindern aus und jeder versuchte das kleinste Boot zu falten, das war ein Stück Papier von 1×2 cm.)

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Viel Spaß und liebe Grüße

Sonja

Einführung in FIMO

Hallo Ihr Lieben.

Heute möchte ich Euch einen schnellen Überblick über Fimo, die ofenhärtende Modelliermasse, aus dem Hause Staedtler geben. Ich arbeite schon seit einigen Jahren damit. Zuerst mit Fimo Classic, nun mit Fimo Professional. Hauptsächlich kreiere ich Schmuck, aber von Zeit zu Zeit auch Knöpfe, Anhänger oder Miniaturen für’s Puppenhaus. Man kann auch toll Bleistifte „aufmotzen“. Ich hab mal ein paar Fotos mitgebracht:

Kette aus FIMO

Kette aus FIMO

Armreifen aus FIMO

Armreifen aus FIMO

FIMO-Cane mit Perlen

FIMO-Cane mit Perlen

Knöpfe aus FIMO

Knöpfe aus FIMO

Schlüsselanhänger mit FIMO-Miniaturen

Schlüsselanhänger mit FIMO-Miniaturen

FIMO-Miniaturen fürs Puppenhaus

FIMO-Miniaturen fürs Puppenhaus

Bleistifte mit FIMO

Bleistifte mit FIMO

 

Was man dazu braucht:

Zu allererst benötigt man dazu natürlich einen Ofen. Ich persönlich verwende nicht den Backofen in der Küche, sondern einen separaten kleinen mobilen Ofen aus dem Discounter. Man riecht das Fimo nach dem Backen und ich hab kein gutes Gefühl, wenn ich danach mein Essen in demselben Ofen zubereite.

Ihr braucht etwas zum Ausrollen. Dazu verwende ich einen Acrylroller und eine Nudelmaschine. Man kann aber auch eine Glasflasche verwenden. Es gibt eine „Nudelmaschine“ vom Hersteller, da kann eine gebrauchte aus dem Auktionshaus gut mithalten. Zur Qualität der original Maschine kann ich nichts sagen. Ich schwöre auf echte Pastamaschinen aus dem Hause Marcato. Die bekommt man gebraucht ab 20€ aufwärts.

Als Unterlage empfiehlt sich etwas mit wenig Struktur. Ich verwende eine Glasplatte, die ursprünglich zur Abdeckung vom Herd gedacht war. Eine Fliese erfüllt den gleichen Zweck.

Sehr wichtig sind scharfe Messer. Ich habe mir den Dreierpack von Staedtler gekauft, verwende aber nur die flexible Klinge. Die Starre rostet leider.

Zur Aufbewahrung muss man darauf achten, dass sich das Plastik mit dem Fimo verträgt! Ich verwende Frischhaltefolie. (Zitat v. Hersteller: Lagerung: Masse in Alufolie oder PE-Beuteln bei Raumtemperatur aufbewahren. FIMO nicht mit Polystyrol, PVC und Styropor in Berührung bringen.)

Wie es funktioniert:

Das ist ganz leicht. Euer fertig modelliertes Teil wird im Ofen bei 110°C für max. 30 Min. Ober- Unterhitze gebacken. Ich empfehle auf alle Fälle, ein Ofenthermometer dazu zu stellen!

Perlen lagere ich gerne auf gefaltetem Papier. Alternativ kann man sie auf Draht backen, das ist aber nicht nötig. Es bleiben keine abgeflachten Stellen vom Papier.

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Flache Teile lege ich auf Backpapier. Zum Backen lege ich außerdem immer eine Fliese dazu, das bewirkt, dass sich die Wärme gleichmäßiger im Ofen hält.

Nachbearbeitung:

Vom Hersteller gibt es Lack, der extra für Fimo-Werke gedacht ist. Diesen bekommt man in Glänzend und Matt.

