Wasserfarben Teil 1 – Einführung

Wenn Du das Wort Wasserfarben hörst, was fällt Dir dann als erstes ein?

Mir kommt als erstes der Tuschkasten in den Sinn. Der Tuschkasten ist die erste Berührung mit Wasserfarben und kommt über viele Jahre im Kunstunterricht in der Schule zum Einsatz, damals wie auch heute. Es ist in der Regel eine preisgünstige, ergiebige Farbe und macht Spaß.

Neugierig, ob andere auch an den Tuschkasten denken, wenn der Begriff Wasserfarbe fällt, habe ich den Begriff gegoogelt. Sofort sind mir hauptsächlich Tuschkästen entgegen gesprungen. Zwischendrin triffst Du aber auch auf andere Malkästen, wie z. B. Aquarellfarbkästen. Versuche es mal, war interessant.

Wasserfarben scheinen demnach für Tuschkästen zu stehen, aber im Grunde sind Wasserfarben viel mehr.

Was sind Wasserfarben?

Der Begriff verrät es uns, Wasserfarben sind Pigmente, die in Wasser löslich sind und je nach Beschaffenheit der Zusatzstoffe transparent oder deckend sein können.

Wikipedia schlüsselt Wasserfarben als

wasserlösliche, nicht deckende Aquarellfarbe

wasserlösliche Deckfarbe, insbesondere in der Kunsterziehung

wasserlösliche, sehr deckende Gouache

auf.

Wasserfarbe kann nicht deckend, also transparent oder halbtransparent, sowie deckend sein. Eigenschaften, die auf eine ganze Reihe von Farben zu trifft.

Was ist ein Deckfarbkasten?

Die einfachste Ausführung ist der Tuschkasten, auch Deckfarbkasten genannt. Er enthält in der Regel, egal welcher Hersteller gewählt wird, die gleiche Farbpalette, da es hierfür zumindest in Deutschland eine DIN-Norm gibt. Der Tuschkasten findet in der Kunsterziehung seinen festen Platz, und jeder unser Generation hat mit Sicherheit schon einmal einen Malkasten dieser Art besessen und besitzt ihn vielleicht auch noch heute. Die eigenen Kinder oder Enkelkinder haben mit Sicherheit einen, denn ohne geht es in der Schule nicht.

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Welche Farben nach der DIN-Norm in einen Deckmalfarbkasten/Tuschkasten kommen, kannst Du in der Wikipedia nach lesen.

Tuschfarben können sowohl als Deckfarbe als auch als Lasur eingesetzt werden. Die gute Wasserlöslichkeit erlaubt ein starkes verdünnen, so dass viele Abstufungen aus einem Farbton gewonnen werden können.

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Da wir mit dem Tuschkasten angefangen haben, bleiben wir bei den deckenden Farben und werfen einen Blick auf Gouache.

Gouache, eine Wasserfarbe?

Gouache ist ein deckendes Farbmittel, dass für verschiedene Maltechniken eingesetzt werden kann. Auch hier steht die gute Wasserlöslichkeit im Vordergrund. Auf Grund dieser Eigenschaft kann diese Wasserfarbe für Aquarelltechniken, also auch lasierend sowie für pastöse Maltechniken verwendet werden.

Gouache besteht meist aus hochwertigen, lichtechten Farbpigmenten. Sie verblassen daher nicht, hinterlassen einen samtmatten Eindruck und sind auch nach Trocknen löslich.

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 Aquarellfarben, transparent und ausdrucksstark!

Nun haben wir noch die Aquarellfarben, wohl mit die bekannteste Wasserfarbe neben dem Tuschkasten. Aquarellfarben sind nicht deckende, transparente Farben. Sie bestehen aus feinen Pigmenten, die mit einem Bindemittel, wie. z. B. Gummi arabicum, versehen sind. Die Farben werden zum Malen mit Wasser aufgerührt oder verdünnt und lasierend auf den Malgrund aufgebracht. Der Malgrund schimmert immer durch den Farbauftrag, so bleibt z. B. die Struktur des Malgrunds erhalten und gibt dem Bild zusätzlichen Ausdruck.

