Zweiter Crop in Bonn

Jetzt ist auch der zweite Crop in Bonn vorbei…

Ihr Lieben, ich freue mich total, dass ich auch dieses Mal für die Testerschwestern vom „Crop in Bonn“ berichten darf. Da der erste Crop im vergangenen Oktober mit so großer Begeisterung aufgenommen wurde, haben wir, das heißt Bettina Poller, Iris und Dirk Strelow sowie ich uns überlegt, dass eigentlich eine Fortsetzung stattfinden muss, dieses Mal unter dem Motto „Flower Power“.

In einer Vorbereitungszeit von ca. 4 Monaten haben wir 46 bastelwütige Frauen zusammengetrommelt, die sich am vergangenen Wochenende in meiner persönlichen Lieblings-Bonn-Location, dem „Bonngarten“ um 10.00 Uhr zum gemeinsamen Werkeln, Klönen, Essen und Lachen eingefunden haben.

Zugegeben, die letzten Tage und Nächte vor dem Event waren ganz schön aufregend, hatte ich mir doch vorgenommen, für jede Teilnehmerin ein Goodie-Bag zu nähen. Ich habe es aber geschafft, dass am Freitagabend alle fertig waren, inklusive Öse und Band. Bettina hat sich um die wunderschöne Tisch- und Wanddeko und außerdem um die Namenschildchen gekümmert. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie und vor allem wann sie das alles rechtzeitig hinbekommen hat…

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Nach der schönen und großen Begrüßungsrunde fanden wir alle schnell unsere Plätze, für 16 Teilnehmerinnen war das schicke Kaminzimmer vorbereitet, denn dort hatte nicht nur Iris‘ Shop „Irishteddys“ aus Bad Godesberg Platz, dieses Mal gab es auch einen Workshop von und mit Heike Paulus, in dem es galt ein sehr schickes Minialbum zu werkeln.

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Gegen 13.00 Uhr wurde das Buffet im kleinen Clubraum der Location eröffnet. Alle Teilnehmerinnen haben sich wieder mal mächtig ins Zeug gelegt und ein wunderschönes und sehr leckeres Buffet aus warmen und kalten, süßen und pikanten Speisen zusammengetragen. Das war sooo lecker! Für den süßen Zahn stand auch gestern eine Candy-Bar zur Verfügung, bestückt natürlich mit HARIBO Gummibärchen, wie es sich für einen Bonner Crop nämlich gehört.

Testerschwester Charlie

Oben: Testerschwester Charlie testet die Candybar.

Unten: Das tolle Buffet, Workstation und Irishteddy mit ihrem Team.

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Da sich das Wetter am Nachmittag weiterhin hielt, fanden wir uns nach dem Essen zum Gruppenfoto zusammen. Bettina hat es direkt ausgedruckt und zusammen mit einem schicken Kit, dass Iris erstellt hat, an alle verteilt. Im Kit sind natürlich wieder selbst erstellte Stempel und Holz-Embellies, passend zu unserem Motto „Flower Power“ enthalten.

Crop in Bonn 2016

Bis in den Abend wurde an allen Tischen fleißig weitergearbeitet, gewerkelt, gegessen und gelacht. Es sind tolle Werke entstanden, ob Karten, Layouts, Kochbücher oder Minialben. Wenn es nicht ein Sonntagabend gewesen wäre, hätten wir glaube ich noch spät in den Abend weitergemacht, aber am nächsten Tag war Montag und viele mussten noch weit fahren und außerdem wieder arbeiten.

Gottseidank war es genauso, wie ich es mir vorgestellt habe, denn am Ende waren alle begeistert und zufrieden mit dem Tag. Jetzt warten alle sehnlichst auf den Termin des 3. Crops in Bonn…

Alles in Allem war es wieder einmal ein tolles Event und ich bin sehr froh, dass alle Teilnehmerinnen sich so gefreut haben, dabei sein zu können und dass die vielen helfenden Hände – Dirk am Grill und an der Kaffeebar, Sabrina überall wo man sie brauchte – immer bereit waren.

