Winsor & Newton Pigmentmarker – zeichnen, colorieren, ausmalen

Ausmalen, ein Trend der nicht aufzuhalten ist, immer mehr Fans findet und damit bei den Stiftherstellern für Hochkonjunktur sorgt. Farbstifte in allen Formen und Varianten werden zum Ausmalen eingesetzt, aber nicht nur dafür, einige Farbstifte erfreuen sich auch beim Lettering, beim Doodeln oder beim Skizzieren großer Beliebtheit. Elvan hat dazu einen interessanten Beitrag zum Thema Lettering geschrieben, ein paar Stifte angeschaut und ausprobiert.

Die Farbhersteller lassen sich immer wieder etwas neues einfallen, arbeiten mit Künstlern zusammen, optimieren und stellen aus den Anregungen und Wünschen neue Produkte her. Eines aus dieser Zusammenarbeit entstandene Produkt, einen neuen Farbstift, möchte ich Dir vorstellen, den Winsor & Newton Pigment Marker.

Kennst Du den Winsor & Newton Pigment Marker?

 Winsor-Pigment-1

Schon vor einer Weile ist mir der Winsor & Newton Pigment Marker ins Auge gesprungen. Ich kann nicht genau sagen, was meine Aufmerksamkeit geweckt hat, aber sie war da und meine Neugier groß.

Vielleicht kennst Du das ja auch, wenn Du etwas gesehen hast und es nicht mehr aus dem Kopf bekommst, Du das gesehene unbedingt haben und ausprobieren möchtest. So ist es mir mit dem Winsor und Newton Pigment Marker gegangen. Ich habe ihn gesehen, und wollte ihn haben, ich wollte wissen, wie es sich damit malen lässt und ob er tatsächlich so Farbbrillant, wie auf den Bildern, ist.

Auf der Creativeworld in Frankfurt Anfang des Jahres habe ich auch nach dem Pigment Marker Ausschau gehalten und bin mit einem Vertreter für Winsor & Newton ins Gespräch gekommen. Er hat den Marker in allen Facetten vorgestellt und meine Neugier und der Wunsch, damit zu malen, wuchs. Ein paar Striche auf der Messe zu machen, ist doch etwas anderes, als im Studio selbst damit zu arbeiten und den Stift längerfristig ausprobieren zu können. Am liebsten hätte ich die Marker gleich von der Messe mitgenommen, aber das ging leider nicht, also musste ich mich ein wenig gedulden.

Winsor-Pigment-5

Vielleicht bist Du dem Winsor & Newton Pigment Marker ja auch schon begegnet und hast dich gefragt, was es mit dem Farbstift auf sich hat, was diesen Marker zu etwas besonderem macht?

Ein paar Antworten darauf, versuche ich Dir mit der Vorstellung des Winsor & Newton Pigment Marker heute zu geben. Sollte eine Frage offen bleiben, dann bitte hinterlasse einen Kommentar. Ich tausche mich gerne mit Dir aus.

Besondere Merkmale

Das besondere an dem Winsor & Newton Pigment Marker sind die Pigmente, die besonders hochwertig und lichtbeständig sind und dass der Farbauftrag trotz Alkoholbasis nicht sofort trocknet.

Vor vielen Jahren bin ich dazu übergegangen, mir die Farben und deren Beschaffenheit genauer anzusehen. Ein ganz wichtiges Qualitätsmerkmal für mich ist dabei die Lichtbeständigkeit. Es ist kaum etwas ärgerlicher, als ein schönes Deko-Objekt, eine Leinwand oder ein Bild zu gestalten und dann schon nach kurzer Zeit zu entdecken, dass es an Farbintensität und Brillianz verloren hat. Das kann Dir beim Malen und Gestalten, laut Hersteller, mit dem Pigment Marker nicht passieren, denn Winsor & Newton wirbt damit, dass die Farben 100 Jahre überdauern. Der Winsor & Newton Pigment Marker basiert auf lichtbeständigen, hochwertigen Pigmenten.

Wichtig für die Alterungsbeständigkeit sind nicht nur hochwertige Pigmente, sondern auch die Zusatzstoffe, die bei der Herstellung der Farben verwendet werden. Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus Materialien und Erfahrung, die am Ende ein tolles Farbmedium entstehen lassen.

Die Farbe fließt leicht beim Malen, Schreiben und Skizzieren aus den Markerspitzen. Die Farbpigmente bleiben auf dem Papier stehen und lassen sich auf dem glatten Papier gut ineinander malen. Selbst mit den Fingern lässt sich die Farbe wischen und verziehen.

Die besten Ergebnisse werden auf glatten, nicht saugenden Papieren erzielt, Winsor & Newton bietet ein passendes auf die Marker abgestimmtes Papier an. Auf saugenden Papieren sind die Pigment Marker von der Wiedergabe kräftig und brillant, können aber nicht so schön ineinander gezogen oder mit anderen Mal- und Effekttechniken eingesetzt werden.

Winsor-Pigment-3

Der Farbauftrag ist typisch für Marker. Die Strichführung ist erkennbar und erlaubt schon beim Farbauftrag Schattierungen, das besonders beim Schreiben von Vorteil ist. Da der Farbauftrag nicht sofort trocknet können die Farben gut verwischt und mit dem Blender verzogen werden.

Winsor-Pigment-7

Eine weitere Besonderheit ist das ergonomische Design, das nicht nur sehr ansprechend aussieht, sondern auch für eine gute Lage in der Hand sorgt. Die asymmetrische Form lässt den Marker schlank und edel aussehen sowie die weiße Grundfarbe des Markers.

Die Farbe des Markers kann durch die Wiedergabe des Farbtons, der durch eine ca. 0,5 cm breite, unterbrochene, umlaufende Linie auf dem Stift dargestellt wird, schnell erfasst werden.

Winsor-Pigment-6

Der Pigment Marker hat zwei Spitzen, eine breite, meißelförmige und eine feine Spitze. Die Form des Markers ist den jeweiligen Malspitzen angepasst. So ist der Stift, wie der Hersteller beschreibt, mit einem runden Griff für mehr Leichtigkeit und Komfort beim Malen mit der breiten Spitze ausgestattet und mit einem dreieckigem Griff für mehr Kontrolle und Präzision beim Zeichnen und Skizzieren.