Aquarellfarben können in mehrerer Schichten übereinandergelegt werden und so den darunterliegenden Farbauftrag intensivieren oder durchscheinen lassen.

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Es gibt viele Maltechniken, neben der Lasur, die auf ganz unterschiedliche Weise mit Wasserfarben umgesetzt werden können. Die Maltechnik kann intuitiv gewählt werden. Sie kann gezielt und kontrolliert oder spielerisch, experimentell und unkontrolliert auf den Malgrund gebracht werden.

Wasserfarbe wird auch unterwegs eingesetzt, Urban-Art-Künstler geben ihren Skizzen mit Wasserfarben Tiefe, hauchen ihnen Leben ein und auch im Bereich Kalligrafie hat sie einen Platz.

Wasserfarben, nur im Malkasten erhältlich?

Ein Malkasten ist praktisch, gerade auch, wenn unterwegs gemalt wird, aber das ist nicht die einzige Art Wasserfarben abzufüllen. Es gibt ganz unterschiedliche Verpackungen und so finden wir Wasserfarben in Tube, Flaschen, Dosen, Gläsern, ja sogar in Stiftform. Hier hat sich auf dem Markt in den letzten Jahren einiges getan und so zählen z. B. auch die Gelatos, die aussehen wie kleine Lippenstifte zu den Wasserfarben.

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Ich hoffe ein bisschen Licht in das Dunkel der Wasserfarben gebracht zu haben und würde mich freuen, wenn Du wieder vorbeischaust, wenn es um Maltechniken mit Wasserfarben geht. Merke Dir schon einmal den Donnerstag am 08.09.2016 vor.

Gerne beantworte ich Dir auch Fragen und gehe auch auf Deine Wunschtechnik mit Wasserfarben intensiver ein. Lasse es mich wissen 🙂

Liebe Grüße und vielen Dank fürs Vorbeischauen

Deine Dani

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt meine persönliche Meinung und Erfahrungen wieder.

Die Magie der Mandalas – Geschichte, Einführung und Anleitung zum DIY

Mandalas und insbesondere Mandalas zum Ausmalen haben in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen. Doch woher kommen Mandalas eigentlich? Und warum sind sie plötzlich so in aller Munde?

Historische Entwicklung

Der Begriff „Mandalas“ kommt aus dem Sankrit und bedeutet „Kreis, um dessen Zentrum sich alles dreht“.

Es gibt allerdings auch Mandalas in Form von Quadraten, Dreiecken oder Polygonen. Allen Mandalas gemein ist jedoch ihr strukturierter und symmetrischer Aufbau. Ein Mandala ist immer auf sein Zentrum ausgerichtet. Das ist der Startpunkt – ob das Mandala gemalt oder gezeichnet wird oder mit Blättern, Blüten, Gräsern und Sand geschaffen wird. Um das Zentrum herum wird dann Ring um Ring ergänzt, bis das Mandala seine finale Größe erreicht hat.

Im Buddhismus und Hinduismus hatten Mandalas eine magische oder religiöse Bedeutung. Ein Mandala symbolisiert das gesamte Universum bzw. die Einheit von Erde, Himmel und Unterwelt. Aus dem Hinduismus kennt man vor allem die Darstellungen der verschiedenen Götter in der Anordnung eines Mandals. Buddhistische Mönche gestalten wundervolle Mandalas aus buntem Sand. Oftmals benötigen sie dafür nicht nur Stunden sondern Tage. Und wenn das Mandala fertig ist, wird der Sand weggekehrt. Das Mandala wird quasi wieder zerstört. Auf die Art und Weise praktizieren die buddhistischen Mönche die Kunst des Loslassens. Ziel ist, frei von jeglicher Anhaftung an irdische Gegenstände zu leben.

Obwohl die Herkunft der Mandalas zumeist den asiatischen Kulturen zugerechnet wird (in Japan und Chinas werden Mandalas oft mit Schriftzeichen geschmückt), waren sie auch in einigen indianischen Kulturen bekannt. Und auch in Europa kann man Darstellungen von Mandalas finden, wenn man genauer auf die Gestaltung von Kirchenfenstern achtet.