Vielen Dank auch für die vielen, liebevollen Mitbringsel an das Organisationsteam.

Ich freue mich auch schon heute auf den 3. Crop in Bonn.

Viele liebe Grüße,

bis nächstes Mal

Testerschwester Elvan

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Auf youtube haben wir sogar ein Video für euch:

 

Bettinas Blog findet ihr hier: https://stampdreams.wordpress.com/

Iris und Dirk sind hier zu finden: http://shop.irishteddy.com

Bettina und Elvan werden weitere Berichte dazu schreiben, die wir euch dann hier verlinken.

Elvans Blogartikel: http://hier-werkelt-elvan.blogspot.de/2016/06/das-war-der-2-crop-in-bonn.html

 

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Das ART Specially Event in Nijkerk / Niederlande

Am 8. und 9. April 2016 öffneten sich in Nijkerk die Tore zum ART Specially Event. Das ART Specially Event hat sich über die Jahre in der Stempel-, Scrapbook- und Mixed-Media-Szene etabliert und zieht nicht nur kreative Menschen in den Niederlanden an, sondern auch aus Deutschland. Für viele ist das ART Specially Event, das immer Anfang/Mitte April stattfindet, ein fester Termin, der im Kalender festgehalten wird.

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Auch ich besuche seit vielen Jahre das ART Specially Event, anfangs als Aussteller und inzwischen als Besucher und bin jedes Jahr aufs Neue begeistert.

Auch die Stimmen um mich herum waren in diesem Jahr wieder vom ART Specially Event fasziniert. Es gab wie auch schon in den vergangenen Jahren ein großes Angebot an Workshops. In den ART Specially Workshops wurden mit Distress Inks, Sprühfarben, Schablonen, Brusho und PanPastel Karten und ATC gestaltet.

Speziell für das Event wurden auch wieder Stempel und Stempelplatten gefertigt. Die Motive wurden in den Workshops eingesetzt, so dass jeder Besucher sofort viele Ideen für den Einsatz der Stempelmotive mit nach Hause nehmen konnte.

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Gleich am Eingang konnte man erkennen, wo die Trends des diesjährigen Events lagen. Der Fokus lag auf der Gestaltung mit PanPastel und Gelli Plate. Außerdem gab es einen Special Guest.

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Video vom PanPastel Workshop

Sheena Douglas war das ganze Wochenende vor Ort und hat die Besucher mit ihrem netten, geduldigem Wesen, der Art des Kolorierens und der Präsentation ihrer Stempelkollektion verzaubert. Als Giveaway gab es für die Besucher des Events gleich beim Einlass eine DVD von Sheena Douglas. Das Giveaway gehört zum ART Specially Event und die Veranstalterin Angela Louwers hat jedes Jahr tolle kleine Geschenke für die Besucher parat.

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Neben den vielen Workshops und dem besonderem Gast haben über 40 Aussteller am letzten Wochenende alles was das Stempel-, Scrapbook- und Mixed-Media-Herz begehrt, präsentiert. Die Besucher konnten sich an einem umfangreichen Sortiment erfreuen und haben gleichzeitig viele Anregungen zu den Produkten durch Demonstrationen und Musterkarten erhalten.

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Hoch im Kurs standen Farben, insbesondere in Form von Stiften, Copic, ZIG mit Wink of Stella Brush und Ckean Color Real Brush sowie ganz neu mit dabei die Pigmentmarker von Windsor und Newton. Farbstifte aller Art erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit,. Der Ausmal-Trend ist auch hier in den Niederlanden nicht vorbeigegangen, wie unschwer an dem Farbstiftangebot erkennbar war.

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Mehrfach über den Weg gelaufen ist mir ein neues Tool, Misti. Misti ist ein etwas anderer Stempelpositionierer. Die Aufmachung des Stempelpositionieres ist die eines Buches, bestehend aus zwei Seiten. Die untere Seite ist eine Magnetplatte, die mit der oberen, einer Acrylplatte, verbunden ist. Die Acrylplatte ist mit Gitterlinien versehen. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Magnete, die das Papier während des Stempelns auf der Magnetplatte festhalten und ein verrutschen verhindern sollen. Der Positionierer, der in 2 Größen erhältlich ist, ist für Clear Stamps und Cling Mount Stamps ausgelegt.

