Embossingpulver Test – WOW, Ranger, efco, Mboss, Papermania und Imagination Crafts UK

Beim Basteln kommt man heutzutage nicht mehr daran vorbei – dem Embossing.

Man erzielt ja auch einfach und schnell schöne Effekte, die wie gedruckt wirken.

Wie genau Embossing funktioniert, hat Heike hier bereits ausführlich erklärt.

Heute möchte ich mehr auf das Pulver und die Firmen eingehen, die sie anbieten.

Denn nicht nur die Farben unterscheiden sich, sondern auch die Beschaffenheit des Pulvers.

Es kommt natürlich immer darauf an, was man Embossen möchte. Einen normalen Schriftzug oder einen sehr feinen? Eine große Fläche oder ein filigranes Muster? Braucht man spezielle Pulver?

 

Ich habe also in meiner Schublade gekramt und eine Handvoll Firmen zum Testen hervor geholt. Einige kennt man eher als andere.

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WOW! Embossing Powder

Wie der Name schon sagt, ist diese Firma vor allem spezialisiert auf Heat Embossing. WOW unterscheidet seine Pulver in Regular (R), Super Fine (SF), Ultra High (UH).

Während Regular und Super Fine selbsterklärend sind, ist Ultra High Pulver extra für große Flächen geeignet.

Neben einer riesigen Farbauswahl gibt es aber auch dort unterschiedliche Arten: Opaque (O), Translucent (T) und Marbling (M). Also deckend, durchsichtig und eine Art Marmor-Effekt.

Die Buchstaben findet man auch auf den Pulverbehältern wieder.

Ranger

Vielen sicher bekannt durch Distress Farben, verrückten Stempeln und Tim Holtz, bietet Ranger aber auch Embossing Pulver an. Neben einigen speziellen Pulvern gibt es aber vor allem normales und super feines in einer angenehmen Anzahl von Farben.

Papermania

Hierbei handelt es sich um eine Marke von Docrafts. Spezielle Pulver gibt es hier nicht, dafür aber das reguläre in einigen netten Farben und relativ großen Dosen.

efco

Auch efco bietet, neben Stempeln und Embossingfoldern, eine überschaubare Reihe normaler Embossingpulver an, neben einigen Farben natürlich transparentes, metallisches und ein paar mit Glitzer.

Zusatz: Mboss

Im Internet findet man über die Marke selbst nichts, wahrscheinlich da es „Made in China“ ist. Hier werden kleine, süße Dosen mit Embossingpulver in 20 verschiedenen Farben angeboten.

Zusatz: Imagination Crafts UK

Eine englische Marke, die eine kleine Auswahl an Embossingpulver in super fein oder super dick anbietet.

 

 

Der Test

Zum Testen habe ich zwei Schriftzüge gewählt. Einen feineren und einen gröberen, um gut Vergleiche ziehen zu können. Gestempelt habe ich mit Versamark auf 300g Karton und habe vorrangig weiße Pulver gewählt.

 

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Fangen wir mir WOW! an.

Ich habe hier Opaque Bright White verwendet. Also schön deckendes, weißes Pulver.

Das Pulver kommt zwar in kleinen Döschen, aber das täuscht. Es ist seeehr ergiebig. Es werden auch größere Behälter/Mengen angeboten, aber für den Durchschnitts-Embosser reichen die kleinen völlig.

 

Das opaque Pulver hält, was es verspricht. Es ist schön deckend und glatt geworden, es leuchtet fast schon auf dem schwarzen Karton. Beim oberen Schriftzug gab es keine Probleme, man kann alles gut erkennen. Selbst der feinere Spruch lässt sich lesen, viel enger/kleiner sollte es aber nicht werden.

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Ich dachte mir dann, wenn das reguläre Weiß seinen Job eigentlich schon ganz gut macht, könnte ich noch den genauen Vergleich zu einem super feinen Pulver ziehen. Da hatte ich sogar eins zur Hand Metallic Gold Rich Pale Super Fine (fast schon ein Zungenbrecher).

Man sieht: kein großer Unterschied. Wenn ich das weiße Pulver in super fine erwische, bin ich also gespannt.

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Passend weiter geht es mit Ranger, ich habe Weiß in super fine detail verwendet. Angeboten werden die Pulver gleich in angenehm großen Dosen, um Nachschub muss man sich also erst mal nicht kümmern.

 

Auch hier haben wir ein schönes, helles Weiß und es deckt das Schwarz sehr gut ab.

