Im Test: Fashion-Spray von Marabu

Bereits im Frühjahr hatte der deutsche Farbenhersteller Marabu sein neues Produkt für den Hobbybereich „Fashion Spray“ vorgestellt. Eure Testerschwester Bärbel hatte für euch darüber auch ausführlich berichtet (klick) und nun geduldig gewartet, bis das Spray in den Regalen der Bastelläden stand. Meine nächstgelegene Quelle war der „Hobbytreff“ in Leverkusen-Opladen, wo ich zwei schöne Farbtöne in pink-lila gekauft habe.

Vorgesehen ist die Anwendung auf hellen Stoffen. Dies kann ein Kleidungsstück, helle Stoffschuhe oder ein Dekorationsobjekt sein.

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Die Verarbeitungshinweise (Quelle:Marabu):

„Vor dem Bemalen Appretur und Weichspüler auswaschen.
Unterlage und Kleidung vor dem Sprühen großzügig abdecken, Pappe zwischen die Stofflagen schieben und je nach Bedarf Einmalhandschuhe verwenden. Marabu Fashion-Spray auf den trockenen Stoff sprühen und trocknen lassen. Danach fixieren: im vorgeheizten Backofen (8 Min./150 °C) oder durch ein Tuch bei Baumwolltemperatur bügeln (3 Min./30 x 30 cm). Nun ist die Farbe bei 40 °C waschbeständig. Bemalte Textilien immer von links waschen und bügeln.
Fashion-Spray Sprühköpfe nach Benutzung abwischen.“

Die flüssige Farbe wird in Sprühflaschen mit 100 ml Inhalt angeboten, der Preis liegt bei 4,95 Euro.

Unser Test:

Ich habe meinen Stoff vorgewaschen, getrocknet, gebügelt und zum Einsprühen auf Zeitungspapier gelegt. Außerdem habe ich den Stoff zuvor eingedreht und geknotet, für einen anderen Effekt (siehe zweites Bild). Für den Schablonen-Effekt habe ich eine der neuen Schablonen von Marabu benutzt. Ein weiteres Testmuster bekam ich auf einer Bastelmesse in Köln am Stand der Farbenzauberin (link, vielen Dank für das Muster) kurz nach dem Verkaufsstart der Farben, eine fetzige Echse mit ähnlichen Farben wie meine Muster.

Schablonen sollten nach der Anwendung zügig unter fliessendem Wasser gereinigt werden, dann bleiben keine Farbreste zurück.

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Beide Stoffe habe ich nach dem Trocknen wie oben beschrieben fixiert (Bügeleisen) und danach bei 40 Grad gewaschen. Ich konnte keinen Verlust der Farbintensität feststellen.

Die Sprühfarbe ist nicht nur für Stoff, sondern für viele andere helle Untergründe geeignet, zum Beispiel Papier und Karton. Hier habe ich zwei Seiten eines Art Journals (künstlerisches Malbuch) damit grundiert, was ebenfalls einen sehr intensiven Farbauftrag ergab. Die Leuchtkraft der Farben ist hervorragend. Auf Papier wird die Farbe nach der Trocknung auch ohne Fixierung wasserfest.

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Weitere Anwendungen auch auf dunklen Untergründen sind denkbar, um diese zu färben ohne einen deckenden Farbauftrag zu erzielen. Hier habe ich einer bemalten Leinwand der letzten Touch gegeben, und die Farben mit dem Fashion-Spray aufgewertet. (Text: Copic)

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Mein Fazit:

Das Fashion-Spray erfüllt die Erwartungen an eine Stoff-Farbe hervorragend. Darüberhinaus ermöglicht die Anwendung als Spray viele weitere Möglichkeiten.

Die einfache Handhabung macht das Spray ideal auch beim Basteln mit Kindern. Lediglich ein guter Schutz der Arbeitsfläche und Malkleidung ist notwendig, damit Kinder ungefährlich und schnell interessante Ergebnisse erzielen können. Der Einsatz ist ohne weitere Werkzeuge möglich, Schablonen sind hilfreich, aber mit etwas Phantasie können Kinder auch Gegenstände, Wollreste oder ausgeschnittene Bilder aus Illustrierten als Schablonen benutzen.

Für engagierte Kreative bietet das Spray Ideen für Mixed Media oder Art Journals. Wenn euch unser Test gefallen hat und auf Ideen bringt, freuen wir uns über euer Feedback.

Eure Testerschwester Bärbel

 

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. – Bärbel Born

 

Katie-Telegramm #6 : Falsche Siegel – echter Spaß!