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Fester Bestandteil des Art Specially Events sind auch der ATC-Tausch zu einer festen Uhrzeit und ein kleiner Flohmarkt, der zeitgleich stattfindet. Zudem gibt es überall Sitzmöglichkeiten und kleine Süßigkeiten, die für eine schöne Atmosphäre sorgen und zum Verweilen einladen. So können zwischendurch auch mal ein Blick auf die eigene und auf die Beute anderer geworfen werden und erneut Begehrlichkeiten geweckt werden.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn das ART Specially Event erneut die Tore öffnet, zum Stempeln und zum Shoppen einlädt.

h+h ist Handarbeiten

Am vergangenen Wochenende fand in Köln erneut die internationale Fachmesse h&h, Handarbeit und Hobby, statt. Testerschwestern Dagmar und Bärbel waren vor Ort, um sich über die neusten Trends und Themen im Sektor Handarbeiten zu informieren. Den Bericht schreibt für euch Bärbel.

Bevor wir euch unsere Impressionen zeigen und berichten, möchten wir euch den Imagefilm des Veranstalters empfehlen. Im Vergleich mit unseren eigenen Erlebnissen vor Ort können wir euch versichern, dass ihr in den drei Minuten des Film schon einen ersten Eindruck erhalten könnt:

Die Bilder sind von der diesjährigen Messe. Im Video konntet ihr auch einen ersten Blick auf die Modenschau ergattern. Bei dieser lebendigen Trendschau zeigen teilnehmende Aussteller, was sie sich mit ihren neusten Garnen und Stoffen haben einfallen lassen.

Ich habe die Modenschau besucht und dabei eindeutige Richtungen in Farbwahl und Stilen erkennen können. Völlig verschwunden ist das Color-Blocking, welches noch im Vorjahr in der Modenschau zu sehen war. Durch alle Abteilungen der Schau zogen sich Naturtöne wie ein roter Faden. Auch wenn die Coloration der Modelle kräftiger wurde, wirkten diese erdig und einer herbstlichen Palette entnommen. Stärkste Farbe blieb ein leuchtendes Rot neben einem gedeckten Lila. Zarte Nudetöne sah man als unbunten Gegenpol gleich bei mehreren Herstellern.

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Bei der Schau haben mich ganz besonders einige Schnitte und Gesamtkonzepte fasziniert. Bei Katia sah man am Stand die Modelle des Runways noch einmal aus der Nähe, weite Schnitt und Ponchos wurden variiert und spielerisch verfeinert:

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Mein Highlight: Wolle von Kopf bis Fuß. Was kann schöner sein als ein selbstgemachter Pullover?
Genau: Ein Set aus Pullover und Rock oder Hose:

 

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Ein weiteres Highlight der Messe gab es am Stand der Stolberger Firma Prym zu sehen. Bereits im Vorfeld der h&h hatte Prym (gesprochen „Priem“) eine Innovation für Stricknadeln angekündigt. Selbstbewusst hatte die Firma behauptet, die Stricknadel neu erfunden zu haben. Solche Worte wecken Misstrauen… wie soll man so etwas Elementares wie die Stricknadel neu erfinden?

Am völlig neu konzipierten Stand wurde mein Misstrauen schon aus der Ferne zerschmettert: Als Besucher von Messen ist man es gewöhnt, dass Firmen an einzelnen Arbeitstischen ihre Neuheiten vorführen. Einen Demotisch wie bei Prym habe ich noch nie zuvor gesehen. An einer langen „Theke“ standen Mitarbeiter in einheitlichen Outfits, und zeigten unermüdlich den interessierten Besuchern, was so neu an den Stricknadeln ist. Hinter den netten Damen und Herren ein überdimensionaler Wald aus Stricknadeln. Das Raum wirkte beinahe so, als würde der ganze Stand gleich abheben und zum Orion aufbrechen. Die Wirkung hat mich begeistert!