Meine Schmuckstücke lackiere ich nicht. Die poliere ich lieber. Dabei werden leichte Verunreinigungen auf der Oberfläche entfernt und die Muster sehen sauberer aus. Profis schleifen erst mit Nassschleifpapier und polieren danach. Da mir das zu viel Arbeit, ist arbeite ich mit Einmalhandschuhen, um Fingerabdrücke zu vermeiden.

Hier hab ich mal einige Fotos zum Vergleich für Euch. Ich poliere übrigens mit einem Dremel, auf den ich Baumwoll-Bodentücher montiert habe:

v.l. Unbearbeitet, nur poliert, Geschliffen und poliert

v.l. Unbearbeitet, nur poliert, Geschliffen und poliert

Was gibt es alles:

Unter dem Namen Fimo gibt es verschiedene Modelliermassen für unterschiedliche Zwecke.

Fimo Classic: ist jetzt Fimo Professional

Fimo Professional: eignet sich besonders für das detailgenaue filigrane Arbeiten.

Fimo Soft: weicher und leichter zu bearbeiten. Nicht so gut geeignet für feine Details.

Fimo Effekt: hier bekommt man besondere Effekte wie z.B. Transparent, Glitter, Nachtleuchtend u.a.

Fimo Kids: sehr weich und leicht zu verarbeiten, CE – zertifiziert.

Fimo Puppen: extra zum Modellieren von Puppen. Gut für feine Details.

Fimo Air: lufttrocknende Modelliermasse.

Vielleicht habt Ihr jetzt Lust bekommen das mal auszuprobieren.

Bis bald, Susanne.

Nicht ohne mein Gel-Medium – Die wunderbare Welt der Art Journale, Teil 5

Hallo allerseits!

In meinem letzten Beitrag zum Thema Gelatos von Faber Castell hatte ich erwähnt, dass die Gelmalstifte zwar trocknen, aber trotzdem wasserlöslich bleiben und auch nicht immun gegen Abrieb sind. Deshalb und aus anderen Gründen mehr, versiegele ich meine Hintergründe mit Gel-Medium von Faber Castell. Welche Vor- und Nachteile das hat, davon möchte ich heute berichten.

 

Gel-Medium von Faber Castell

Gel-Medium von Faber Castell

 

Das Gel-Medium von Faber Castell ist ein dickflüssiger Klebstoff, der sich sehr gut mit einem Pinsel auftragen lässt. Aber auch ein Spatel funktioniert, und mit den Fingern lässt er sich ebenfalls verwenden, z.B. um ein kleines gestempeltes Motiv aufzukleben. Das flüssige Gel-Medium ist milchig-weiß und trocknet farblos, sofern es glatt aufgetragen wird. Es hinterlässt einen hauchdünnen Film auf der Oberfläche.

Dieser glatte, nicht-poröse Film hat für mich mehrere Vorteile. Ist das Gel-Medium erst einmal aufgetragen, bleibt mein Hintergrund mit all seinen Farben und Farbverläufen geschützt. In der Computerwelt wäre dies der letzte gespeicherte Stand, zu dem ich einigermaßen gut zurückkehren kann, und das beruhigt mich ungemein. Das Gel-Medium reagiert ganz leicht mit dem Farbauftrag der Gelatos; die Farbflächen werden geglättet und der „Wachsmal-Effekt“ verschwindet (sofern dieser überhaupt entstanden ist). Die Farben können ineinander verschmieren, weshalb die Seite immer richtig getrocknet sein muss. Und ich arbeite immer sehr zügig, damit ich fertig bin, bevor die Gelatos mit der Feuchtigkeit des Gel-Mediums reagieren können.

Das flächig aufgetragene Gel-Medium braucht ein bisschen Zeit, bis es getrocknet ist, aber es lässt sich sehr gut mit dem Heißluftgerät trocknen. Dann ist es im Nu trocken, ohne Blasen zu werfen, und ich kann weiterarbeiten. Kleine Flächen wie Papierstücke oder Schmucksteinchen benötigen einen Moment, bis sie haften; so lässt sich die Anordnung noch etwas korrigieren, vor allem, wenn ich Zierrat auf den schon versiegelten Hintergrund aufklebe.