Vorteile des „Meditativen Mandala malens“

Der Malprozess – ob es sich dabei um das Gestalten eines eigenen neuen Mandalas von Grund auf handelt oder um das Ausmalen eines vorgezeichneten Mandalas – hat eine meditative Wirkung. Der Geist beruhigt sich. Das Gedankenkarussel, das einen vielleicht sonst durch den Tag begleitet, kommt zum Stillstand. Der Atem wird tiefer und gleichmäßiger. Man kann sich auch so im Malprozess verlieren, dass man von der Außenwelt gar nicht mehr viel mitbekommt. Mandalas werden heute auch ganz bewusst zum Stressabbau eingesetzt. Gemäß dem Motto „wie das Außen, so das Innen“ kann man durch das Gestalten eines Mandalas eine innere Ordnung herstellen – auch wenn im Leben vielleicht gerade absolutes Chaos herrscht. Aufgrund des symmetrischen und strukturierten Aufbaus eines Mandalas schafft sich der Malende sozusagen seine eigene neue Ordnung.

Insofern besinnt man sich zunehmend wieder auf die heilende und magische Wirkung, die ihnen auch schon vor Jahrtausenden bescheinigt wurde.

In gewisser Weise ist das Malen eines Mandalas eine Reise in sich selbst – zur Seele und zur Quelle der Kreativität, die jedem Menschen innewohnt. Das Malen eines Mandalas ist ein wunderbarer Weg, seine eigene Intuition zu stärken und sich auf das Abenteuer einzulassen, einfach mal zu schauen, was da so in einem selbst schlummert. Oftmals wird man verblüfft sein, wie viel Phantasie und Kreativität in einem stecken.

Wie malt man denn nun ein Mandala?

Es gibt verschiedene Methoden, ein Mandala zu malen. Wenn man sich dafür entscheidet, es frei Hand zu versuchen, startet man am besten damit, in der Mitte eines Blattes einen Punkt oder einen Kreis zu machen. Dann kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und um den Mittelpunkt herum Ring um Ring mit verschiedenen Motiven und Mustern aufzubauen. Beginner sollten sich auf Mandalas mit einem Durchmesser von maximal 15 cm begrenzen. Alles, was größer ist, kann unter Umständen Stress verursachen, weil die Anforderung zu groß ist – und das Mandala-Malen soll ja den gegenteiligen Effekt haben!

Wenn man auf Symmetrie und Struktur Wert legt, nutzt man am besten Zirkel, Bleistift und Lineal bzw. idealerweise sogar ein großes Geodreieck, um erst einmal ein Gerüst zu erstellen. Ein Radiergummi sollte natürlich auch nicht fehlen!

Mandala_pic1

Die weiteren Malmittel und Farben hängen von der eigenen Präferenz ab. Für einfache Mandalas in Schwarz-Weiß eignen sich besonders gut die Faber Castell PITT Artist Pens. Ausgemalt werden kann dann entweder mit Bunt- oder Filzstiften, Wasser-, Aquarell- oder Acrylfarben.

Ich verwende für meine Mandalas Din A4-Papier mit einem Gewicht von mindestens 160 g pro Blatt. Je dicker das Papier ist, desto eher kann man insbesondere bei Verwendung von Filzstiften und Ink Pens vermeiden, dass diese durchdrücken.

Als erstes zeichne ich mit dem Zirkel einen großen Kreis, der den Platz auf dem Papier bestmöglich ausnutzt. Dann werden in den großen Kreis mehrere kleinere Kreise gezeichnet. Die Abstände zwischen den einzelnen Kreisen wählt man am besten intuitiv.

Mandala_Kreise

Dann wird mit dem Lineal eine Linie durch den Mittelpunkt der Kreisfigur gezogen. Mit dem Geodreieck kann man den Kreis ideal in weitere Sektoren aufteilen. Um ein einigermaßen symmetrisches Mandala zu erstellen, empfehle ich mindestens 8 Sektoren. Je mehr Sektoren man vorzeichnet, desto leichter tut man sich beim Malen, vor allem, wenn man sehr filigrane Formen zeichnen möchte.