Winsor-Pigment-2

Die Verschlusskappen lassen sich leicht abnehmen und wieder verschließen. Die Kappen lassen sich durch die unterschiedlichen Größen und Formen sowie durch die Farbmarkierung, die sich auf der Verschlusskappe für die Markerspitze befindet, leicht auseinander halten.

Gibt es noch mehr Besonderheiten?

Ja, Winsor & Newton hat in der umfangreichen Farbpalette von 118 Farbtönen auch 2 Blender, einen farblosen und einen weißen Blender. Mit diesen beiden Blendern können die Farben in weitere Farbnuancen abgestuft, gemischt, schattiert sowie Effekte erzeugt werden.

Das klingt nicht nur spannend, sondern macht auch Spaß und bietet viele Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten sind auch beim Ausmalen eine Bereicherung.

Die Farben sind aber nicht nur mit den Blendern zu verändern, sondern sind auch untereinander mischbar.

Winsor-Pigment-4

Zu den Pigment Markern bietet Winsor & Newton auch ein speziell entwickeltes Marker Papier an.

TIPPS zur Erhaltung und Pflege der Pigment Marker

In der Broschüre zum Pigment Marker findest Du nicht nur eine ausführliche Beschreibung der Marker, sondern auch etwas zur Erhaltung und Pflege. Ein paar der Tipps kennst Du sicher schon, denn sie treffen nicht nur auf den Pigment Marker zu, wie z. B. das Ausmalen des Blenders nach Gebrauch oder des Markers, der zum Mischen zweier Farbtöne eingesetzte wurde. Auch das ein Stift nach Gebrauch wieder verschlossen werden sollte, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen und die Spitzen zu erhalten, ist nicht neu. Aber wir wissen ja, wie schnell im Eifer des Gefechtes so manches in Vergessenheit gerät.

Der Pigment Marker ist für glatte Papiere ausgelegt. Auf diesen zeigt er sich in seiner ganzen Pracht, Farbmischungen und Akzente lassen sich perfekt anlegen und die Malspitzen werden geschont. Raue Papiere oder das Malen auf Acryl, Öl, etc. können die Haltbarkeit der Spitzen herabsetzen und das Malergebnis beeinträchtigen.

Ein weiterer Punkt ist die Aufbewahrung der Marker. Es wird darauf hingewiesen das der Pigment Marker liegend aufbewahrt werden sollte, um ein Auslaufen und Verstopfen in der Spitze zu vermeiden.

Winsor-Pigment-8

Mir hat das Ausprobieren und Kennenlernen sehr viel Spaß gemacht und ich werde die Pigment Marker sicher öfter einsetzen. Die Farbbrillanz, die ich auf den vielen Bildern im Internet gesehen habe, spiegelt sich in jedem Strich wieder und es ist ein Vergnügen die Leuchtkraft in sich aufzunehmen. Mal schauen, wo und wie die Pigment Marker in nächster Zeit so zum Einsatz kommen.

Liebe Grüße und bis bald
Deine Dani

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

Die Pigment Marker wurden mir zum Testen und Ausprobieren von Winsor & Newton zur Verfügung gestellt.

Stempel selber machen – Buchvorstellung und Test

Letzte Woche hat Bärbel euch hier erklärt, wie professionelle Stempel hergestellt werden. Mit ein wenig Fantasie und Freude am ausprobieren kann man darüber hinaus auch alle möglichen Materialien des Alltags, von Luftpolsterfolie über Schuhsohlen bis Gummibändern, zum stempeln verwenden. Aber was ist, wenn man Stempel selbst schnitzen möchte? Wenn man sich bestimmte Motive wünscht oder eigene Designs oder Ideen im Kopf hat?

Hierzu gibt es hilfreiche Bücher, eines davon habe ich auf Herz und Nieren getestet. Es heißt „StempelGlück“ von Geninne D. Zlatkis und ist in der Topp-Reihe beim frechverlag erschienen.

linnek_schnitzenCover

Gennine D. Zlatkis: StempelGlück :Kunstvolle Stempel selbst gemacht zum Gestalten von Karten und Stoffen. Hardcover, 132 Seiten, 21,5 x 25,4 cm . TOPP 5895. ISBN 9783772458958

Das Buch

Inhaltsangabe und Angaben des Verlags:

>>Die Leidenschaft der bekannten Illustratorin Geninne D. Zlatkis für die Natur und für Farben prägt ihre einfache, aber elegante Kunst und die handgeschnitzten Stempel, die viele ihrer Designs zur Schau stellen. Dieses wunderschön illustrierte, mit Schrittfotos versehene Buch umfasst alle Grundlagen für das Anfertigen handgeschnitzter Stempel, das Auftragen der Farbe, das Zusammenstellen von Motiven und vieles mehr.

Buch inklusive:

• 20 kunstvolle Projekte (darunter Tragetasche, Tagebuch, Kissen, Geschenkanhänger, Briefpapier, Briefumschläge, Wanddeko, etc.)
• anschauliche Anleitungen für das Stempeln auf Papier, Stoff, Ton und anderen Materialien
• 50 einzigartigen Motiven von Geninne Zlatkis.<<

Mit seinem Hardcover, durch seine Gestaltung, das Layout sowie die vielen schönen und hilfreichen Fotos, macht das Buch einen  ansprechenden und erfrischend modernen Eindruck. Nach einer kurzen Einleitung werden die Grundlagen zum selber schnitzen erklärt, dabei geht die Autorin auf benötigte Werkzeuge und Materialien genauso ein, wie auf Stempeltechniken, Design und Inspirationsquellen. Diese ersten 30 gut bebilderten Seiten sollte man wirklich komplett lesen, denn sie bieten das Rüstzeug, mit dem man sofort loslegen kann, wenn man schon die benötigten Materialien zur Hand hat. Auf diese werde ich im Verlauf des Artikels noch weiter eingehen.