Das Paillettenkleid sitzt, passt und wackelt nicht

Das Paillettenkleid sitzt, passt und wackelt nicht

 

Die Pailletten auf dem Kleid sind mit Gel-Medium aufgeklebt. Beim Arbeiten hatte ich noch relativ lange die Möglichkeit, die Pailletten hin- und herzuschieben, so dass am Schluss alles auf die Vorlage passt.

Nachdem ich die Seiten versiegelt habe, klebe ich weitere Elemente mit Gel-Medium auf, z.B. ausgeschnittene und ausgemalte Stempelmotive, Schmucksteinchen und dünne, leichte Metall-Akzente. Für schwere Metallstücke verwende ich speziellen Bastelkleber, damit diese auch richtig fest sitzen. Ich klebe die Rückseiten meiner Art Journal Seiten immer zusammen, damit die Blätter mehr Stabilität bekommen, und auch dafür verwende ich Gel-Medium. Außerdem ist es wunderbar zum Arbeiten mit Stoff und Papier bzw. Pappe geeignet; der Klebstoff macht den Stoff nicht hart und fest, sondern trocknet spurlos. Den neuen Stoff-Einband meines Art Journals habe ich mit Gel-Medium festgeklebt, und das Buch fühlt sich wunderbar weich an, eben wie richtiger Stoff.

Stoff bleibt geschmeidig

Stoff bleibt geschmeidig

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Ich kann auch direkt auf die glatte Oberfläche stempeln oder malen. Für die Schriftzüge benutze ich z.B. Archival Ink von Ranger, die hält wunderbar, trocknet schnell und sieht gut aus. Die Distress Ink von Tim Holtz braucht etwas länger zum Trocknen, lässt sich jedoch ebenfalls problemlos verwenden. Die Pitt Artist Pens von Faber Castell nehme ich gerne zum Schattieren; auf der glatten Oberfläche lässt sich die Farbe in den ersten Sekunden mit dem Finger verwischen, ehe sie permanent trocknet. (Deshalb bestreiche ich aufgeklebte Papierstücke auch auf der Oberseite mit Gel-Medium, damit das Motiv komplett versiegelt ist.) Weiterhin kann ich die Oberfläche mit einfachen oder besseren Gelstiften bemalen. Die Farbe braucht ein bisschen Zeit zum Trocknen und bleibt mit Feuchtigkeit abwischbar.

Nicht so gut geht das Stempeln mit StazOn: Ein Stempel mit StazOn-Tinte bleibt auf dem Gel-Medium haften; beim Abziehen wird das Stempelbild unsauber, Tinte und winzige Stücke vom Gel-Medium können am Stempel haften bleiben. Daher verzichte ich meistens auf diese Stempeltinte, es sei denn, ich möchte gerade diesen Vintage-Look erzielen.

Mein Stempelkissen Frost White von Color Box ist supersaftig. Selbst auf normalem Papier verwende ich lieber den zweiten Abdruck, weil der Stempel zu viel Farbe aufnimmt. Auf dem Gel-Medium braucht die Farbe dann zwei, drei Tage, bis sie einigermaßen trocken ist. Und selbst später noch ist mir schon passiert, dass Stellen wieder verwischt sind. Die Stempeltinte Frost White ist also für diese Technik nur sehr eingeschränkt verwendbar.

Die weißen Flügel: erst gestempelt, dann embosst

Die weißen Flügel: erst gestempelt, dann embosst

 

Wenn ich weiße Motive aufstempeln möchte, embosse ich diese lieber. Auf Gel-Medium zu embossen, geht wunderbar; ich muss nur den Stempel ruhig halten und darf nicht zu fest drücken. Unsaubere Abdrücke, Embossingpulver, das überall glitzert, außer, wo es hingehört – das sind Folgen, wenn ich unsauber arbeite. Mit dem Gel-Medium hat das nichts zu tun.