Mandala_Sektoren

Und jetzt wird’s interessant! Nun kann man seiner Intuition und seinen gestalterischen Ideen freien Lauf lassen. Idealerweise beginnt man im Zentrum mit dem ersten Element:

Mandala_Beginn

Dann malt man einfach Kreis um Kreis weiter. Man kann erst größere Formen malen, bis das Mandala komplett damit gefüllt ist oder man zeichnet einen Kreis inklusive Füllung komplett, bevor man mit dem nächsten Kreis beginnt. Die zweite Vorgehensweise nenne ich „Überraschungsmethode“, da sich das Mandala dann oftmals noch mehr intuitiv entwickelt.

Sollte einem zu Beginn doch etwas Fantasie fehlen, kann man diese mit folgender Übung anregen:

Man nehme ein leeres Blatt oder ein Skizzenbuch und zeichne erst einmal verschiedene Formen, z.B. Ovale, Rauten, Halbkreise, Schnörkel, Dreiecke.
Dann überlegt man sich verschiedene Muster, um diese Formen zu füllen:

Mandala_Formen

Frisch inspiriert kann es nun munter weitergehen mit der Mandala-Malerei!

So entwickelt sich ein Mandala:

Mandala_Aufbau

Das hier ist das fertige Mandala:

Mandala_final

Und hier sind noch ein paar weitere Anregungen zur Inspiration:

Mandala_Beispiele

Natürlich können die Mandalas auch bunt oder ausgemalt werden:

Mandala_bunt

Ich hoffe, dass Ihr durch diesen Artikel ein paar Anregungen und Inspiration gefunden habt, um der Mandala-Malerei eine Chance zu geben. Ganz wichtig ist natürlich auch der Spaß beim Malen! Falls Ihr nach Euren Mandalas leichte Suchttendenzen feststellt, braucht Ihr Euch nicht beunruhigen. Das ist nur Eure Intuition und Kreativität, die sich darüber freut, endlich ein Ventil gefunden zu haben.

Ganz viel Spaß beim Malen!

Eure Alex’S

Basteln mit Kindern in Gruppen – Ideen, Organisation, Vorbereitung, Durchführung

Täglich beschäftige ich mich mit Grundschulkindern im kreativen Bereich, seien es spezielle Arbeitsgemeinschaften in Gruppen von 10-13 Kindern oder eben Basteln mit Kids als Angebot für die große Gruppe.

Meine Erfahrungen liegen also im Bereich der 6-10jährigen Kinder und diese möchte ich mit Euch teilen, sei es für einen Kindergeburtstag oder eine Aktion gegen Langeweile in den Ferien. Erfahrungsgemäß liegt die Zeit, in der Kinder sich in dem Alter konzentriert mit etwas beschäftigen, bei 30-60 Minuten.

Die Idee:

Eigentlich hat man zumindest 1 Kind im Umfeld und kennt die Interessen oder die derzeit angesagten Themen oder kann sie dort erfragen.

Viele neutrale Sachen kann man dann darauf abstimmen und macht sie dadurch attraktiver, z.B. ist bei den Mädchen die Eiskönigin immer noch ein Renner, während die anderen Prinzessinnen aus den Spielfilmen völlig out sind.

Ideen kann man sich unendlich viele aus dem Internet holen.

Ich besuche gerne :

Pinterest – Suchworte „Basteln mit Kindern“ oder das Thema, zu dem was gemacht werden soll

https://de.pinterest.com/

besserbasteln – dort ist eine Sammlung nach Jahreszeiten oder Themen

http://www.besserbasteln.de/basteln.html

Kidsweb – auch dort gibt es Sammelbegriffe

http://www.kidsweb.de/basteln/basteln.htm

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Die Materialbeschaffung:

Als Erstes ist es entspannend, für ein Umfeld zu sorgen, das die Bastelwerke verträgt:

also Tisch mit Folie abdecken,

ggf. den Kindern aus Tüten Schürzen basteln oder alte Herrenhemden als Malerkittel anziehen.