Im zweiten Teil regnet es auf über 60 Seiten Projektideen, Anleitungen und Inspirationen. Genine D. Zlatkis legt dabei eine große Bandbreite zur Verwendung von Stempeln offen, sie zeigt das arbeiten mit Papier genauso wie auf Stoff und anderen Materialien wie Stein, Modelliermasse oder Dekorationsgegenstände. Die Botschaft hierbei lautet ganz klar: es gibt nichts, was man nicht bestempeln kann. Zusätzlich geht die Autorin auch auf die Themen nähen und sticken ein, soweit sie für die vorgestellten Projekte verwendet werden.

Die Anleitungen selbst sind übersichtlich und die Texte eher kurz gehalten. Zu jedem Projekt gibt es eine ausführliche Materialliste und Schritt-für-Schritt Erläuterungen. Dabei finden sich auch immer wieder allgemein hilfreiche und praktische Tipps.

Der letzte Teil bietet die Vorlagen zu den zuvor vorgestellten Projekten und weitere Motive.

Alles in allem eignet sich das Buch sowohl für Einsteiger als auch versierte Stempler.

Das Material

Es ist nicht viel, was man zum Stempel schnitzen benötigt. Der Empfehlung der Autorin entsprechend, habe ich mir ein Set mit Linolschnitz-Werkzeug angeschafft. Diese Sets, meines ist die fünf Schneidewerkzeuge enthaltende Linolschnitt-Garnitur der Firma ABIG, bekommt man schon für unter 10€ im Fach- und Onlinehandel.

linnek_schnitzen001q

Ein wenig kniffeliger gestaltete sich die Suche nach den Schnitzblöcken. Zwar kann man auch auf dicke Radiergummis, z.B. aus dem örtlichen Schreibwarenladen, zurückgreifen, aber ich wollte sofort in die Vollen gehen und direkt mit den von der Autorin erwähnten Stempelgummis in Blöcken arbeiten. Im Buch selbst werden weder konkrete Bezugsquellen noch Firmen genannt. Auf dem Blog der Autorin konnte ich ausmachen, welche Gummis sie verwendet, diese werden aber nicht mehr hergestellt oder sind für uns nur aus Übersee zu bestellen. Aber dann bin ich auch hierzulande fündig geworden und siehe da, die Blöcke sind auch noch sehr preiswert. Am Ende des Artikels findet ihr einige online-Bezugsquellen dazu, vielleicht werdet ihr aber auch in eurem örtlichen Geschäft für Künstlerbedarf fündig.

Für die meisten Projekte im Buch empfiehlt die Autorin die Verwendung von Pigment-Stempelkissen, für das drucken auf Stoff für Textilien bestimmte Stempelkissen. Zu diesem Thema fände ich paar konkretere Angaben passend, denn vor allem Einsteiger wissen mit den Bezeichnungen nicht unbedingt sofort etwas anzufangen und müssen sich somit anderweitig, im Fachhandel oder über Internet-Recherche, schlau machen. Wie auch sonst im Buch wird auf die Nennung konkreter Quellen oder Firmen verzichtet. Daher findet ihr auch dazu eine kleine Übersicht am Ende dieses Artikels.

Aber keine Panik, bei meinen Tests hat sich herausgestellt, dass diese Stempel auch mit wasserbasierten Stempelkissen wunderbare Abdrücke erzeugen.

Der Praxistest

Mein erster selbst geschnitzter Stempel ist ein Kleeblatt in negativ und positiv nach eigenem Entwurf, wobei ich mich Schritt für Schritt an die allgemeinen Anweisungen im Buch gehalten habe.linnek_schnitzen_Collage01

Dann geht es los mit der Schnitzerei. Man benötigt keine großen Kräfte, die Schnitzmesser schneiden durch das weiße Gummi wie durch einen Butterblock, das Scheidewerkzeug liegt sicher und wie ein Stift in der Hand.

linnek_schnitzen_Collage1 linnek_schnitzen_Collage2Für die Stempelabdrücke habe ich Memento-Pigmentstempelkissen benutzt. Das erste Kleeblatt ist ein negativ-Druck, bei dem die Außenlinien nicht drucken. Das nächste Kleeblatt ist ein positiv-Stempel, bei dem nur die Außenlinien drucken.

linnek_schnitzen_collage3

Nach diesen ersten Versuchen habe ich mich mit dem Fisch dann an eine Vorlage aus dem Buch gewagt. Dieser ging erstaunlich schnell und einfach umzusetzen, sodass ich noch Blubberblasen und eine Wasserpflanze ergänzt habe. Dieses Mal sind die Stempelabdrücke mit wasserbasierten Tusche-Stempelkissen entstanden.

linnek_schnitzen_collage4Man gewöhnt sich schnell an die Handhabung der Materialien und wird mit jedem Versuch besser. Waren die Kleeblätter noch ziemlich grob, so konnte ich die Wasserpflanze schon recht filigran gestalten.

linnek_schnitzen28q_fischtagsX

Fazit: Das Buch „StempelGlück“ hat mir tatsächlich eine neue Welt eröffnet. Das Thema ist spannend und vielfältig. An das selber schnitzen hatte ich schon oft gedacht, aber ohne diese Einführung hätte ich das Vorhaben bestimmt noch ewig vor mir hergeschoben und dann garantiert viele Fehler gemacht. Sowohl die Tipps, als auch die Vorlagen, Informationen und Inspirationen von Gennine D. Zlatkis gefallen mir sehr gut.

Falls es euch auch erwischt hat, lasst es uns doch wissen. Wir freuen uns über eure Kommentare oder Bilder hier, per Mail oder auf unserer KT-Facebookseite.

Hier kommen noch die versprochenen Zusatzinfos zu Firmen und Bezugsquellen.

Liebe Grüße Heike

Stempelblöcke: hier findet ihr einige Bezugsquellen für die weißen, weichen Schnitzblöcke der Firma FACTIS:

Stempelkissen: hier habe ich euch ein paar namentliche Beispiele für die verschiedenen Arten von Stempelkissen zusammengestellt. Wer inhaltlich in die Materie „Stempelkissen“ einsteigen möchte, dem kann ich diese Übersicht auf den Seiten der Stamping-Fairies empfehlen oder er wartet einfach, denn demnächst wird Testerschwester Bärbel das Thema hier behandeln.