Ich rate jedoch davon ab, schon fertig embosste Motive mit Gel-Medium zu versiegeln. Das Gel-Medium bleibt auf embossten Teilen als milchiger Film liegen; das sieht weniger schön aus.

Mir ist schon mehrfach passiert, dass ich mit der gestempelten Schrift, der Anordnung der aufgeklebten Motive oder dem Zierrat nicht zufrieden war. Dann lässt sich vieles wieder abreißen und abwischen, z.B. mit dem StazOn Stempelreiniger. Dabei kann der Gel-Medium-Film beschädigt werden, und ich rupfe kleine Stückchen mit ab. Der Hintergrund wird dadurch ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, aber ich sage dazu Vintage-Look und finde, es ergibt nur noch mehr Struktur und Leben im Bild.

Vorher – Nachher

Vorher – Nachher

 

Außer Gel-Medium gibt es noch weitere Produkte, mit denen ich meine Arbeiten fixieren kann: Dorland’s Wax Medium, Distress Micro Glaze, Marabu Fixativ, auch Haarspray soll funktionieren. Ich habe einiges ausprobiert und bin doch wieder beim Gel-Medium angekommen. Ich kenne inzwischen die Vor- und Nachteile, und ich arbeite gerne damit. Es ist für mich sehr hilfreich zu wissen, mit welchen Schritten ich meine Art Journal beginne: Grundierung mit Gesso, Farbgestaltung mit Gelatos und anschließende Versiegelung mit Gel-Medium. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit…

Liebe Grüße,

Eure Charlie

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder. Charlotte Engmann

Beas System zur Stempel-Aufbewahrung

Wer Stempel besitzt, kennt es sicher auch, das große Stemplerproblem: Die Aufbewahrung.
Manche Stempel kommen fix und fertig in schicken, dauerhaften Hüllen.
Manche Stempel kommen … einfach so. Oder in Verpackungen, die nach 2-3 mal öffnen einfach nicht mehr halten.

Meine Lieblingsstempel zählen da leider auch dazu. Zu denen ohne Hüllen. Sie kommen unmontiert und unverpackt. Also werden sie erstmal montiert. In meinem Fall auf EZ Mount.

Stempel auf EZ Mount-Puffer ohne Holzklotz

Stempel auf EZ Mount-Puffer ohne Holzklotz

Danach könnte ich sie in CD oder DVD Hüllen aufbewahren – wäre eine Alternative.
Aber dann sehe ich nicht, was wie wo verstaut ist.
Darum hab ich mir für diese Stempel etwas Schickeres ausgedacht – und das wurde ich gebeten, euch heute hier zu zeigen und vorzustellen. Einige werden das sicher schon kennen, für andere ist es eventuell neu und auch eine Anregung, die eigenen Stempel zu ordnen.

Fertiges Ordnungssystem

Fertiges Ordnungssystem

Ich nehme mir also ein paar Karteikarten in DinA5, meine Stempelchen, Stempelkissen und zum colorieren meine aktuellen Lieblingsfarben – und: Mein Laminiergerät incl. Folien.

Als erstes überlege ich, welche Stempel ich zusammen auf einer Karte haben möchte, und stemple diese auf einer Karte einmal ab.
Diese Abdrücke werden von mir coloriert – so habe ich immer eine Vorstellung davon wie das fertige Motiv zur Geltung kommt.

Abdrücke auf A5-Papier werden coloriert. Die Katze hilft immer.

Abdrücke auf A5-Papier werden coloriert. Katze überwacht den Vorgang.

Und dann wird das ganze einfach einlaminiert in entsprechende DIN A5-Laminiertaschen.