Ich hoffe, ihr verzeiht mir, dass ich das verschmitzte Grinsen von Michael Weinreich abgelichtet habe. Als Buchautor und Garnkünstler hat er mit einem kreativen Team aus Prym-Mitarbeitern und Branchenkennern die Nadeln zum Klappern gebracht.

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Was genau ist nun so neu an den neuen Nadeln? Sie nennen sich schlicht „ergonomisch“, denn ihr Schaft hat einen dreieckigen Durchschnitt, so dass man beim Stricken die Nadel besser bewegen kann. Die Spitze ist hingegen rund und etwas größer (und entspricht der angegebenen Nadelstärke), so dass die Arbeit leichter rutscht ohne herunterzufallen. Das Ganze besteht aus einem neuartigen Kunststoff, der in Deutschland hergestellt wird. Besonders clever sind die Stopper am Ende der Nadel. Diese besitzen eine Aussparung, so dass man jede Nadel in die andere „klicken“ kann, die Arbeit ist somit gesichert und kann gefahrlos im Handarbeitskorb oder einer Tasche abgelegt werden.  Augenfälligstes Merkmal ist die neue Spitze, die auf den ersten Blick an Trommelstöcke erinnert, und ebenfalls ein besseres Arbeiten ermöglichen soll. (Bild unten)

Die Besucher konnten an kleinen Garnproben testen, wie die Nadeln in der Hand liegen und wie es sich damit stricken lässt. Der einzige Wermutstropfen: Die neuen Stricknadeln werden erst im November ausgeliefert. Aber dann werden wir für euch testen, bis die Wolle qualmt!

Ebenfalls neu sind die lang erwarteten doppelten tunesische Häkelnadeln in großen Größen, und weiteres Handarbeitszubehör aus dem Hause Prym.

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Ein farbliches Kontrastprogramm gab es bei Gütermann zu sehen. Hatte Prym einen futuristischen Look gezeigt, so kamen Freunde von Vintage hier auf ihre Kosten. Das Konzept der letzten Jahre wird damit konsequent fortgeführt, Stoffe und Accessoires im Shabby Chic Stil werden durch passende Komplettsets ergänzt, welche im Fachgeschäft den Kunden einen Hauch von englischem Lebensstil spüren lassen.

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Neben den großen Ausstellern sah man mehr und mehr kleinere Firmen aus aller Welt, die mit zum Teil ungewöhnlichen und neuen Ideen vor Ort waren. In Mützen eingebaute Kopfhörer, neue Anbieter von Schnittmustern aber auch bereits bekannte Firmen aus ganz anderen Fachgebieten, die mit neuen Produkten eine Brücke schlagen zwischen Basteln und Handarbeit.

So kam zum Beispiel der Farbenhersteller Marabu zur Messe, um vor Ort zu zeigen wie man mit Stoffspray auch Gestricktes aus Baumwolle trendig aufarbeiten kann. Im Bild zeigt Marianne Zender von Marabu ihren interessierten Zuhörer die Anwendung von Fashionspray. Somit beschränkt sich die Verarbeitung von Garn und Stoff nicht „nur“ auf das Erstellen eines Werkstücks, sondern kann durch weitere Bearbeitung verändert und verbessert werden. Weitere Firmen boten Materialien an, mit denen man Stoff und Garn manipulieren kann. Wir werden einige davon für euch testen und dann berichten.

Darunter im Bild als kleine Anekdote die „Selbstbedienung“ eines Garnherstellers, eine lobenswerte Idee, mit der jedem Besucher der Messebesuch versüßt werden kann.