  • Pigmentstempelkissen: Color Box, Memento, Stampin Up! Craft,
  • Wasserbasierte = Tusche Stempelkissen (Dye Ink): Distress, Stampin Up!
  • Stempelkissen für Textil: Memento Luxe

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

 

Einführung in FIMO

Hallo Ihr Lieben.

Heute möchte ich Euch einen schnellen Überblick über Fimo, die ofenhärtende Modelliermasse, aus dem Hause Staedtler geben. Ich arbeite schon seit einigen Jahren damit. Zuerst mit Fimo Classic, nun mit Fimo Professional. Hauptsächlich kreiere ich Schmuck, aber von Zeit zu Zeit auch Knöpfe, Anhänger oder Miniaturen für’s Puppenhaus. Man kann auch toll Bleistifte „aufmotzen“. Ich hab mal ein paar Fotos mitgebracht:

Kette aus FIMO

Kette aus FIMO

Armreifen aus FIMO

Armreifen aus FIMO

FIMO-Cane mit Perlen

FIMO-Cane mit Perlen

Knöpfe aus FIMO

Knöpfe aus FIMO

Schlüsselanhänger mit FIMO-Miniaturen

Schlüsselanhänger mit FIMO-Miniaturen

FIMO-Miniaturen fürs Puppenhaus

FIMO-Miniaturen fürs Puppenhaus

Bleistifte mit FIMO

Bleistifte mit FIMO

 

Was man dazu braucht:

Zu allererst benötigt man dazu natürlich einen Ofen. Ich persönlich verwende nicht den Backofen in der Küche, sondern einen separaten kleinen mobilen Ofen aus dem Discounter. Man riecht das Fimo nach dem Backen und ich hab kein gutes Gefühl, wenn ich danach mein Essen in demselben Ofen zubereite.

Ihr braucht etwas zum Ausrollen. Dazu verwende ich einen Acrylroller und eine Nudelmaschine. Man kann aber auch eine Glasflasche verwenden. Es gibt eine „Nudelmaschine“ vom Hersteller, da kann eine gebrauchte aus dem Auktionshaus gut mithalten. Zur Qualität der original Maschine kann ich nichts sagen. Ich schwöre auf echte Pastamaschinen aus dem Hause Marcato. Die bekommt man gebraucht ab 20€ aufwärts.

Als Unterlage empfiehlt sich etwas mit wenig Struktur. Ich verwende eine Glasplatte, die ursprünglich zur Abdeckung vom Herd gedacht war. Eine Fliese erfüllt den gleichen Zweck.

Sehr wichtig sind scharfe Messer. Ich habe mir den Dreierpack von Staedtler gekauft, verwende aber nur die flexible Klinge. Die Starre rostet leider.

Zur Aufbewahrung muss man darauf achten, dass sich das Plastik mit dem Fimo verträgt! Ich verwende Frischhaltefolie. (Zitat v. Hersteller: Lagerung: Masse in Alufolie oder PE-Beuteln bei Raumtemperatur aufbewahren. FIMO nicht mit Polystyrol, PVC und Styropor in Berührung bringen.)

Wie es funktioniert:

Das ist ganz leicht. Euer fertig modelliertes Teil wird im Ofen bei 110°C für max. 30 Min. Ober- Unterhitze gebacken. Ich empfehle auf alle Fälle, ein Ofenthermometer dazu zu stellen!

Perlen lagere ich gerne auf gefaltetem Papier. Alternativ kann man sie auf Draht backen, das ist aber nicht nötig. Es bleiben keine abgeflachten Stellen vom Papier.

Bild7

Flache Teile lege ich auf Backpapier. Zum Backen lege ich außerdem immer eine Fliese dazu, das bewirkt, dass sich die Wärme gleichmäßiger im Ofen hält.

Nachbearbeitung:

Vom Hersteller gibt es Lack, der extra für Fimo-Werke gedacht ist. Diesen bekommt man in Glänzend und Matt.

Meine Schmuckstücke lackiere ich nicht. Die poliere ich lieber. Dabei werden leichte Verunreinigungen auf der Oberfläche entfernt und die Muster sehen sauberer aus. Profis schleifen erst mit Nassschleifpapier und polieren danach. Da mir das zu viel Arbeit, ist arbeite ich mit Einmalhandschuhen, um Fingerabdrücke zu vermeiden.

Hier hab ich mal einige Fotos zum Vergleich für Euch. Ich poliere übrigens mit einem Dremel, auf den ich Baumwoll-Bodentücher montiert habe:

v.l. Unbearbeitet, nur poliert, Geschliffen und poliert

v.l. Unbearbeitet, nur poliert, Geschliffen und poliert

Was gibt es alles:

Unter dem Namen Fimo gibt es verschiedene Modelliermassen für unterschiedliche Zwecke.

Fimo Classic: ist jetzt Fimo Professional

Fimo Professional: eignet sich besonders für das detailgenaue filigrane Arbeiten.

Fimo Soft: weicher und leichter zu bearbeiten. Nicht so gut geeignet für feine Details.

Fimo Effekt: hier bekommt man besondere Effekte wie z.B. Transparent, Glitter, Nachtleuchtend u.a.

Fimo Kids: sehr weich und leicht zu verarbeiten, CE – zertifiziert.

Fimo Puppen: extra zum Modellieren von Puppen. Gut für feine Details.

Fimo Air: lufttrocknende Modelliermasse.

Vielleicht habt Ihr jetzt Lust bekommen das mal auszuprobieren.

Bis bald, Susanne.

Buchvorstellung: meine Buchbinderei

Hallo zusammen,

in meiner Familie konnten wir vor einigen Tagen einen neuen Erdenbürger begrüßen. Ich habe überlegt, was ich für eine Glückwunschkarte basteln kann. Dabei fiel mir ein kürzlich erworbenes Buch in die Hände.