Aber das sehr feine Pulver macht sich gerade beim unteren Schriftzug auf jeden Fall bemerkbar. Alles ist sehr gut lesbar.

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Auch Papermania kommt mit schön großen Behältern daher, die ordentlich gefüllt sind. Diesmal habe ich Seafoam White benutzt, denn ein normales Weiß wird hier nicht angeboten. Wie der Name schon sagt und man am Pulver erkennen kann, handelt es sich hier eher um ein dunkleres Weiß, fast schon Richtung Beige.

 

Bei dem starken Kontrast auf dem schwarzen Karton hat man hier trotzdem ein deutlich helleres Ergebnis. Man sieht aber klar, dieses Pulver deckt nicht so schön flächig und glatt wie die vorherigen. Das kann der obere Schriftzug wohl noch verkraften, aber den unteren würde ich so nicht in eine Karte einarbeiten.

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Unser nächster Kandidat ist efco. Sind die Dosen hier zwar auch schön groß, ist der Füllstand aber von Farbe zu Farbe sehr unterschiedlich. Weiß könnte man daher schon fast als halb leer bezeichnen, aber die Gewichtsangabe stimmt trotzdem. Dann hat’s wohl „schwere Knochen“.

 

Gewicht hin oder her, das Ergebnis lässt bei diesen Schriftzügen zu wünschen übrig. Sehr uneben und voller Lücken sieht die obere breite Schrift aus. Beim unteren Abdruck ist es dann fast schon ein Raten des Textes.

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So ein Ergebnis möchte man ja nicht auf sich sitzen lassen. Also hab‘ ich schnell noch mein bordeaux opak heraus geholt und siehe da, es deckt auf jeden Fall ordentlich. Auch ist es nicht ganz so uneben.

 

Und man sieht es schon auf dem Foto, es geht weiter mit den Zusatzfirmen Mboss und Imagination Crafts. Ich habe sie leider nicht in Weiß zur Hand, aber wollte sie dennoch erwähnen.

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Angefangen hatte ich mit Mboss Clear (zusammen auf den Bildern mit IC). Man sieht sehr gut, wie uneben das Ergebnis geworden ist. Und nicht nur das, es ist sogar ein wenig milchig an einigen Stellen.

 

Danach wollte ich dann den direkten Vergleich zu einer anderen Mboss Farbe ziehen, Silky Gold. Auch hier ein ähnliches Resultat. Sehr uneben, dafür aber schön deckend.

 

Dann haben wir aber noch Imagination Crafts mit dem Detail Embossing Powder in Clear. Das Ergebnis ist sehr schön glatt und man kann den Schriftzug sehr gut erkennen.

 

Mein Fazit

Völlig unbrauchbar würde ich keins der oben getesteten Pulver nennen.

Meine Favoriten stehen aber fest. Die unfassbar große Auswahl von WOW! und die Qualität überzeugen auf jeden Fall. Genauso möchte ich aber nicht die feinen Pulver von Ranger und Imagination Crafts missen.

 

Mboss ist meiner Meinung nach eher was zum Testen, wenn man sich noch nicht an große, teurere Produkte wagen möchte (bei mir waren sie auch noch aus der Anfangszeit). Darum würde ich sie jetzt aber nicht wegwerfen. Für gröbere Motive oder Hintergrund Arbeiten finde ich es noch ganz passend. Ähnlich ist es bei Papermania und efco. Bei embossten Schneebänken hat gerade dieses unebene ja etwas. Ich habe sie, also nutze ich sie so gut es eben geht 🙂

 

Liebe Grüße,

 

Sandra

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

Linkliste:

https://wowembossingpowder.com/

http://rangerink.com/?prod_cat=embossing

http://www.efco.de/  dort Seite 319!

https://www.docrafts.com/Products/papermania

http://www.imaginationcrafts.co.uk/

Der große Stanzschablonentest – 15 Firmen – Wer konnte überzeugen?

Im Laufe einiger Basteljahre sammeln sich neben Stempeln, Stempelkissen und Papieren aller Art als Bigshot Besitzer auch viele Stanzschablonen, auch Die genannt, verschiedener Hersteller an. Die einen funktionieren besser, die anderen schlechter. Vor allem filigrane Stanzen wie Schriftstanzen oder Ornamentstanzen unterscheiden sich zum Teil wesentlich, wenn es um die Benutzung geht.

Genau dies hat mich dazu veranlasst, Dies verschiedener Hersteller zu testen. Um einen umfassenden Überblick zu bekommen, habe ich Stanzen von 15 Firmen zusammengetragen. Je nach Papierdicke ergeben sich zum Teil unterschiedlichste Ergebnisse.