Vorderseite der einlaminierten Seite

Vorderseite der einlaminierten Seite

Die Stempelchen, bereits auf EZ Mount montiert, hafte ich einfach auf die Rückseite der so einlaminierten Karteikarten, und packe die Karteikarte in ein passendes Kästchen.

Auf der Rückseite der einlaminierten Karte haften die Stempel

Und schon hab ich meine Lieblingsstempel griffbereit, kann fix durchblättern und sehe was ich habe.

Das ist natürlich nicht meine Erfindung, wie schon angemerkt, diese Idee hatten schon einige Stempler. Ich habs nur für mich optimiert und beschlossen, die Abdrücke auch noch zu colorieren, damit es netter ausschaut.
Vielleicht wird der eine oder andere von euch auch zukünftig diese Methode für seine Stempel aufgreifen wollen, dann schon mal an dieser Stelle: Viel Spaß!

 

Liebe Grüsse,

Eure Bea

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Bea Riedel

10 Kuriositäten und Streetart Inspirationen aus Wien : KT unterwegs!

Vor zwei Wochen habe ich euch über Inspirationen auf den Wiener Weihnachtsmärkten berichtet. Heute hoffe ich, euch mit meinen Bildern ein Schmunzeln zu entlocken und dazu zu animieren, über das Offensichtliche hinaus zu schauen. Wien ist eine unglaublich prunkvolle Stadt, vor lauter imperialen Höhepunkten kann einem nur so der Kopf schwirren. Aber dazwischen gibt es auch immer wieder kleine Inseln zum schmunzeln, die schnell übersehen werden. Einige davon könnt ihr hier entdecken, beim anderen Blick auf Wien. Lasst die Eindrücke auf euch wirken, vielleicht findet ihr darin Inspirationen für zukünftige Projekte.

Hofburg Heldenplatz

linnek_phonomatHier steht der Phonomat, ein Apparat welcher euch in x Sprachen über die Geschichte des Platzes informiert. Ein Reiseführer-Relikt aus einer vergangenen Epoche, vielleicht einzigartig? Alleine der Name schon ist ein Genuss: Phonomat! Ein Retro-Objekt der ersten Güte.

Karmeliterplatz / Taborstraße

Darf ich euch mein persönliches Street-Highlight präsentieren?

linnek_wien18Wieso steht dieses „Diese Straße ist Kunst“- Schild in dieser Imbissbude an der Bushaltestelle? Ich konnte jedenfalls keine weitere ausgemachte Kunst an dieser Straße finden.  Aber alleine schon dieser Imbiss mit diesem Schild und der darüber fix befestigten „komme gleich“-Nachricht direkt neben dem ziemlich anwesenden und seelenruhig telefonierendem Mitarbeiter ist in meinen Augen tatsächlich ein Kunstwerk, und zwar ein ziemlich unterhaltsames.

Augustinerstraße

linnek_wien03Das italienische Restaurant L’asino Che Ride – Zum lachenden Esel. Dort werdet ihr wahrscheinlich automatisch mit einem Lächeln einkehren, wie kommt man auf solche Namen? Das Restaurant ist jedenfalls stadtbekannt, authentisch italienisch und keine Touristenfalle, wie die zentrale Lage vermuten lassen könnte.

Karlsplatz

linnek_wien26Auf dem ART-Advent Weihnachtsmarkt am Karlsplatz wird man immer wieder zum Küsschen geben angestiftet. Aber bitte nicht mehr, knutschen ist nicht erwünscht. Falls ihr trotzdem knutschen möchtet, könnt ihr das vielleicht am WC ausleben, welches hier auch ausgewiesen wird. Ähm…

Am Hof

linnek_wien30Auf dem Weihnachtsmarkt „Am Hof“ geht es weiter mit der Aufforderung zum romantischen Verhalten.

Wien Mitte

linnek_wien50Der süße Walter lädt zum Lebkuchenkonsum. Das hat mich einmal mehr daran erinnert, dass man seinem süßen Schatz solch ein Lebkuchenherz mal selber machen könnte. Nebenbei: ich habe keinen „süassen Walter“ gesehen.