Es handelt sich um:
Kühne, Franziska: meine Buchbinderei – Notizbücher, Leporellos und Alben selber machen. Erschienen ist es 2015 als Hardcover im EMF-Verlag zum Preis von 12,99 € mit der ISBN 978-3-86355-373-9.
Es hat 64 Seiten und beinhaltet 18 Anleitungen in 3 Schwierigkeitsgraden.

Cover: meine Buchbinderei

Cover: meine Buchbinderei

Der Verlag sagt über das Buch:
Die Papierkünstlerin Franziska Kühne zeigt, welche Materialien man benötigt, erklärt die nötigen Werkzeuge und führt die Grundtechniken Schritt für Schritt vor. Neben vielen Tipps und Tricks finden sich außerdem viele kreative Ideen, bei denen unterschiedliche Materialien wie Papier, Textilien, Leder, Filz, alte Magazine und vieles mehr verarbeitet werden. Dabei entstehen hübsche Bücher und Notizbücher, Hefte, Mappen, Hüllen und Alben in unterschiedlichen Stilen.
Mehr von Franziska Kühne findet Ihr auf ihrer Seite: http://www.emadam.de

Zurück zum neuen Erdenbürger. Beim Durchblättern des Buches stieß ich auf das Sternbuch, in diesem Moment war die Entscheidung gefallen und ich habe gar nicht mehr anderweitig nach anderen Vorlagen geschaut.

DagmarJansen_Sternbuch_004

Das Sternbuch gehört zu den anspruchsvollen Anleitungen und man benötigt einiges an Zeit, um es zu erstellen.

 

Die Anleitung selbst zeigt einen guten und ausführlichen Überblick über das benötigte Material sowie das einzusetzende Werkzeug. Auf zwei weiteren Seiten wird reich bebildert und passend zum Text nummeriert gezeigt, wie das Sternbuch angefertigt wird. Meines Erachtens gibt es ein einziges Manko an dieser Anleitung, es wird an keiner Stelle erwähnt, welche Papiermaße genutzt wurden. So habe ich vor Beginn des Bastelns anhand von Schmierpapier erst einmal ermittelt, wie die Maße sein müssen, damit innerer Stern und äußerer Stern zueinander passen und miteinander verbunden werden können.

Für meine Sternkarte habe ich folgende Maße genutzt:
Der innere Stern hat eine Höhe von 13 cm und wurde alle 4 cm gefalzt.
Der äußere Stern hat eine Höhe von 8 cm und wurde alle 3 cm gefalzt.

In meinem Bastelfundus befinden sich Papiere und alle weiteren Materialien von verschiedenen Firmen, ich habe auch hier wieder ganz verschiedene Dinge verschiedener Firmen genutzt.

DagmarJansen_Sternbuch_002

Den äußeren Stern habe ich rein aus Dekorationszwecken mit einzelnen Papierstreifen beklebt. Dann wurde der äußere Stern auf den inneren gelegt und laut Anleitung miteinander vernäht. Für die Löcher habe ich eine Matratzennadel verwendet, zum Vernähen habe ich eine Stopfnadel verwendet.
Dabei bin ich von der angegebenen Materialliste abgewichen, da ich weder Buchbinderleim noch Heftfaden zur Hand hatte. Ersetzt habe ich diese durch Kleber von Tombow sowie buntem Stickgarn.

DagmarJansen_Sternbuch_003

Die Bänder habe ich jeweils an den Außenkanten aufgeklebt und danach mit einem Deckblatt überklebt. Dazu ein paar bunte Aufkleber in Punktform, die mit ausgestanzten Buchstaben beklebt wurden. So entstand ein ganz individuelles Sternbuch und ich freue mich darauf, das Buch samt weiterer Geschenke an die stolzen Eltern zu überreichen.

DagmarJansen_Sternbuch_001

Schon bei der Entstehung des Sternbuches habe ich mich gefreut, dass das Buch „meine Buchbinderei: Notizbücher, Leporellos und Alben selber machen“ diese schöne Anleitung enthält, mit der ich aufgrund des Buchtitels nicht gerechnet habe. Mit Sicherheit werde ich auch noch andere Anleitungen ausprobieren und empfehle es gerne weiter.

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider.

Einführung in Street Art – mit vielen Fotos zum neuen Trend

Wie Testerschwester Bärbel kürzlich von der CPC-Messe berichtet hatte, ist Streetart ein ausgerufener Trend in der Bastel- und Kreativszene. Aber was ist das eigentlich? In diesem Artikel bekommt ihr eine umfassende Übersicht zum Thema mit  vielen, vielen Beispielfotos.

Lasst uns zu Beginn erst einmal klären: Was ist Streetart eigentlich? Dazu zählt das Wiener Institut für Graffitiforschung alles „von der offiziellen Verhüllung des Reichstages bis zum inoffiziellen Sticker am Stromkasten“. Kurz gesagt: nahezu alles Künstlerische, was „kostenlos zugänglich und außerhalb etablierter Orte der Kunstvermittlung anzutreffen ist“. Dabei geht es den Künstlern nicht um Beschädigung urbaner Infrastruktur, vielmehr geht es darum, möglichst viele Menschen zu erreichen und mit ihnen in Interaktion zu treten. Street Art kann auch politisch sein, muss es aber nicht.

Es gibt also verschiedene Formen der Street Art. Sehr viele! Die bekanntesten Techniken sind (Liste ohne Gewichtung):

Mural

Oft ganze (Haus-)Wände einnehmende Bildwerke. Sie sind oft legale Auftragsarbeiten.

Kleiners Mural von Decycle aus Düsseldorf. Der Soldat mit der Zwangsjacke saß ursprünglich alleine, ohne Flugzeug, dort. Auch ein Beispiel dafür, wie sich Street Art ständig verändert.

Kleiners Mural von Decycle aus Düsseldorf. Der Soldat mit der Zwangsjacke saß ursprünglich alleine, ohne Flugzeug, dort. Auch ein Beispiel dafür, wie sich Street Art ständig verändert.

Mural des deutschen Duos Herakut im Park am Bürgerzentrum in Köln Ehrenfeld.