StanzenGesamt

Für den Test bin ich wie folgt vorgegangen. Jede Stanze habe ich 6x durch die Bigshot gekurbelt.

  1. Druckerpapier
  2. Druckerpapier mit Wachspapier
  3. Designpapier
  4. Designpapier mit Wachspapier
  5. Cardstock von Stampin‘ Up
  6. Cardstock von Stampin‘ Up mit Wachspapier

Das Wachspapier ist kein spezielles Papier für den Bastelbedarf, sondern solches, welches der Metzger nutzt, um Wurst und Käse zu verpacken. Eine Quelle für den Kauf kann ich nicht benennen. Ich habe hier das große Glück, dass auf dem örtlichen Wochenmarkt ein „Verpackungsmann“ einen Stand hat.

Alternativ kann man auch Backpapier verwenden, dies wird zum Teil auch von den Firmen empfohlen.

Aber genug der einleitenden Worte.

Gestartet bin ich mit einer Stanzschablone von Joy!crafts. Die Stanze ist lackiert, mit dem Ergebnis bin ich mit allen Varianten sehr zufrieden.

Spontan begeistert war ich von Marianne design. Auch bei diesem Die ist das Metall lackiert. Das schon recht filigrane Rennrad fiel mir aus der Schablone entgegen. Hier wäre Wachspapier nicht nötig gewesen, um überzeugende Ergebnisse zu erhalten.

Überrascht hat mich dieses Set der Firma Sizzix. Es handelt sich bei diesem Set nicht um Thinlits, sondern dickeren Stanzen. Hier zeigten sich sehr unterschiedliche Ergebnisse. Je dünner das Papier, desto besser war das Ergebnis. Dazu verblüffte mich, dass die filigranste Stanze das beste Ergebnis brachte. Blume und Ranke zeigten sich widerspenstig, während ich den Schriftzug Hello ganz einfach entnehmen konnte.

Eine weitere Stanzschablone aus dem Hause Sizzix vermochte mich auch nicht zu überzeugen. Sie ist sehr verschnörkelt. Hier hätte ich mir gewünscht, Sizzix hätte wie andere Firmen auch lackiertes oder anderweitig behandeltes Material. Trotz sehr vieler Löcher auf der Rückseite ist es nicht einfach gewesen, das Papier gut aus der Stanze zu entfernen. Am Besten hat es in diesem Fall noch mit dem Designpapier geklappt. Und in allen Varianten ist es sinnvoll, zwischen Stanze und Papier eine Lage Wachspapier einzulegen.

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Auch wenn es noch einige Monate hin sind bis zur Weihnachtszeit, fand ich die Cottage Cutz Winter Pine Branch Stanze der Firma The Scrapping Cottage zu wichtig, um sie bei diesem Test zu unterschlagen. Bei dieser sehr filigranen nicht lackierten Stanze war es mir kaum möglich, zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten, mit dem Designpapier plus Wachspapier habe ich noch die besten Ergebnisse erzielt.

Die hübsche, kleine Puzzlestanzschablone der Firma CREAlies bereitet in keiner Form Probleme und ist empfehlenswert.

Von der niederländischen Firma Craftemotions besitze ich lediglich die kleine Bäume, die sich sehr gut stanzen ließen.

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Die Hirschstanze von Spellbinders überzeugt mich nicht besonders. Auch bei unterschiedlicher Papierdicke ist es nicht einfach, das zarte, schnörkelige Geweih der Schablone heil zu entnehmen.

Dies setzt sich leider fort bei den Schriftdies von Stampin‘ Up, welche von Sizzix hergestellt sind. Obwohl recht groß, habe ich bei diesen die größten Schwierigkeiten gehabt, egal ob mit oder ohne Wachspapier.

Die Die-namics von My favorite things sind ausnahmslos zufriedenstellend, trotz dass es sich um nicht lackierte Stanzschablonen handelt.

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Die-namites, eine Firme, die ausschließlich Dies verkauft, konnte mich nicht in allen Punkten überzeugen. Das Entfernen des filigranen Musters war nicht, so einfach. Auch hier würde eine Beschichtung des Stahls sicher ein einfacheres und zügigeres Arbeiten ermöglichen.

Gewohnt überzeugend zeigten sich die kleinen und feinen Stanzteilchen des Skelettes aus dem Hause Impression Obsession. Alle unterschiedlich großen Teile ließen sich einwandfrei entnehmen.