Museumsquartier

linnek_raum66collageIm Museumsquartier befindet sich unter anderem diese Galerie. Die „Komischen Künste“, also das Büro für komische Künste in Wien, stellt Cartoons aus, es gibt einen Shop und man kann dem Club beitreten. Wenn ihr euch einmal so richtig auslachen wollt, müsst ihr diesen Ort besuchen. Das ist kostenlos, auf dem roten Pfeil steht im trockenen Humor: „Leider bleiben oftmals Leute im Raum 66 stecken und wir müssen dann die Wand aufstemmen und neu verputzen. Das kostet viel Geld, deshalb würden wir uns über eine kleine Spende sehr freuen““

Palais Ferstel an der Freyung

linnek_wien31Im Innenhof des Palais Ferstel (oder gilt das schon als daneben?) gibt es einen Designerladen, dessen dargebotenes Design sich wahrscheinlich Niemand von uns jemals wird leisten können. Aber warum nicht selber machen? Nun wissen wir alle: unser altes Besteck ist noch immer wertvoll, wir müssen es lediglich in die richtige Form bringen.

MQ Point

linnek_mqpointATIm Haupteingang des Museumsquartier findet ihr den MQ Point, einen Shop mit originellen, top designten Produkten für wirklich jeden Geldbeutel, der ausserdem jede Menge Inspiration und Anregung bietet, einiges davon selbst umzusetzen. Hier habe ich z.B. eine Handvoll Bleistifte mit der Aufschrift „Werkzeug eines Genies“ als Mitbringsel für meine örtlichen Freunde mitgebracht, wovon alle sehr angetan waren.

Dorotheergasse Jüdisches Museum

Zum Ende dieser augenzwinkernden Sicht auf Wien hin möchte ich euch doch noch auf eine eher nachdenklich stimmende Entdeckung aufmerksam machen:

linnek_wien12Am Jüdischen Museum in der Dorotheergasse findet ihr in etwas größerer Höhe als man gemeinhin schaut die Leuchtschrift „Fremde überall“. Eine wahre Aussage, deren tiefere Bedeutung gerade dieser Tage leider eine erneute Aktualität erhalten hat.

Mit neuen Blick durch die Straßen und Geschäfte gehen und nach etwas Ausschau halten, was man für gewöhntlich übersehen würde, es kann so wundervoll sein.

Vor lauter Freude über unsere Entdeckungen haben Petra und ich uns dann noch selbst kleine Bären aufgebunden, die wir auf diesem winzig-winzigen Innenhof-Weihnachtsmarkt in der Nähe der Dorotheergasse erworben haben. Wir hatten den Eindruck, dass dort wirklich nur Waren aus 100% Handarbeit der Gemeindemitglieder angeboten wurden.

linnek_dorotheergasseMit diesem Gruß und der Aufforderung „schaut auch mal neben die üblichen Attraktionen“ möchte ich euch ein frohes neues Jahr wünschen. Bleibt kreativ und den Kreativtestern gewogen und vielen Dank für eure Treue!

Liebe Grüße Heike

 

 

 

Ich liebe Gelatos – Die wunderbare Welt der Art Journale, Teil 4

Hallo allerseits!

Ich habe die Gelatos von Faber Castell durch Testerschwester Linda Budinger kennen gelernt. Da ich immer gerne mit Wachsmalern gemalt habe, war es nur logisch, den nächsten Schritt zu tun und mir die wasserlösliche ‚Neuauflage‘ zuzulegen, vor allem, da es die Stifte nun auch in Deutschland zu kaufen gibt. Dementsprechend habe ich die Hintergründe meiner allerersten Art Journal-Seiten mit Gelatos gemalt, mit den Sets „Blau“ (für Meer/Wasser) und „Gelb“ (für Sand/Wüste).