Mural des deutschen Duos Herakut im Park am Bürgerzentrum in Köln Ehrenfeld.

TIKA, eine schweizer Künsterlin, nannte dieses Mural "Hundstage" Sie bezieht oft verschiedene Materialien in ihre Werke mit ein.

TIKA, eine schweizer Künsterin, nannte dieses Mural „Hundstage“ Sie bezieht oft verschiedene Materialien in ihre Werke mit ein.

Mural von Capitan Borderline, Köln. Gedenkstädte für die Edelweißpiraten.

Mural von Capitan Borderline, Köln. Gedenkstädte für die Edelweißpiraten.

Das Mural des belgischen Künstlers ROA soll zum Nachdenken über die Zustände an Schlachthöfen anregen.

Das Mural des belgischen Künstlers ROA soll zum Nachdenken über die Zustände an Schlachthöfen anregen.

Das Mural von Yaikel aus Santiago de Chile an der Schönsteinstr., Köln führt in die Welt der Anden.

Das Mural von Yaikel aus Santiago de Chile an der Schönsteinstr., Köln führt in die Welt der Anden.

Beeindruckendes Mural des berliner Künstlers Stohead. Die komplette Gebäudewand ziert ein verschlungenes, stilisiertes Spruchband des immer wiederkehrenden Wortes "everybody".

Beeindruckendes Mural des Berliner Künstlers Stohead. Die komplette Gebäudewand ziert ein verschlungenes, stilisiertes Spruchband des immer wiederkehrenden Wortes „everybody“.

Auf den Säulen steht "Not everybody talks but everybody lies" und "Not everybody lives but everybody dies".

Auf den Säulen steht „Not everybody talks but everybody lies“ und „Not everybody lives but everybody dies“.

Trainwriting

Jeder kennt sie, die bunten Züge oder S- und U-Bahnen. Hier gibt es etliche Unterkategorien.
Graffiti (Tag / Throw-Up / Piece)

Die „klassischen“ bunten Wand Graffitis, mit Sprühlack angebrachte Wandbilder, die sich je nach Aufwand der Ausgestaltung unterscheiden. Sie können „hässliche Schmierereien“ oder auch stilistisch und farblich ausgearbeitet sein.

cope2_NewYork_bubbles01

Klassisches Bubbles-Graffiti des New Yorker Altmeisters Cope2 am Design Quartier in Köln Ehrenfeld.

Reverse Graffiti

Umgekehrtes Graffito. Es wird also keine Farbe auf-, sondern etwas vom Untergrund abgetragen. So wird z.B. mi Hilfe eines Hochdruckreinigers und einer Schablone Schmutz und Dreck von öffentlichen Objekten abgenommen. Diese Form wird auch gerne für Werbezwecke eingesetzt.

Wildstyle

Meist sehr verschlungene Schriftzüge, die sehr selten lesbar sind.

Urban Intervention / Urban Hacking

„Durch Umgestaltung oder Verfremdung werden gewohnte Ordnungssystheme irritiert oder in Frage gestellt“. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Guerilla Knitting, das be- und umstricken von öffentlichen Objekten.

Urban Knitting: die Testerschwestern Dagmar und Heike kuscheln mit umstrickten Bäumen.

Urban Knitting: die Testerschwestern Dagmar und Heike kuscheln mit umstrickten Bäumen.

Kacheln / Tile Art

Allgemein bekannt wurden diese Kacheln durch den Künstler Invader, der seine vom Videospiel „Space Invader“ inspirierten Kacheln in den großen Metropolen dieser Welt anebracht hat. Sie sind oft ausserhalb der allgemeinen Reichweite befestigt.

kachel_xDNx

kacheln_ehrenfeld

Nein, das war noch nicht alles!

Jetzt kommen die Formen, deren Techniken auch von Stemplern und Bastlern schon verwendet werden

Stencil / Schablone / Pochoir

Werke, die mit Schablonentechnik auf den Untergrund gebracht werden. Oft werden auch verschiedene Schablonen nacheinander geschichtet, und jede Lage mit einer eigenen Farbe versehen. So werden Stencils auch bunt und sind theoretisch unendlich reproduzierbar.

Joel Richardson ist ein kanadischer Künstler und Filmemacher. Seine Banker-Stencils mit politischer Aussage gibt es in verschiedenen Kombinationen in Köln.

Joel Richardson ist ein kanadischer Künstler und Filmemacher. Seine Banker-Stencils mit politischer Aussage gibt es in verschiedenen Kombinationen in Köln.

Dieses schöne Stencil Mural am Eingang des kölner Bützelpark stammt vom Düsseldorfer Künstler L.E.T. (Les Enfants Terribles). Auf seinem Pullover steht der rebellische Spruch: "I will never say what you want to hear"

Dieses schöne Stencil Mural am Eingang des kölner Bützelpark stammt vom Düsseldorfer Künstler L.E.T. (Les Enfants Terribles). Auf seinem Pullover steht der rebellische Spruch: „I will never say what you want to hear“

Aufwändiges Stencil von Mittenimwald. Der aus Hamburg stammende Künstler hat hier jede Menge provokante Stencils in der Farbsprache Rot, Schwarz und Weiß zusammen gebracht.

Aufwändiges Stencil von Mittenimwald. Der aus Hamburg stammende Künstler hat hier jede Menge provokante Stencils in der Farbsprache Rot, Schwarz und Weiß zusammen gebracht.

Weitere Beispiele für Stencils

Weitere Beispiele für Stencils

Sticker / Aufkleber / Poststicker

Kennt eigentlich jeder von Ampelmasten, Stromkästen, Straßenschildern (oft die Rückseiten), aber auch als Paketaufkleber. Manchmal sind sie bestempelt, beschriftet, bemalt usw..

Oft findet man die Aufkleber an Stromkästen oder auf der Rückseite von Straßenschildern. Hinschauen lohnt sich.

Oft findet man die Aufkleber an Stromkästen oder auf der Rückseite von Straßenschildern. Hinschauen lohnt sich.