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Zum Schluss möchte ich für meinen Bericht noch einmal ganz zum Anfang der Messe gehen: Schon nach dem Einlass bot sich mir ein völlig anderes Bild als in den Vorjahren. Bereits 2015 hatte die Messeleitung die Hallen umgestaltet. Dieses Jahr sind die Stände nicht nur erneut innerhalb der Messe Deutz umgezogen, sondern auch stark erweitert worden. Handarbeiten boomt und somit auch die Branche. Letztes Jahr haben wir euch berichtet, dass Häkeln in 2014 einen enormen Zulauf erhalten hatte. In 2015 hat das Nähhobby diesen Megatrend sogar noch überholt.

Hier die Daten (Quelle koelmesse):

An der h+h cologne 2016 beteiligten sich 399 Unternehmen (2015: 379) aus 43 Ländern (2015: 43), davon 70 Prozent (2014: 68%) aus dem Ausland. Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen zur h+h cologne 2016 rund 14.800 Fachbesucher (2015: 14.751) aus 68 Ländern (2015: 67), davon 37 Prozent (2015: 30%) aus dem Ausland.

Wie ihr sehen könnt, kamen 20 neue Aussteller und nur wenig mehr Fachbesucher. Doch vor Ort wirkte das Angebot deutlich vielseitiger, die Stimmung war gut bis erwartungsvoll. Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre hat seinen Zenit noch lange nicht erreicht.

Was sagt das uns, dem Endverbraucher? Wer gern handarbeitet, strickt, häkelt, näht oder einem der anderen Hobbies mit Stoff und Wolle frönt, für den herrschen goldene Zeiten. Nie war das Angebot vielseitiger, innovativer und das alles ohne den Mief, der dem Hobby lange Zeit anhaftete. Die Jugend hat DIY und Handarbeiten entdeckt. Die Alten tun es sowieso. Neue Handarbeitsgeschäfte wagen den Schritt in die Selbstständigkeit und die h&h ist der Zeiger an der Waage, in welche Richtung die Reise gehen soll.

 

Die nächste h&h findet vom 31.03. bis 02.04.2017 statt.

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Disclaimer:
Diesen Bericht schrieb Bärbel Born, Dagmer Jansen war vor Ort. Unser Messebesuch wurde durch Eintrittskarten von Karo und Streifen sowie der Firma Prym gesponsort. Der Artikel spiegelt unsere eigene Meinung wieder.

Die Bastelwelt traf sich in Frankfurt

Wir haben euch ja kürzlich einen Überblick über die große Bastelfachmesse CHA in USA gegeben. Am vergangenen Wochenende fand ihr europäisches Pendant, die Creativeworld in Frankfurt, statt. Den meisten von euch wird der Unterschied zwischen sogenannten Endverbrauchermessen und Fachmessen bekannt sein, doch falls euch das nicht klar sein sollte, versuche ich es kurz zu erklären:

Verbrauchermessen sind meist sehr gut besucht. Die Stände auf der Messe verkaufen an die Besucher ihre Ware, dabei ist jeder darauf bedacht, die besonders beliebten Produkte in ausreichender Stückzahl vor Ort zu haben. Diese findet man darum an vielen Ständen, denn jeder will sie anbieten. Verkauft werden weniger unterschiedliche Produkte, jedoch in großer Stückzahl. Jeder einzelne Kunde kauft für seinen Bedarf und was er tragen kann.

Auf der Fachmesse bieten Hersteller und Großhändler ihre Waren feil. Einlass bekommt nur, wer einen Gewerbeschein hat, journalistisch tätig ist oder für eine Institution einkauft (Schulen, Kindergärten). Hier werden vielfältige Waren präsentiert, jedoch nicht zum Mitnehmen. Man kann „ordern“, das heißt die gewünschte Ware bestellen und diese wird dann zu der jeweiligen Ladenadresse geliefert. (Verkauf vor Ort ist untersagt)

Man kann sich nun denken, dass hier die Auswahl anders ist. Da auf der Fachmesse niemand etwas sofort mitnehmen kann, sind hier die einzelnen Waren nur jeweils einmal- als Ansichtsexemplar- vorhanden, die Warengruppe aber dafür breiter gefächert. Der Händlerkunde bestellt natürlich weit mehr, als er für sich braucht, denn er will ja an seine Kunden weiterverkaufen. Das heißt, es sind weniger Käufer vor Ort, diese kaufen aber viel größere Mengen pro Kunde.