Erstellt mit dem Set "Mix&Match Gelatos Blue

Erstellt mit dem Set „Mix&Match Gelatos Blue

Für Autorinnen gibt es nicht schlimmeres als eine leere Seite, und ich denke, für Bastlerinnen gilt das gleiche. Ich finde es immens schwierig, aus dem Nichts Etwas zu erschaffen. Manchmal habe ich für meine Art Journale schon konkrete Vorstellungen, welche Stempelbilder und Sinnsprüche auf welche Seite kommen sollen. Aber manchmal stehe ich auch vor einem weißen, leeren Blatt, und mir fällt nichts ein.

Dann greife ich zurück auf meine Standard-Prozedur: Die Seite mit Gesso grundieren und mich dann für ein Farbschema entscheiden, das ich aus den 4er Sets der Gelatos-Stifte auswähle. Mit dem hellsten bzw. zweithellsten Farbton färbe ich die ganze Seite ein und verwische die Striche mit einem Feuchttuch. Dann nehme ich den nächst-dunkleren Stift und färbe den Rand und einige Stellen in der Mitte dunkler. Inzwischen reicht die Feuchtigkeit an meinen Fingern und auf dem Blatt, um die Farben übergangslos zu verwischen. Zuletzt nehme ich einen noch dunkleren Stift und male den Rand nach.

Wenn ich vorher daran denke, stemple ich zwischen dem Gesso und den Gelatos ein Hintergrund-Motiv, z.B. einige Textzeilen oder Musiknoten. Wenn ich es vergesse, füge ich die Stempel nach dem Farbauftrag hinzu. Wichtig dabei ist, dass die Stempelfarbe nicht wasserlöslich ist. Und voilà, schon ist die Seite nicht mehr leer und beängstigend, sondern voller Strukturen, die ich weiter ausbauen kann.

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Erstellt mit dem Set „Mix&Match Gelatos Yellow“

Wie schon im Testvergleich zwischen Gelatos, Gelmalstiften und Art Crayons erwähnt, sind die Gelatos in 2er, 4er, 12er oder 28er Sets erhältlich, d.h. so viele Stifte sind enthalten. Die mittleren Sets werden z.B. als 15teilig ausgezeichnet, es sind jedoch 3 Werkzeuge enthalten. Bei den 33teiligen großen Sets sind es 5 Werkzeuge (Pinsel und Stempel).

Letztes Jahr waren die Stifthüllen noch undurchsichtig, aber inzwischen hat Faber Castell neue Farbtöne und Sets herausgegeben, bei denen die Stifthüllen durchsichtig sind. Das hat den Vorteil, dass wir sehen können, wie viel Farbe uns noch bleibt.

Was die Zusammenstellung der Sets anbetrifft, herrscht inzwischen ein buntes Durcheinander. Im letzten Jahr war es noch einfach. Das Color Gift Set (28 Stifte) enthielt die kleineren Packungen Black&White, Blue, Red, Yellow, Green, Neutral, Gold&Silver und Metallic (4er Set). Die Sets Steampunk, Tropical und 50s Diner boten zusätzliche Farbtöne an.

Inzwischen sind weitere vier 4er, drei 12er und ein großes Set (Dolce 2) erschienen. Das Set Dolce 2 enthält alle neue Farben plus Steampunk, Tropical und 50s Diner. Die einzige Überschneidung mit dem ersten großen Set sind Gold Champagner und Silver Ice. Wer mehr darüber wissen möchte oder eine gezielte Frage hat, kann sich gerne direkt an mich wenden.

Zusätzlich zu all diesen Sets werden die Gelatos noch in verschiedenen Mix Media Kits angeboten, in denen neben Pinseln und Stempeln auch Schablonen und andere Stiftarten enthalten sind. Das Gute daran ist, dass die Farben tatsächlich alle zusammen passen und der Name Faber Castell für die Qualität der Produkte steht.