Was genau Ihr da unternehmt, hängt sehr von den Projekten ab, aber es macht allen viel mehr Spaß, wenn nicht dauernd ermahnt werden muss.

Für spontane Bastelstunden kann man alles nehmen, was der Haushalt so hergibt. Ich nenne das Recyclingbasteln: ob Flaschendeckel, Klopapierrollen-Kerne, Eisstiele, etc. etc.

Für Projekte sollte man sich das Material einmal provisorisch zusammen suchen, Probestück basteln auf Kinderniveau (ggf. mit Kind) und dabei auch gleich die benötigte Zeit im Auge behalten.

Empfehlenswert ist, die große Menge Materialien frühzeitig zu besorgen, wenn man mit einer größeren Gruppe Kinder ein Bastelevent plant.

Ebenfalls sollte die Menge etwas großzügiger eingekauft werden, falls etwas misslingt oder plötzlich ein Kind mehr da ist.

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Die Vorbereitung:

Je nach Projekt unter Berücksichtigung der angesetzten Zeit sollte man einige Teile vorbereiten, z.B. Papier passend zuschneiden, Dekoteile für jeden in eine Schale statt eine große Schüssel, in der höchstens 2-3 Kinder rumwühlen und dann alles umfällt, Kleber/Stifte max. für 2 Kids zur gemeinsamen Nutzung etc.

Das erspart Stress durch Zankereien bzw. man selbst ist weniger eingespannt, allen gerecht zu werden. Nicht beschäftigte Kinder haben meistens Blödsinn im Sinn und sitzen nur ganz selten geduldig wartend brav auf dem Platz. Dauert es zu lange, bis jeder das Material hat und loslegen kann, verliert ein Kind schnell die Lust überhaupt.

Plan B:

Es gibt Kinder, die absolut nicht basteln möchten. Dafür braucht man einen Plan B und sollte auch darauf vorbereitet sein:

Ausmalbilder ausdrucken

http://www.erlebnisgeschenke.de/ausmalbilder/

http://www.kinder-malvorlagen.com/

http://www.gratis-malvorlagen.net/

eine Kiste Lego, ein Spiel mit dem sich auch ein einzelnes Kind allein beschäftigen kann.

Eine Frage nach dem Wunsch hilft und es macht kaum Sinn, ein Kind zum mitmachen zu drängeln.

Das Bastelerlebnis

Jetzt hat das Probeobjekt seinen großen Auftritt. Ein fertiges Beispiel hilft den Kindern bei der Umsetzung.

Von Vorteil ist es, wenn das Muster nicht super professionell und raffiniert dasteht, es geht ja um den Spaß der Kinder und nicht darum, wie toll der Erwachsene etwas vormachen kann. Außerdem entmutigt ein perfektes Beispiel eher.

Es hängt vom Projekt ab, ob man mit den Kindern die Schritte gleichzeitig arbeitet und dabei erklärt oder ob man es einmal vormacht und die Kindern dann beim basteln mit Hilfestellung begleitet.

Auch kann es vorkommen, dass ein Kind das Material ganz anders sieht und auch komplett anders verbasteln möchte. Kreativität ist sehr individuell und sollte gefördert werden.

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Und das Ende:

Kinder, die mit ihrem Projekt fertig sind, helfen gerne gegen ein Lob bei der Chaosbeseitigung.

Ein Foto finden sie klasse und präsentieren stolz ihre Kunstwerke.

Ich selbst muss mich oft mit einem zerrissenen Gefühl verabschieden.

Es muss nicht alles super toll für MICH aussehen, das Kind muss damit glücklich sein.

Projekte, die ich megacool fand, waren nicht der Renner und die einfachen spontanen Dinge, teilweise aus Notsituationen entstanden, begeisterten um so mehr. (z.B. Schiffe aus Papier falten löste einen Wahn von ca. 100 Kindern aus und jeder versuchte das kleinste Boot zu falten, das war ein Stück Papier von 1×2 cm.)

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Viel Spaß und liebe Grüße

Sonja