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Junge Künstler am Stand von Posca

Ein anschauliches Beispiel: In der kommenden Saison sind als Bastelmaterial rote Holzperlen der Renner (Gott bewahre!). Auf einer Verbrauchermesse ( wie die Creativa in Dortmund) wird nun jeder 5te Stand rote Holzperlen verkaufen, aber keine blauen. Das freut den Besucher, denn jeder wird seine roten Perlen bekommen können. Wer jedoch lieber blau möchte, der geht leer aus.

Auf der Fachmesse sollen die Händler nun entscheiden, welche Waren sie für ihre Läden einkaufen. Sie haben gehört, dass rote Holzperlen gefragt sind und ordern natürlich. Der Hersteller oder Großhändler bietet aber auch grüne, blaue oder schwarze an, es liegt am Händler, welche Auswahl er seinen Kunden bereitstellt. Außerdem zeigen die Hersteller auf der Fachmesse, welche neuen Produkte sie entwickelt haben. Jedes Jahr kommen neue Bastelartikel auf den Markt, mit denen die Produzenten punkten wollen.

Das Ganze ist ein wenig wie ein Glückspiel. Jeder in der Branche wüsste gern, was die Kunden in den kommenden Monaten haben möchten. Trendscouts legen ihre Ohren auf die Gleise um zu hören, welcher Bastelzug in Zukunft auf uns zurollen wird. Aus dem riesigen Angebot der Aussteller sucht eine fachkundige Jury die vielversprechenden Materialien heraus.

Natürlich hat keiner von ihnen eine Wahrsagekugel und liegt auch schon mal komplett daneben. Meist haben sie aber den richtigen Riecher. Dann entsteht ein Trend, der sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammensetzt. Dieser Trend wird von den Händlern aufgegriffen, und ihr werdet nicht nur eure roten Holzperlen im Laden um die Ecke bekommen (wenn ihr zu den Glücklichen zählt, die einen Bastelladen in der Nähe haben), sondern auch das passende Ideenbuch, Zubehör und Muster im Schaufenster.

Ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Was die Trendfüchse dieses Jahr für euch erschnüffelt haben, das stand auf der Creativeworld schwarz auf weiß und umgekehrt zu lesen. Zunächst die allgemeinen Leitthemen mit Beispielen:

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Diese recht allgemein gehaltenen Begriffe umreißen nur allgemeine Tendenzen. Das verhindert, dass nun alle Händler sich auf ein einziges Produkt stürzen und ihr wirklich nur rote Holzperlen in den Läden bekommt. Mit den Leitthemen der Messe wird es nun auch- um bei unserem Holzperlenbeispiel zu bleiben- auch Perlen aus Glas und rote Lederbänder geben.

Konkret umgesetzt bedeutet das, das Jahr 2016 wird mit klaren Formen gemustert und es fühlt sich gut an.

Keine Angst, es geht auch noch konkreter! Die Jury hat sich für ausgewählte Produkte entschieden, die oben genannte Themen ideal wiedergeben können. Manches wird euch vertraut vorkommen (roter Stern), anderes ist brandneu (weißer Stern) und anderes bereitet bekannte Themen auf neue Weise auf.

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Als besonders sehenswert haben die Kreativtester den Pinsel „Oktopus“ von der Pinselfirma Lineo eingestuft. Das Ding sieht aus wie Omas Wischmopp, aber wer das Video gesehen hat (das könnt ihr HIER sehen), der wird das mit anderen Augen sehen. Tolles Teil!

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Einen weiteren, absolut heißen Trend hatte der Veranstalter, die Messe Frankfurt, bereits im Vorfeld ausfindig machen können und in einer Presseerklärung angekündigt. Vielleicht konnten sie einen Blick in die geplante Produktpalette der ausstellenden Firmen erhaschen? Denn gleich vier Anbieter hatten ihre Stände im Look von

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gestaltet. Weitere boten passende Produkte an. Allen voran die deutsche Firma Marabu.