Verschiedene Aufkleber, die Botschaft reicht von Werbung (z.B. die Kölner Punkrockband Gedrängel) über politische Aussagen bis hin zu einfachen "Al Bundy"-Motiven

Verschiedene Aufkleber, die Botschaft reicht von Werbung (z.B. die Kölner Punkrockband Gedrängel) über politische Aussagen bis hin zu einfachen „Al Bundy“-Motiven.

Paste Up Poster

Meist Papierposter, die mit Leim auf den Untergrund aufgebracht werden. Sie werden gerne in Siebdruck oder in Kopie angefertigt.

Stencil eines (mir) unbekannten Künstlers

Paste-up eines (mir) unbekannten Künstlers

Paste-up Motiv "spliv as hell" von Doktor Safvf, welches den HipHop Künster Joey Bada$$ abbildet. Dieses Motiv gibt es auch als Acrylbild auf Leinwand zu erwerben.

Paste-up Motiv „spliv as hell“ von Doktor Safvf, welches den HipHop Künster Joey Bada$$ abbildet. Dieses Motiv gibt es auch als Acrylbild auf Leinwand zu erwerben.

Scannt man den QR-Code, kommt man auf die Webseiten von TOIZ Streetart und der Botschaft: Support your local Streetartist. Ob ihm das rechtsseitige Paste-up auch zuzuordnen ist?

Scannt man den QR-Code, kommt man auf die Webseiten von TOIZ Streetart und der Botschaft: „Support your local Streetartist“. Ob ihm das rechtsseitige Paste-up auch zuzuordnen ist?

Ungewöhnliches Motiv von Joiny.

Ungewöhnliches Motiv von Joiny.

pasteup_individuality_out

Eine bekannte Unterkategorie der Paste Up-Poster sind die

Cut Outs

Wie die Paste Up, aber das Motiv ist direkt an der Kontur des Motives ausgeschnitten.

Joiny & Knopfi sind Geschwisterfiguren und echte Kölsche Originale, deren Urheberschaft jedoch anonym bleibt.

Joiny & Knopfi sind Geschwisterfiguren und echte Kölsche Originale, deren Urheberschaft jedoch anonym bleibt.

Paste-ups des schweizer Künstlers Robi the Dog.

Paste-ups des schweizer Künstlers Robi the Dog.

Auf der rechten Seite ein Paste-up von seiLeise, und auch das Linksseitige würde zu dem Kölner Künstler passen.

Auf der rechten Seite ein Paste-up von seiLeise, und auch das Linksseitige würde zu dem Kölner Künstler passen.

Die Paste-up Arbeiten der Kölnerin TUK sind meist liebenswert und bunt, oft zeigen sie Kinder.

Die Paste-up Arbeiten der Kölnerin TUK sind meist liebenswert und bunt, oft zeigen sie Kinder.

Ein weiteres Paste-up von seiLeise, welcher eigentlich eher durch seine Reverse Graffiti bekannt wurde. Das Mädchen ist in eine Ecke geklebt.

Ein weiteres Paste-up von seiLeise, welcher eigentlich eher durch seine Reverse Graffiti bekannt wurde. Das Mädchen ist in eine Ecke geklebt.

Die Motive des Kölner ass-sox, meist Mädchen im Manga-Comic-Stil, sind ironisch-provokant.

Die Motive des Kölner ass-sox, meist Mädchen im Manga-Comic-Stil, sind ironisch-provokant.

Gestempelte Street Art: ja die gibt es auch!

Der Übergang bez. Unterschied zwischen „klassischem“ Graffiti und Street Art ist oft fließend. Ohne die Jungs, die vorher schon Graffitis gesprüht hätten, gäbe es die heutige Street Art wohl auch nicht.
Schon die Höhlenmalereien oder die Botschaften auf den Mauern von Pompeji sind nichts anderse als Graffitis! Soviel zum Thema: nur „Narrenhände beschmieren…..“
In diesem Zusammenhang besonders bemerkenswert ist ein Motiv des Streetart Künstlers Banksy, auf dem Höhlenmalereien mittels Hochdruckreinger von einer Wand entfernt werden. Hier könnt ihr einen Blick auf das Motiv werfen, wir konnten leider keinen eigenen Schnappschuss machen.

Die ersten Tags wurden im New York der 70er Jahre gesichtet. Sie waren schlichtweg Reviermarkierungen. Züge und Wände mit bunten Bildern kamen später dazu. Der Franzose Blek le Rat nutzte schon 1981 Schablonen für die Erstellung seiner Wandbilder. Das war lange vor DEM bekannten Schablonen-Streetart-Künster: Banksy.

Mittlerweile hat Streetart auch immer mehr von DADA, da sie nicht mehr nur auf das Medium Wand bezogen, oder eingeschränkt, ist. Es gibt immer mehr Eingriffe und Veränderungen von öffentlichen oder städtischen Dingen und Umgebungen, so prägen teilweise schon ganze öffentlichen Installationen das Bild dieser Kunstszene (DADA lebt…).

Die Street Art hat also eine große Bandbreite von „einfach nur schön und unterhaltsam“ über „ironisch“ bis hin zu politisch und gesellschaftskritischen Aussagen. Mittlerweile hat sie natürlich auch den Weg in die Museen gefunden, und in die Galerien dieser Welt, von wo aus sie, teilweise für richtig viel Geld, den Weg in die Wohnzimmer der Sammler findet.

Einige der allgemein bekanntesten und erfolgREICHSTEN (!) Namen der Streetart Bewegung sind (Namen sind verlinkt):

Street Art ist, wie auch Graffiti, im Allgemeinen oft sehr kurzlebig. Das gehört zu dieser Kunstart dazu. Kaum angebracht, oder gespüht, kann sie im nächsten Augenblick auch schon „gebufft“, also übersprüht, zerstört oder entfernt werden. Oder aber auch ergänzt (seht dazu das Beispiel des Murals mit dem Soldaten von Decycle). Die ständige Veränderung ist ein Merkmal dieser Kunst.
Erst zu Jahresbeginn, gab es eine unfassbar schnelle Abdeckung beziehungsweise Unkenntlichmachung eines BANKY’s: Morgens „aufgetaucht“, Mittags schon abgedeckt… Hier findet ihr einen Link dazu.