Und das kann ich genauso bestätigen für die kleinen Buchstaben aus dem Hause Rayher. Ohne Probleme konnte ich jeden kleinen Buchstaben des Alphabets nutzen.

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Ein weiterer Anwärter auf die oberen Ränge meiner persönlichen Stanzschablonenskala schafft es die Firma memorybox. Die Handhabung ist in allen Varianten einwandfrei.

Die beschichtete Wimpelstanzschablone von La-La Land Crafts schließt sich nahtlos an und ist uneingeschränkt empfehlenswert.

Bei der Wahl der Schriftstanzen steht die Firma Kulricke für mich an erster Stelle. So filigran der Schriftzug auch ist, das Ergebnis ist in allen Varianten anstandslos überzeugend. Der Einsatz von Wachspapier ist nicht nötig.

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Die kleinen Laternen der Firma Poppystamps sind in weiten Teilen zufriedenstellend, hier zeigte sich, dass das Ergebnis besser ist, je dicker das Papier ist.

Von der Firma Paper Smooches lag mir keine Stanze vor, die auch nur annähernd filigran wäre. Dennoch möchte ich sie nicht unerwähnt lassen, dass Metall ist beschichtet, die Löcher auf der Rückseite wären nicht nötig gewesen, das Ergebnis ist überzeugend.

Auch von den Xcut Border Dies der Firma Docrafts lagen mir nur Weihnachtsdies vor, man möge mir das Motiv verzeihen. Das Metall ist lackiert, es befinden sich genügend Löcher auf der Rückseite, auch hier habe ich keine Beanstandungen.

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Fazit meines Tests:

Im direkten Vergleich zeigten sich deutliche Unterschiede. Dabei konnte ich nicht feststellen, dass die Stanzschablonen renommierter Firmen, die ich automatisch damit verknüpft habe, bessere Ergebnisse brachten. Im Gegenteil, die auffällig schlechteren Ergebnisse der Firmen Spellbinders bzw. insbesondere Sizzix haben mich enttäuscht.

Testsieger ist bei mir die Schriftstanze von Kulricke, die so zart ist und dennoch ohne jegliche Probleme zu entnehmen ist.

Dicht danach folgen die Stanzschablonen von Marianne design, an dritter Stelle die Schablonen von memorybox.

Wir sind gespannt, welche Erfahrungen ihr mit Stanzschablonen verschiedener Firmen gemacht habt. Hinterlasst uns gerne einen Kommentar!

Linkliste Hersteller:

 

Viele Grüße
Testerschwester Dagmar

Stempel selber machen – Buchvorstellung und Test

Letzte Woche hat Bärbel euch hier erklärt, wie professionelle Stempel hergestellt werden. Mit ein wenig Fantasie und Freude am ausprobieren kann man darüber hinaus auch alle möglichen Materialien des Alltags, von Luftpolsterfolie über Schuhsohlen bis Gummibändern, zum stempeln verwenden. Aber was ist, wenn man Stempel selbst schnitzen möchte? Wenn man sich bestimmte Motive wünscht oder eigene Designs oder Ideen im Kopf hat?

Hierzu gibt es hilfreiche Bücher, eines davon habe ich auf Herz und Nieren getestet. Es heißt „StempelGlück“ von Geninne D. Zlatkis und ist in der Topp-Reihe beim frechverlag erschienen.

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Gennine D. Zlatkis: StempelGlück :Kunstvolle Stempel selbst gemacht zum Gestalten von Karten und Stoffen. Hardcover, 132 Seiten, 21,5 x 25,4 cm . TOPP 5895. ISBN 9783772458958

Das Buch

Inhaltsangabe und Angaben des Verlags:

>>Die Leidenschaft der bekannten Illustratorin Geninne D. Zlatkis für die Natur und für Farben prägt ihre einfache, aber elegante Kunst und die handgeschnitzten Stempel, die viele ihrer Designs zur Schau stellen. Dieses wunderschön illustrierte, mit Schrittfotos versehene Buch umfasst alle Grundlagen für das Anfertigen handgeschnitzter Stempel, das Auftragen der Farbe, das Zusammenstellen von Motiven und vieles mehr.