Marianne Zender von der Firma Marabu hat immer die neusten Trends im Ärmel.

Marianne Zender von der Firma Marabu hat immer die neusten Trends im Ärmel.

Straßenkunst war ebenfalls bei Molotow, Posca und Montanacolors zu sehen. Bei Letzteren haben eure Testerschwestern sich ganz dreist selbst verewigt, und auf dem aufgestellten Malbrett ihren Schriftzug hinterlassen.

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kreativtester Kunst am Stand von Montanacolors

Insgesamt waren 40 Unternehmen mehr angemeldet als im Vorjahr, auf den parallel staffindenden Messen Creativeworld, Paperworld und Christmasworld (CPC). Neben Streetart sind Stoffe das Thema für das aktuelle Jahr – aber nicht im traditionellen Sinn: „Wir haben erstmals unsere neueste Produktinnovation vorgestellt – den Korkstoff“, sagte Stephan Rayher, Geschäftsführer von Rayher Hobby.

Der neuartige Stoff der Saison: Mit Kork kaschierter Stoff für vielseitige Anwendung.

Der neuartige Stoff der Saison: Mit Kork kaschierter Stoff für vielseitige Anwendung.

Ganz neu auf dem Markt ist die Textilsprühfarbe für dunkle Textilien von der Firma Marabu. Sie ergänzt das breite Angebot an Produkten für das textile Gestalten auf der Creativeworld ebenso wie neuartige Farben für Stoffe von der Firma Viva Decor.

Nach diesem kurzen Streifzug in die Welt der Bastelbranche möchte ich mich verabschieden. Was es neben Kunst, Streetart und Stoffdesign noch zu sehen gab, das erzähle ich euch in den kommenden Tagen in meinem eigenen Blog. Nachfolgend möchten wir euch gern zeigen, wie Kreativtester und deren Freunde das Streetart-Thema umsetzen. Ich hoffe, es hat euch gefallen, und ihr schaut bald wieder rein.

Eure Testerschwester Bärbel

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Streetart à la Kreativtester

 

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Streetart Grußkarte von Heike Linnek

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Streetart Grußkarte von Heike Linnek

Streetart Bild und Rahmen von Holger Minotto

Streetart Bild und Rahmen von Holger Minotto

Creativeworld 2015 – Tim Holtz und Dyan Reaveley

Die Creativeworld in Frankfurt besuchen zu dürfen, ist ein super Erlebnis. Das I-Tüpfelchen war, dass wir von der Messe Frankfurt in die Bloggerlounge eingeladen und wie die Presse behandelt wurden. Insgesamt waren wir etwa 30 Blogger, die sich teils schon kannten, teils aber so wie ich das erste Mal dabei waren. Es war eine fröhliche und herzliche Stimmung mit toller Unterstützung und Erläuterungen seitens der Messe, aber auch einem tollen Austausch mit den anderen Bloggern.

Ein Highlight der Creativeworld war für uns die Demonstration von Tim Holtz für die Firma Ranger am Stand von Vaessen.

Dabei war es nicht einfach, überhaupt soweit an den Stand heranzukommen, um vernünftige Bilder machen zu können. Denn nicht nur die Kreativtester waren begeistert, auch viele, viele andere überwiegend weibliche Messebesucher waren an seinen Stand gekommen, um ihn zu sehen. Während Testerschwester Heike sich vor dem Stand einen guten Platz ergattert hatte, habe ich mich von hinten an den Tisch herangepirscht. Von diesem Platz aus konnte ich zumindest teilweise seine Arbeit beobachten.

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Erstellt hat er während seiner Demonstration große Tags und hat gezeigt, dass mit nur wenigen Produkten wunderschöne Werke entstehen können. Unter anderem hat er die neue Distress-Farbe Cracked Pistachio vorgestellt, die natürlich in den Vordergrund gestellt wurde. Bis Ende des Jahres wird an jedem ersten Freitag im Monat eine weitere Farbe der Distress Ink-Reihe vorgestellt.

