Clear stamps – Silikonstempel im Test

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Einleitung: Die meisten Stempel kennen sie: durchsichtige Stempel, auch Silikon- oder Clear Stamps genannt. Sie haften direkt am Acryl- oder Glasblock, sind leicht zu reinigen und aufzubewahren, außerdem in der Anschaffung deutlich günstiger als Gummistempel. Einige Beispiele möchte ich heute einmal genauer unter die Lupe nehmen.
Dazu habe ich zwei Themen-Karten erstellt und jeweils eine Reihe von Clear Stamps dafür verwendet.  Ich arbeite seit etwa einem Jahr auch mit Clears, mit Gummistempeln schon länger. Meine gesammelten Erfahrungen beziehen sich also auf eine ganze Menge mehr Projekte, Stempel und Stempel-Sets, als den hier gezeigten.
Allgemein wird behauptet, Silikonstempel seien weniger haltbar. In diesem Punkt konnte ich bisher keine negativen Erfahrungen mache, ich reinige sie jedoch besonders gut von ölhaltige Farben (wie etwa Versa Mark-Wasserzeichen) und bewahre sie lichtgeschützt in einer Dose auf, wie meine Gummistempel auch.
Da der Kunststoff bei der Herstellung (vermutlich) direkt auf die Folie gespritzt wird, sind die Stempel einige Hersteller beim ersten Mal (!) sehr schlecht von der Trägerfolie abzulösen. Bei Viva Decor und Artemio hatte ich ziemliche Angst, die Stempelplatten zu zerreißen, da sich wirklich nur  unter hohem Kraftaufwand und millimeterweise abziehen ließen. Rayher, Joy Crafts und Kaisercraft gingen etwas besser.
Am einfachsten ließen sich tatsächlich die Photopolymer Stamps ablösen, die Stampin‘ Up (SU) seit kurzem auch vertreibt. Fairerweise muss man dazu sagen, dass ich das bisher nur bei einem Set  kleiner Motiven ausprobieren konnte, die sich ohnehin leichter handhaben lassen.
Letztere unterscheiden sich allerdings auch im Geruch. Sobald man die Plastikfolie öffnet, entsteigt ihr eine irgendwie chemische Ausdünstung, die gewöhnungsbedürftig ist. Diesen Geruch kenne ich sonst von den Sets für Do-it-yourself-Stempel (kurz: man bedruckt eine Folie mit den Motivteilen die stehen bleiben sollen. Die klebt man über eine durchsichtige Stempelplatte und mittels einer Chemikalie werden die sichtbaren Teile unter UV-Licht herausgelöst, während die von der Folie abgedeckten Teile nachher die Stempel-Platte bilden). Die SU-Stempel sind etwas fester und ähneln daher den bekannten Gummistempeln. Trotzdem ist der Abdruck konturreich, sowohl mit Pigmentfarbe, wie auch mit Stempel-Tinte. Man kann das sehr gut an den dünnen Linien der Pfeilschäfte auf beiden Karten erkennen. Da verwackelt nichts.arts2
Grundsätzlich konnte ich jede Farbe/Tinte mit den Produkten aller mir vorliegenden Marken gut benutzen. Da herkömmliche Clear Stamps etwas weicher sind, muss man jedoch sehr gleichmäßig, aber nicht zu feste drücken. Sonst passiert es, dass sich das Motiv durch den Druck verformt und schwammig wird (man sieht es am unteren Teil des Federkiels, der breiter geworden und ein bisschen verwischt ist). So etwas passiert mit einem Gummistempel definitiv nicht. Die SU-Formel hat, was die Formbeständigkeit betrifft, gute Karten, die Stempel erscheinen etwas dicker als andere Clear Stamps.
Allerdings gibt es auch Zweierlei zu beanstanden. Die klaren SU-Stempel weisen im trockenen Zustand eine gewisse Klebrigkeit auf beiden Seiten auf (ähnlich der DIY-Stempel). Wenn sie mit Tinte oder Farbe verwendet werden, spielt das keine Rolle. Beim trockenen Probestempeln muss man deswegen aber ein bisschen aufpassen. Außerdem hatten zwei der Stempel nach kurzer Verwendung leichte Verfärbungen, die auch zwei Stempelreiniger [Inkssentials Clear Stamp Cleaner – Ranger, Clear Design Ultra Clean – Hero Arts] nicht restlos beseitigen konnten. Eines der Schilder nach erster Benutzung mit der SU-Tinte ‚Chili‘, der lange Pfeil nach der Benutzung mit der wasserfesten Archival Ink ‚Potting Soil‘. Beides sind Rot- bzw Brauntöne. Speziell Rot (z.B. Versa Magic Chalk ‚Red Magic‘) hinterlässt allerdings gerne auch auf  Silkonstempeln anderer Marken einen rötlichen Schleier. Mit Blautönen, die ich weitaus häufiger verwende, ist mir das allerdings noch nicht passiert. Man sollte daher alle klaren Stempel so früh wie möglich reinigen, damit man lange Freude daran hat. In den meisten Fällen geht das durch Abspülen mit klarem Wasser oder einem milden Stempelreiniger sehr einfach.
Zu den Credits… Die verwendeten Materialien im folgenden sind:

Biker-Karte (mit Stempeltinte)

Aquarell Papier (Kodi) gefärbt mit Nachfülltinte Vivid ‚Brown‘ (Clearsnap)

Stempel:
Hintergrund: Wood grain (Stampin‘ Up)
Motorrad: (Gummistempel, Stempel-Mine)
Laterne: Kaisercraft ‚Decorative Lamp‘
Pfeile und Schild ‚Awsome‘: ‚Show and Tell 2′ (Stampin‘ Up)
Karte, Schilder: Set  Rayher Vintage

Farben:
Laterne: StazOn ‚Jet Black‘ (Tsukineko)
Motorrad: Archival Ink ‚Potting Soil‘ (Ranger)
Pfeile, Schilder: Impress ‚Camel‘ (Tsukineko), ‚Chili‘ (Stampin Up)
Reifen: Tschibo Manga Stifte
Landkarte: Brilliance ‚Lightning Black‘ (Tsukineko)
Distress Ink – ‚Old Paper‘ (Ranger)
Weißer Lackstift Calligraphy – (C. Kreul)

Art-Karte ( mit Pigmentfarbe gestempelt)
Aquarell Papier (Kodi) gefärbt mit Distress Ink – ‚Antique Linen‘, Dekotropfen Nachfüller Versa Mark Dazzle ‚Frost‘, Smooch Spritz ‚Sea Kiss‘

Stempel:
Filmstreifen / Dia: Set ‚Filmstrip‘ (Joy Crafts)
Feder: Feder-Set (Artemio)
Zierelement: ‚Florale Schnörkel‘: (Viva Decor)
Pfeile und gezackte Flecke: ‚Show and Tell 2′ (Stampin‘ Up)
Ticket: Set  Vintage (Rayher)
Taschenuhr (Cart Us)
Eulen und Zweig  (Knorr Prandell)

Farben:
Filmstreifen: Color Box ‚Cacao‘ (Clearsnap), Tschibo Stempelfarbe Braun, Kreide Pearl (KARS)
Uhr: Encore Luster (Tsukineko)
Eulen: Artnic ‚Peacock‘,  Tschibo Stempelfarbe Gelb
Pfeile, Flecke: Artnic ‚Aqua‘ (Tsukineko),
Feder: Serenade ‚Blue Shades‘ (Tsukineko), Color Box Midnight (Clearsnap)
Schnörkel: Color Box ‚Midnight‘,  Color Box ‚Cacao‘ (Clearsnap)
Ticket: Little Inker ‚Schwarz‘ (Hero Arts)

 

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Linda Budinger

Es ist doch alles Gold was glänzt : Vorschau

Ihr lieben Katies!

Wie ihr gewiss schon festgestellt habt, hat auch Katie sich ein wenig Urlaub genommen.

Aber trotz Hitze, Urlaubsfeeling und Ehemännern, welche ihre Ehefrauen in ihrer Freizeit vom Basteln abhalten, sind die Kreativtester fleissig und testen für euch die neusten Produkte.

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Eines davon ist ein Stempel-Kleber „FlitterGlu“ und Mega Flakes Flitter, mit dem man wunderschöne Effekte auf selbstgemachten Grußkarten erzielen kann. Die noch junge Firma IndigoBlu aus Großbritannien hat ihn vor einigen Jahren entwickelt.

Das Prinzip dabei ist nicht neu: Man stempelt mit einem speziellen Kleber und streut Blattgold-Flocken darauf, reibt sie ein und hat vergoldete Stempelabdrücke. Aus echtem Gold! Oder generell Blattmetall, denn die Flocken gibt es auch in anderen „Farben“.

Alt-Stempler kennen diese Technik, aber Testerschwester Bärbel erinnert sich noch sehr gut an die Zeiten, in denen der Kleber schneller auf dem Papier trocknete als man die Flocken darüber streuen konnte.

Mit dem neuen Kleber von IndigoBlu hat man alle Zeit der Welt! Der Kleber ist auch Stunden später noch klebrig genug um alle Flocken festzuhalten.

Und das Beste: Die schönsten Stempel von IndigoBlu sowie der Kleber mitsamt den Flocken werden seit kurzem von der Firma Rayher angeboten, und sind somit in jedem gutsortierten Bastelladen erhältlich.

Alle (!) Testerschwestern haben die Flocken für euch aufgeklebt und die Möglichkeiten ausgelotet. Wir zeigen euch demnächst hier unsere umfassenden Ergebnisse.

Die Oberschwestern Heike und Bärbel haben kleine Appetit-Häppchen für euch. Mehr darüber lest ihr in unseren Blogs:

Bärbel: Stempeln mit Blattgold

Heike: Flitter und Glue – Sommer auf der Karte

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Diesen Artikel haben wir nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Wir haben kostenlose Produktproben erhalten. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur unsere persönliche Meinung und Erfahrungen wider. –  Bärbel Born, Heike Linnek

Test: Gelliplate und LIQUITEX-Acrylfarben

Von unserer Gast-Testerin Elvan Noyan Lehrach

Das Blog von Elvan findet ihr ->HIER.