Buch inklusive:

• 20 kunstvolle Projekte (darunter Tragetasche, Tagebuch, Kissen, Geschenkanhänger, Briefpapier, Briefumschläge, Wanddeko, etc.)
• anschauliche Anleitungen für das Stempeln auf Papier, Stoff, Ton und anderen Materialien
• 50 einzigartigen Motiven von Geninne Zlatkis.<<

Mit seinem Hardcover, durch seine Gestaltung, das Layout sowie die vielen schönen und hilfreichen Fotos, macht das Buch einen  ansprechenden und erfrischend modernen Eindruck. Nach einer kurzen Einleitung werden die Grundlagen zum selber schnitzen erklärt, dabei geht die Autorin auf benötigte Werkzeuge und Materialien genauso ein, wie auf Stempeltechniken, Design und Inspirationsquellen. Diese ersten 30 gut bebilderten Seiten sollte man wirklich komplett lesen, denn sie bieten das Rüstzeug, mit dem man sofort loslegen kann, wenn man schon die benötigten Materialien zur Hand hat. Auf diese werde ich im Verlauf des Artikels noch weiter eingehen.

Im zweiten Teil regnet es auf über 60 Seiten Projektideen, Anleitungen und Inspirationen. Genine D. Zlatkis legt dabei eine große Bandbreite zur Verwendung von Stempeln offen, sie zeigt das arbeiten mit Papier genauso wie auf Stoff und anderen Materialien wie Stein, Modelliermasse oder Dekorationsgegenstände. Die Botschaft hierbei lautet ganz klar: es gibt nichts, was man nicht bestempeln kann. Zusätzlich geht die Autorin auch auf die Themen nähen und sticken ein, soweit sie für die vorgestellten Projekte verwendet werden.

Die Anleitungen selbst sind übersichtlich und die Texte eher kurz gehalten. Zu jedem Projekt gibt es eine ausführliche Materialliste und Schritt-für-Schritt Erläuterungen. Dabei finden sich auch immer wieder allgemein hilfreiche und praktische Tipps.

Der letzte Teil bietet die Vorlagen zu den zuvor vorgestellten Projekten und weitere Motive.

Alles in allem eignet sich das Buch sowohl für Einsteiger als auch versierte Stempler.

Das Material

Es ist nicht viel, was man zum Stempel schnitzen benötigt. Der Empfehlung der Autorin entsprechend, habe ich mir ein Set mit Linolschnitz-Werkzeug angeschafft. Diese Sets, meines ist die fünf Schneidewerkzeuge enthaltende Linolschnitt-Garnitur der Firma ABIG, bekommt man schon für unter 10€ im Fach- und Onlinehandel.

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Ein wenig kniffeliger gestaltete sich die Suche nach den Schnitzblöcken. Zwar kann man auch auf dicke Radiergummis, z.B. aus dem örtlichen Schreibwarenladen, zurückgreifen, aber ich wollte sofort in die Vollen gehen und direkt mit den von der Autorin erwähnten Stempelgummis in Blöcken arbeiten. Im Buch selbst werden weder konkrete Bezugsquellen noch Firmen genannt. Auf dem Blog der Autorin konnte ich ausmachen, welche Gummis sie verwendet, diese werden aber nicht mehr hergestellt oder sind für uns nur aus Übersee zu bestellen. Aber dann bin ich auch hierzulande fündig geworden und siehe da, die Blöcke sind auch noch sehr preiswert. Am Ende des Artikels findet ihr einige online-Bezugsquellen dazu, vielleicht werdet ihr aber auch in eurem örtlichen Geschäft für Künstlerbedarf fündig.

Für die meisten Projekte im Buch empfiehlt die Autorin die Verwendung von Pigment-Stempelkissen, für das drucken auf Stoff für Textilien bestimmte Stempelkissen. Zu diesem Thema fände ich paar konkretere Angaben passend, denn vor allem Einsteiger wissen mit den Bezeichnungen nicht unbedingt sofort etwas anzufangen und müssen sich somit anderweitig, im Fachhandel oder über Internet-Recherche, schlau machen. Wie auch sonst im Buch wird auf die Nennung konkreter Quellen oder Firmen verzichtet. Daher findet ihr auch dazu eine kleine Übersicht am Ende dieses Artikels.

Aber keine Panik, bei meinen Tests hat sich herausgestellt, dass diese Stempel auch mit wasserbasierten Stempelkissen wunderbare Abdrücke erzeugen.