Alle hier gezeigten Fotos sind während eines Streetart-Spaziergangs von Kreativschwester Heike geschossen worden. Dabei und beim Verfassen dieses Artikels war ein Buch sehr hilfreich: Street Art Cologne von Anne Scherer. Es ist nur zu empfehlen! Desweiteren konnten einige Werke und Künstler aufgrund der Seite strassengold.org zugeordnet werden.

Wir glauben, das reicht für eine erste Einführung ins Thema. Wer sich dafür interessiert, wird die urbane Welt mit neuen Augen sehen und entdecken können. Ausserdem lassen sich Elemente dieser Kunst wunderbar auf andere Werke wie Karten, Mailart, Bilder, Home Decorating usw. übertragen. Man kann sie nehmen und weiter verwenden. So gibt es beispielsweise schon viele Stempelmotive aus der Streetart-Kunst.

Karte unter Verwendung von Streetart Stempelmotiven

Karte unter Verwendung von Streetart Stempelmotiven

Wir sind gespannt wie es weiter geht. Habt ihr Interesse an Mehr zum Thema? Oder selbst Erfahrungen damit gemacht? Oder Fragen? Dann schreibt es uns, als Kommentar hier oder unserer Kreativtester-Facebook-Seite.

Liebe Grüße Heike und Holger

 

Venezia Stein Effekt zum selbermachen – Neuvorstellung und Anleitung

Alles Stein….oder was?

Sandra_deckblatt_flyer_venezia

Ich habe das große Glück, zu einem tollen Team von Kreativen zu gehören, die für die Firma Viva Decor tätig sein dürfen. Wir als Firma entwickeln, testen und produzieren innovative Produkte und alles made in Germany.

Jedes Jahr stellen wir dem Fachhandel auf der Creative World in Frankfurt unsere Neuheiten vor und ich bin ganz stolz, dass ich euch schon einmal vorab einen Blick durch das Schlüsselloch auf ein neues Highlight erlauben darf.

Stellt Euch vor, ich nehme euch mit zu einem Trip nach Venedig. Kennt Ihr die wunderschönen Hausfassaden dort? Diese verwitterten Optiken sind ja schwer im Trend. Wie klasse muss es sein, so etwas einmal selbst gestalten zu können.

Sandra_DSC_0240Ok, ihr denkt jetzt bestimmt: Steinfarben gibt es ja schon reichlich auf dem Markt….aber eine, die die Oberfläche aussehen lassen kann wie alte Venezianische Fassaden? Venezia Stein Effekt von Viva Decor hat sofort mein Herz erobert und macht mächtig viel Spaß. Streichen, spachteln, schleifen, lasieren….kann es etwas Schöneres geben?

Sandra_DSC_0084a

Ob auf Glas, Ton, Pappe, Holz, Kunststoff, Metall, Leinwand oder als Wandgestaltung….Venezia Stein-Look sind fast keine Grenzen gesetzt und das auch noch für den Innen- sowie Außenbereich. Mit 2 farblich unterschiedlichen Pasten – sowie den abgestimmten Lasuren – schafft ihr täuschend echte Steinoptiken à la Venedig.

Damit nichts vergessen wird, haben wir Komplettsets zusammengestellt, die den Start erleichtern.

Die 3 unterschiedlichen Sets wurden farblich aufeinander abgestimmt und haben folgenden Inhalt:

  • 2 Dosen á 90 ml Venezia Stein-Look in unterschiedlichen Farbtönen
  • 2 Lasuren á 28ml in unterschiedlichen Farbtönen
  • 1 Schleifschwamm
  • 2 Kreativschwämme
  • 1 Step-by-step Flyer

Sandra_V-Setinhalt-RossoaAls Varianten könnt Ihr bekommen:

Set Bianco (für helle, sandige Steinoptik)

Sandra_farbbogen-bianco

Set D‘oro (für kräftig warme Ockertöne)

Sandra_farbbogen-doro

Set Rosso (für rötlichen Stein)

Sandra_farbbogen-rosso

Solltet Ihr noch Nachschub an Pasten und Lasuren brauchen, gibt es die Pasten auch in großen 250 ml Dosen und die Lasur Pens mit 28 ml nachzukaufen.

Sandra_Venezia-250mla

Und wie geht das Ganze???

Sandra_DSC_0289a1) Nichtsaugende Untergründe sollten auf jeden Fall dünn vorgestrichen werden, damit die Haftung besser ist.

Sandra_DSC_00212) Die verschiedenen Pasten danach – nass in nass – ineinander arbeiten.

Die Farbtöne können sich somit vermischen.

Sandra_DSC_00283) Gut durchtrocknen lassen und anschließend schleifen.

Sandra_DSC_0002a4) Über die geschliffene Oberfläche werden anschließend die beiden Lasuren gewischt.

Gebt die Lasur auf den Schwamm und verreibt sie fest, partiell oder über das gesamte Objekt, sodass die Lasur in den Vertiefungen hängen bleibt.

Je nachdem, ob Ihr es lieber heller oder dunkler mögt, verwendet Ihr mehr oder weniger von der hellen oder dunklen Lasur.

Sandra_DSC_0294a5) Es gibt auch die Möglichkeit, die erste Pastenfarbe flächig aufzutragen und trocknen zu lassen und mit der anderen anschließend darüber zu spachteln. Somit vermischen sich die Farben nicht und es entsteht eine andere Optik. Auch diese Variante sollte anschließend geschliffen werden und kann je nach Geschmack wieder lasiert werden.

Also streift mal durch die Wohnung und schnappt euch ein paar alte Schätzchen, die einen „alten“ Anstrich verdient haben und ich wünsche euch genau so viel Spaß, wie ich ihn beim Gestalten habe.

Auf die Steine…fertig…los….

Sandra Palm

Dieser Artikel spiegelt die persönliche Meinung und Erfahrungen des Autors wider. Die Kreativtester haben dafür weder kostenlose Produktproben, noch eine monetäre Vergütung erhalten. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Kreativtester