Ich habe mich im letzten Jahr unter anderem auch für die Gelatos entschieden, da diese vielseitig verwendbar sind bzw. sein sollen. Sie lassen sich auf Stempel auftragen, mit Schablonen verwenden, als Wasserfarbe versprühen, mit Gesso und Strukturpaste vermischen, und und und. Jüngst habe ich sogar gesehen, dass wir sie ganz einfach auf Stoff auftragen und verarbeiten können.

Unterschrift: mit Schablone und Gelatos Strukturpaste imitieren (siehe Kreise/Bubbles)

Unterschrift: mit Schablone und Gelatos Strukturpaste imitieren (siehe Kreise/Bubbles)

Im März 2014 hat Linda Budinger die Gelatos mit den Stylex-Stiften (z.B. bei Tedi) verglichen und dabei getestet, wie die beiden Produkte als Stempelfarben funktionieren. Sie hat damit einen besseren Erfolg als ich. Schaut Euch nachher an, wie ihre Ergebnisse mit Gelatos auf Stempeln aussehen!

Testerschwester Bärbel Born zeigt uns in einem Video, wie wir mit den Marabu Art Crayons und einem feuchten bzw. trockenen Tuch sehr schön schattieren und kolorieren können. Ich bin sicher, die gleiche Technik funktioniert mit den Gelatos, da es ebenfalls Gelmalstifte sind, nur ein wenig trockener in der Konsistenz.

In meinem Artikel „Gelatos, Art Crayons und Gelmalstifte im Test“ zeige ich erste Ergebnisse mit Gelatos und einer Schablone. Inzwischen habe ich wieder etwas hinzugelernt. Ein Ergebnis ohne dicke Kanten an den Schablonenrändern erhalten wir, wenn wir die Gelatos erst auf die Schablone auftragen und dann mit einem Dabber verteilen.

"Die Rechnung wird mit Blut bezahlt"

„Die Rechnung wird mit Blut bezahlt“

Weitere Werkzeuge, die Faber Castell u.a. in separaten Tool Kits anbietet, sind:

– Palettenmesser (um z.B. Farbstücke abzuschneiden)

– Pinsel mit Silikonborsten

– Wassertankpinsel

– Sprühfläschchen

– Tropfpipette

– Pinsel mit langen, harten Borsten

– Dabber

– Papierwischer (Stift)

– Keilschwamm

Die Gelatos-Farbe lässt sich in Wasser auflösen und kann dann in Sprühfläschchen gefüllt und gesprüht werden. Ich habe es noch nicht selbst ausprobiert, aber ich denke, dass die Farbe schnell die winzigen Düsen verklebt und die Sprühflasche daher gründlich gereinigt werden sollte. Die Gelatos können auch verwendet werden, um Gesso oder die Strukturpaste Whipped Spackle zu färben.

Mit dem Papierwischer lässt sich die Gelatos-Farbe auf glatten Flächen sehr gut „in Form schieben“, um Ecken auszufüllen oder Linien zu korrigieren, wo ich über den Rand hinaus gemalt habe. Ich habe diese Technik bei meiner zweiten Art Journal Seite erfolgreich angewendet, obwohl ich damals kaum Bastelerfahrung besaß.

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Erstellt mit dem Set „Mix&Match Gelatos Red“ (mit Rot, Rosa, Violett-Töne)

Wie wir sehen, gibt es sehr viele Möglichkeiten, wasserlösliche Wachsmalstifte wie die Gelatos zu verwenden. Die Farben trocknen rasch – doch sie bleiben weiterhin wasserlöslich. Wenn ich über die bemalten Stellen feste reibe, bleibt Farbe an meinen Fingern hängen. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, die Farbe zu fixieren, entweder ‚zwischendurch‘ oder am Ende, wenn das Kunstwerk für vollendet erklärt wurde. Welche Produkte das sind, berichte ich Euch in meinem nächsten Teil der Wunderbaren Welt der Art Journale.

Liebe Grüße,

Eure Charlie

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder. Charlotte Engmann