Der Praxistest

Mein erster selbst geschnitzter Stempel ist ein Kleeblatt in negativ und positiv nach eigenem Entwurf, wobei ich mich Schritt für Schritt an die allgemeinen Anweisungen im Buch gehalten habe.linnek_schnitzen_Collage01

Dann geht es los mit der Schnitzerei. Man benötigt keine großen Kräfte, die Schnitzmesser schneiden durch das weiße Gummi wie durch einen Butterblock, das Scheidewerkzeug liegt sicher und wie ein Stift in der Hand.

linnek_schnitzen_Collage1 linnek_schnitzen_Collage2Für die Stempelabdrücke habe ich Memento-Pigmentstempelkissen benutzt. Das erste Kleeblatt ist ein negativ-Druck, bei dem die Außenlinien nicht drucken. Das nächste Kleeblatt ist ein positiv-Stempel, bei dem nur die Außenlinien drucken.

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Nach diesen ersten Versuchen habe ich mich mit dem Fisch dann an eine Vorlage aus dem Buch gewagt. Dieser ging erstaunlich schnell und einfach umzusetzen, sodass ich noch Blubberblasen und eine Wasserpflanze ergänzt habe. Dieses Mal sind die Stempelabdrücke mit wasserbasierten Tusche-Stempelkissen entstanden.

linnek_schnitzen_collage4Man gewöhnt sich schnell an die Handhabung der Materialien und wird mit jedem Versuch besser. Waren die Kleeblätter noch ziemlich grob, so konnte ich die Wasserpflanze schon recht filigran gestalten.

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Fazit: Das Buch „StempelGlück“ hat mir tatsächlich eine neue Welt eröffnet. Das Thema ist spannend und vielfältig. An das selber schnitzen hatte ich schon oft gedacht, aber ohne diese Einführung hätte ich das Vorhaben bestimmt noch ewig vor mir hergeschoben und dann garantiert viele Fehler gemacht. Sowohl die Tipps, als auch die Vorlagen, Informationen und Inspirationen von Gennine D. Zlatkis gefallen mir sehr gut.

Falls es euch auch erwischt hat, lasst es uns doch wissen. Wir freuen uns über eure Kommentare oder Bilder hier, per Mail oder auf unserer KT-Facebookseite.

Hier kommen noch die versprochenen Zusatzinfos zu Firmen und Bezugsquellen.

Liebe Grüße Heike

Stempelblöcke: hier findet ihr einige Bezugsquellen für die weißen, weichen Schnitzblöcke der Firma FACTIS:

Stempelkissen: hier habe ich euch ein paar namentliche Beispiele für die verschiedenen Arten von Stempelkissen zusammengestellt. Wer inhaltlich in die Materie „Stempelkissen“ einsteigen möchte, dem kann ich diese Übersicht auf den Seiten der Stamping-Fairies empfehlen oder er wartet einfach, denn demnächst wird Testerschwester Bärbel das Thema hier behandeln.

  • Pigmentstempelkissen: Color Box, Memento, Stampin Up! Craft,
  • Wasserbasierte = Tusche Stempelkissen (Dye Ink): Distress, Stampin Up!
  • Stempelkissen für Textil: Memento Luxe

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

 

Handlettering – verschiedene Stifte für die schöne Handschrift

Ihr Lieben!

Ich freue mich sehr, dass ich euch heute von meinem neuesten Hobby – dem Handlettering – berichten darf!

Schon lange interessiere ich mich für schöne Handschriften und beneide jeden darum, der sie hat. Schon vor einigen Jahren habe ich einen kleinen Kasten mit Kalligraphiefedern, Tusche und Anleitungen zu schöner Handschrift geschenkt bekommen. Aber irgendwie hat es damals nicht so gezündet, ich habe ein bisschen rumprobiert und schnell die Lust am Üben verloren. Im letzten Jahr flammte das Interesse wieder auf, denn bei vielen Scrappern und Stemplern wurde plötzlich geschrieben und gepinselt und verschiedene Schriftarten ausprobiert. Aber es war immer noch nicht so, dass ich Feuer gefangen hätte.

Erst Anfang des Jahres las ich auf dem Instagram-Profil einer Scrapper-Freundin den hashtag #letterattackchallenge, dem ich einfach folgen musste und das war’s dann:

Ich war sofort Feuer und Flamme und habe in der ersten Begeisterung natürlich das Material genommen, was ich zuhause hatte. Mein erster Schreibversuch sah deswegen so aus: handlettering_FotoSpaƒ1

Die Spitzen meiner TOMBOWs waren abgenutzt und das Papier war auch nicht das richtige. Also habe ich alles dazu aus dem Internet ‚runtergeladen, was ich zum Thema finden konnte: Schreibvorlagen, Testberichte, welche Stifte und welches Papier am besten geeignet sind und natürlich spielten die Kosten auch eine große Rolle.