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Nach dem Färben kamen die Layering Stencils zum Einsatz.

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Es wurde weiter gestempelt, getupft und embosst. Das fertige Tag habe ich leider nicht mehr vor die Linse bekommen, der Andrang war einfach zu groß. Deswegen nur noch ein Foto vom fast fertigen Werk. Alles in allem hat so ein Werk jedoch sicher nicht mehr als 10-15 Minuten gedauert, das hat mir gefallen, denn nicht immer hat man stundenlang Zeit zum basteln.

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Bevor wir den Stand wieder verlassen haben, konnten wir noch eine wunderbare Szene einfangen. Neben Tim Holtz war eine weitere tolle Designerin für die Firma Ranger auf der Messe, Dyan Reaveley.

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Dyan kam während der Demonstration und Testerschwester Heike konnte ein kurzes Video drehen, welches zeigt, wie sympathisch und gelassen beide Designer den Creativeworld-Trubel nahmen.
In aller Ruhe hat Tim Holtz seine Demonstration unterbrochen, um gemeinsam mit Dyan ein Foto mit einem kleinen Mädchen zu machen. Das hat uns mächtig begeistert!

Eins weiß ich genau, im nächsten Jahr bin ich mit Sicherheit früher am Stand, um einen noch besseren Platz zu bekommen. Tim Holtz live ist ein Erlebnis!

Kreativ Welt in Frankfurt

Auf den letzten Drücker haben die Kreativtester es doch noch zur Frankfurter Messe geschafft, das war ein Ritt. Immer noch erschöpft aber zufrieden können wir davon berichten.

Die Messe war für Besucher gut organisiert. Es gab einen großen, gut auffindbaren Parkplatz und einen regelmäßigen Shuttleservice bis unmittelbar vor die Messetüren.

Zwei Hallen boten ein Kaleidoskop an Sortimenten rund um schöne Dinge zum selber machen: Home Decoration, Handarbeiten, jede erdenkliche Form des Bastelns, Kosmetik, Schmuckherstellung und und und. Überall saßen konzentrierte Menschen an Workshoptischen.  Vor allem in Halle 1 fielen mir auch viele Mitmachprojekte für Kinder auf!

Da die Messe so eine Vielfalt an Themen bot, war das Angebot für reine Stempler und Scrapbooker entsprechend eingeschränkt. Das hat jedoch den Vorteil, dass man sich intensiver mit den Ständen beschäftigen kann, die einen besonders interessieren. Und so sah es aus, als wenn alle Besucher zu ihren Mässeschnäppchen gekommen sind, denn es mangelte nicht an dicken Rucksäcken und Einkauftrolleys. Letztere durften, im Gegensatz zu manchen anderen Messen, auch mit in die Hallen genommen werden.

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Es gab viele Workshops für große und kleine Besucher

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Kennt ihr noch das Kinderpiel Himmel und Hölle? Man hat ein Quadrat zurecht gefaltet, beschriftet. Die Mitspieler nannten eine Zahl, aus der sich dann eine lustige Vorhersage machen lies. Diese Lampen waren über und über mit kleinen Himmel und Hölle Faltwerken besetzt.

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Bei Marabu wurden verschiedene Techniken mit Schablonen und Stofffarben gezeigt. Wer jetzt noch unifarbene Sneaker trägt, ist selber Schuld.

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Ein Adventskalender aus Streichholzschachteln bei Kulricke.

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Noch ein Adventskalender

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Wir trafen auch die Faltkarten-Familie, deren Ink-Spray wir neulich getestet haben. Ein Klick auf das Foto führt euch direkt zum Artikel.

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Weihnachtsbaum bei den Schweden von Reprint.

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Dieser Adventskalender stammt von Scrapbook Heaven.

Da man nicht alles fotografieren kann, haben wir den Schwerpunkt auf Inspirationen für Adventskalender gelegt. Noch ist genug Zeit, einen solchen für eure Liebsten zu basteln!

Eure Kreativschwester Heike