Matschen mit bunten Farben ist für mich immer ein besonders spaßiges Erlebnis. Da mein Scraptisch eine Glasplatte hat, muss ich auch keine weiteren Vorkehrungen treffen, um ihn sauber zu halten. Farben kann ich einfach abwaschen oder abkratzen.

Nachdem ich im Januar einen Kurs mitgemacht habe, wusste ich, dass ich unbedingt eine Gelliplate (http://www.gelliarts.com) brauche, denn die Drucke, die man damit herstellen kann, gefallen mir ausgesprochen gut. Außerdem gibt mir das immer Gelegenheit, mein vernachlässigtes Art Journal in die Hand zu nehmen und weiter daran zu arbeiten.

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Dieses Mal habe ich also LIQUITEX-Acrylfarben darauf getestet. Zufällig habe ich drei verschiedene Qualitäten dieser schönen Künstler Acrylfarben. Übrigens ist LIQUITEX die erste Acrylfarbe, die auf Wasserbasis hergestellt wurde. Henry Levison hat sie im Jahre 1955 entwickelt, inzwischen gibt es verschiedene Farbqualitäten.

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Heavy body (Magenta) ist eine Künstler-Farbe mit sehr hoher Viskosität. Sie ist hochpigmentiert und wirkt sehr buttrig. Für herkömmliche Kunst-Techniken unter Benutzung von Pinseln und Messern, für Collagen und Mixed Media Projekte ist sie auch im professionellen Bereich sehr gut geeignet.

Soft body (Hibiscus) ist eine sehr cremige Farbe. Sie ist für den glatten, gleichmäßigen Farbfluss formuliert und kann für die gängigsten Techniken eingesetzt werden: Collagen, Malerei, Scrapbooking, Mixed Media. Sie wird ebenfalls im professionellen Bereich eingesetzt.

Basic (im Foto die graue Farbe) ist die Acrylfarbe, die eher für Anfänger formuliert ist. Die Farbbrillianz ist ausreichend und sie kann sehr gut mit den professionellen Künstlerfarben gemischt werden.

Ich habe verschiedene Kombinationen ausprobiert und verschiedenen Abdrucke auf verschieden dickem Papier gemacht.

Soft Body Farben verteilen sich sehr leicht und man benötigt sehr wenig Farbe.

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Der Abdruck ist allerdings nicht so intensiv, wie bei der Heavy Body Farbe.

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Außerdem sieht man, nachdem die Farbe getrocknet ist, bei der Heavy Body Farbe die schönen Strukturen, die übrigens nass wie trocken gleich aussehen.

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Bei Soft Body und Basic Farben sieht man diese nicht so deutlich.

Bei den Abdrucken habe ich dann gemerkt, dass ich – wenn ich dünnes Papier benutze, schnell arbeiten muss, denn auch die LIQUITEX-Farbe trocknet schnell auf dem Papier und der Gelliplate, so dass die Gefahr besteht, dass der Abdruck reißt und das Papier an der Gelli Plate als auch an der Farbwalze kleben bleibt, so wie hier:

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Diesen Abdruck habe ich mithilfe einer Schablone gemacht, die ich auf die eingefärbte Gelli Plate gelegt habe.

Bei Heavy Body Farbaufträgen sind mehrere Abdrücke hintereinander möglich, die auch noch immer intensiver werden.

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Dieses ist der Negativabdruck und man erkennt die unteren Farbschichten noch.

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Unterschiedliche Qualitäten lassen sich aber auch prima kombinieren, so wie hier:

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Und hier ist der Negativ-Abdruck:

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Den besten Abdruck erzielt man allerdings, wenn man Wachspapier als Medium für den Druck nimmt. Durch die beschichtete Oberfläche besteht keine Gefahr, dass die Farbe zu schnell trocknet und alles verklebt.

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Ich hatte jedenfalls viel Spaß beim Drucken und hoffe, dass ich diese vielen Abdrucke in meinem Art Journal auch mal verwenden kann.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen.

Elvan

Verwendetes Material:

LIQUITEX Acrylfarben

Heavy Body Farben: Magenta und Green Gold

Soft Body Farben: Hibiskus

Basic Farben: Magenta und Neutral Grey

Schablonen:

Stencil Girl Products, http://www.stencilgirlproducts.com/product-p/s128.htm

Stampendous : http://www.stampendous.com/products-page/backgrounds-borders/nathalie-kalbach-mixed-media-mish-mesh-rubber-stamp-set/

Heindesign :

http://shop.heindesign.de/product_info.php?cPath=101_95_238&products_id=9437

Kesi Art:

http://kesiart.oxyweb.com/blog/tag/posh

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. – Name des Autors

Vielen Dank Elvan!