Allerdings darf man nicht denken, dass der tolle Stift, der tolle Pinsel oder das tolle Papier die schöne Handschrift zaubert. Es gehört viel Übung dazu, die Stifte zu halten und richtig über das Papier zu führen, aber inzwischen gibt es zahlreiche Videoanleitungen auf Instagram und Periscope, die wirklich hilfreich sind und zum Mitmachen ermutigen.

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Material gibt es sehr zahlreich auf dem Markt und ich habe einige Stifte und Pinsel ausprobiert:

Das erste Material, das ich mir neu zulegte, waren TOMBOW Dualbrushpen und ein neuer Schreibblock. handlettering_tombowsundbloecke

Da mein sehr alter Fudepen schon lange eingetrocknet ist, habe ich mir als nächstes einen Pentel Brushpen gegönnt, der auch immer noch zu meinen Favoriten gehört. Mit diesem Stift sehen japanische Schriftzeichen besonders toll aus.handlettering_cha1

Mit dem fudenosuke dualbrushpen erzielt man auch schöne Schriftergebnisse, wenn man sich daran gewöhnt, dass der Pinsel nicht so weich, wie bei den anderen Stiften ist. handlettering_fudenusoke_himmel1

Das Schreiben mit Wassertankpinseln und Aquarellfarbe macht mir auch sehr viel Spaß, allerdings sind meine Schreibversuche noch in der Anfangsphase und ich würde mich noch nicht trauen, eine Karte mit dieser Technik zu beschriften.handlettering_brushletterpractisechallenge

Neben dem Schreiben mit Pinseln – also dem brushlettering – finde ich das Zeichnen mit Feder und Tusche aber auch sehr schön, denn die Schrift ist viel eleganter und nicht so dick, wie beim brushlettering.

Also habe ich zwischendurch immer meine alte Zeichenfeder ausprobiert, aber auch da sah der Anfang nicht wirklich schön aus. handlettering_zeichenfeder_familie

Also musste ich mich auch in dieser Technik verbessern. Auch dafür gibt es viele Hilfen aus dem Internet und Instagram, denn die tollen Accounts, die auf der Handlettering-Welle mitschwimmen, werden jeden Tag mehr. So bin ich auf den schicken Obliquestift gestoßen, mit dem man sehr elegante Schriftzüge (besonders die Englische Schrift „Anglaise“ ) zaubern kann. Aber auch für diesen Stift gilt: man muss einige Zeit üben, bis man ihn halten und schreiben kann. hanlettering_obliquepenprinz1

Inzwischen gefallen mir meine Schreibergebnisse ganz gut, ich werde allerdings noch viel Übung reinstecken müssen, damit es mir richtig gefällt. Alles, was dafür fehlt ist … handlettering_zeit1

Womit ich aber den aktuellsten Beitrag der Letterattackchallenge bei @frauhoelle geschafft habe.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick zu dem Thema geben und habe euch vielleicht sogar ein bisschen angesteckt, einfach mal mitzumachen und auszuprobieren.

Tolle Accounts zum Abgucken findet ihr auf instagram und im Internet:

@farbcafé, @frauhoelle, @dianasoriat, @juliabausenhardt, @randomolive, @copperplate11, @vollkommunikativ und natürlich @elly_lettert, bei der für mich alles anfing. Und für Instagrammer: hier könnt ihr mitmachen: #wimmeldoodlechallenge, #letterattackchallenge, #brushletterpracticechallenge

Viele Grüße und viel Spaß beim Lettern,

Elvan

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

Maskieren – 5 Techniken im Test

Heute habe ich für Euch einen Testbericht, bei dem ich verschiedene Materialien zum maskieren ausprobiert habe.

Im Test sind:

  • Post-it – nur ein Klebestreifen am oberen Rand – erhältlich in allen Schreibwarenabteilungen
  • Malrolle – aus Papier und vollflächig klebende (weiß) – erhältlich bei Tedi oder Ikea
  • Post-it-Rolle – aus Papier und vollflächig klebend (gelb) – erhältlich  in Post-Filialen
  • Malerkrepp – Rolle , vollflächig klebend (lila)  – erhältlich im Baumarkt
  • Maskier-Folie – transparente Folie auf Papier – Rolle mit blauem Karo von Gerstacker

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Getestet wurden die Maskiermethoden auf folgenden Papieren:

  • Exacompta Karteikarte
  • Aquarellpapier
  • Fotopapier hochglanz
  • Multi-Media-Papier
  • Colouring Paper – für Alkoholstifte geeignetes Papier

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Ich habe auf allen Medien ein einfaches Motiv gestempelt,

  • Eisbär von Kulricke,
  • Fuchs von Efco

dieses jeweils maskiert und mit einem Kosmetikschwamm und einem Distress-Ink Kissen von Ranger darüber gewischt.

Die Ergebnisse

Paint-On-Multi-Media-Papier:

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Alle Maskierungen ergaben soweit saubere Konturen, bei dem Post-It mit dem einfachen Klebestreifen musste man an verschiedenen Stellen unten festhalten.

Alle konnten soweit gut abgelöst werden, nur das Malerkrepp hinterliess Spuren.

Perfect Colouring Paper:

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Alle Masken ergaben ebenfalls gute Konturen und ließen sich leicht ablösen.

Vom Perfect Colouring Paper lässt sich auch das Malerkrepp jetzt spurlos entfernen.

Aquarellpapier:

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Der Test ergab ebenfalls gute Konturen und leichtes ablösen aller Masken.

Das Malerkrepp ist vom Aquarellpapier spurlos zu entfernen, das Post-It hat beim dritten Mal kaum noch Haftkraft.

Fotopapier hochglänzend:

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Ebenfalls gute Konturen und leichtes ablösen.

Das Malerkrepp ist vom Fotopapier spurlos zu entfernen.

Die Maskierfolie ist für Fotopapier NICHT geeignet, es hinterlässt Spuren und hat danach keine Haftkraft mehr.

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Exacompta Karteikarte:

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Das Post-It wellt sich auf der Karteikarte hoch und haftet nicht mehr, ansonsten allgemein leichtes ablösen.

Die Haftkraft vom Malerkrepp lässt auch nach.

Die Post-It-Rolle sowie die Malrolle haften erst nicht so toll, beim wischen klebt es aber nach wie vor gut.

Fazit:

Mein persönlicher Favorit ist die Maskier-Folie, es ist bei aufwendigeren Motiven mehrfach zu nutzen, durch die Transparenz kann man gut platzieren. Es ist vor allem auch bei Sprays komplett undurchlässig. Zu Beachten gilt: die Folie ist nur mit StazOn zu bestempeln, bestempelt man die Rückseite, ist das Motiv spiegelverkehrt.

Die Post-It mit der geringen Klebefläche würde ich nur im Notfall nutzen, wenn ich kein anderes Material zur Hand habe.

Die Post-It-Rolle und die Malrolle haben gute Eigenschaften, die nutze ich für nicht so aufwendig auszuschneidende Motive als günstige Alternative zur Maskier-Folie. Nachteil: bei Alkoholsprays ganz schnell entfernen, bevor etwas durchnässt.

Das Malerkrepp nutze ich gern für Landschaftsmaskierungen. Ich klebe es aber zuerst einmal auf ein Schmierpapier, damit die Haftkraft etwas nachlässt. So lässt es sich überall spurlos wieder ablösen.

Es gibt noch eine Maskiercreme, sogenanntes Rubbelkrepp, besonders für kleine filigrane Stellen geeignet.   Dieses ist bei meinem Umzug aber verschollen, und sobald ich das wiederfinde, liefere ich Ergebnisse nach.

Ich hoffe, Eure Neugier geweckt zu haben und wünsche Euch viel Spaß beim maskieren.

Lieben Gruß

Sonja

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige wirtschaftliche Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Sonja Schütz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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TOPP Zencolor Meditation Gewinnspiel – Die Auslosung

Endlich ist es soweit. Mit einigen Tagen Verspätung dank eines Infektes habe ich heute mit tatkräftiger Unterstützung meines Mannes die Gewinnerin des TOPP Zencolor Meditation Buches aus dem frechverlag ermittelt.

CoverZencolorMeditation

Wir Testerschwestern haben uns sehr gefreut über Euer Lob, über viele Kommentare sowie die rege Beteiligung. Aber ich will Euch gar nicht weiter auf die Folter spannen. Trommelwirbel.

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Herzlichen Glückwunsch, liebe Monika Möller. Bitte sende uns Deine Adresse, damit Du noch in der hektischen Vorweihnachtszeit die Chance hat, mit Deinem Gewinn zwischendurch eine kleine Auszeit zu nehmen.

Herzlichst,
Testerschwester Dagmar

 

Ich habe diesen Artikel nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dafür habe ich kostenlose Produktproben verwendet, dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinträchtigt. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Dagmar Jansen