Siegel aus echtem Siegellack sehen toll aus. Bei festlichen Gelegenheiten und Briefen, die man persönlich übergibt, gibt es kaum etwas, das mehr Eindruck schindet.
Aber sowohl der Lack, als auch das Siegelwachs, sind durch ihre Form schlecht mit der Post zu verschicken. Außerdem sind sie relativ stoß- und bruchempfindlich. Auch beim Basteln mit Kindern ist das Hantieren mit Flamme und heißen, tropfenden Massen nervenaufreibend.

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Die Lösung: falsche Siegel zum einfachen Auftragen oder Aufkleben. Mit einem wasserbasierten Wachsdesigner-Stift (hier Artidel, mittelrot), macht man einen Klecks in gewünschter Größe und Form auf eine alte Prospekthülle.
Nach dem Trocknen, das etwa 2-3 h dauert, kann man das runde Siegel abziehen und einfach mit etwas Klebstoff befestigen. Ursprünglich ist das Material zur Herstellung von Verzierwachsfolie gedacht, es ist also sehr dünn, flexibel und relativ reißfest. Wenn man die Farbe von innen nach außen in Spiralform aufträgt, hat man außerdem ein bisschen Struktur bzw. Farbunterschied drin. Die Optik kommt für mich einem echten Siegel sehr nah!
Möchte man das Siegel noch etwas aufmöbeln, so kann man vor dem Trocknen Glitter u.ä hineinstreuen, oder ein gezielt ausgesuches Stück Konfetti bzw ein hübsches Band einbetten.

Sie lassen sich gut auf Vorrat anlegen und dann einfach abheften, bis sie gebraucht werden.

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Und noch Alternativen zum Wachsdesigner, die Materialien dazu haben viele Bastler zuhause. Vielleicht liegt irgendwo ja noch ein alter Perlenmaker oder ein halb eingetrockneter Kerzenverzierstift herum. Besonders schön kommen die hellen Töne auf farbigem Untergrund heraus (siehe oben). Auch so kann man sich behelfen, selbst wenn das Ergebnis insgesamt eher dicker und etwas brüchiger wird, erzielt man eine wachsartig glänzende Oberfläche, was den  Siegelcharakter unterstreicht.

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Ich habe der Vollständigkeit halber noch eine Testreihe mit uralten Kerzenmalstiften gefahren (gold, gelb, dunkelblau von Bibou). Die trockneten unterschiedlich gut, einer erst nach einem Tag, aber bei zehn Jahre alten Materialien, kann das mal passieren. Also am besten immer einen oder zwei Prüfpunkte zum Antatschen am Rand der Prospekthülle anlegen, mit denen man dann experimentiert.

Möchte man das Ergebnis individualisieren, kann man sein Glück auch mit einem eingedrückten Siegel (oder Stempel) versuchen (siehe Goldenes Siegel mit Sonne). Hierzu eignen sich dickere Siegel am besten als Unterlage (also eher die Perlenstifte oder die Kerzenmalfarbe). Es ist allerdings etwas knifflig, den richtigen Moment abpassen, wenn das Wachs schon halb getrocknet, aber noch nicht ganz fest ist. Ist es zu weich, sieht man das Motiv nicht und es gibt eine Riesensauerei. Ist es zu fest, sieht man einfach nur das Motiv nicht. Aber auch hier gilt: probieren ist der halbe Spaß!

Material:

Wachsdesigner-Stift (hier Artidel, mittelrot) o. ä.
Kerzen-Malstift
Perlenmaker etc.
Dekokram, Glitter, Konfetti

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider.

Linda Budinger

Chalky Vintage-Look von Viva Decor

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Freunde des Shabby-Chic aufgehorcht: Von Viva Decor gibt es ein kleines Rundum-Set zum dekorieren im Vintage-Stil. Auf der Homepage des Herstellers Laurenz+Morgan steht dazu:

Chalky Vintage-Look ist eine matte und absolut trendige Kreidefarbe mit ausgezeichneter Deckkraft. Sie ist ideal zur Gestaltung von Vintage-Dekorationen im Shabby-Chic Style. Bemalen Sie alte Möbel, Gläser und Flohmarktfunde und holen Sie sich den wunderschönen, französischen Landhausstil nach Hause.

Das kleine Set für ca. 20€ enthält:

  • Fünf 90ml-Tiegel Kreidefarben in Kreideweiß, Altrosa, Hellblau, Hellgrün und Dunkelgrün
  • Drei Schwämmchen
  • Schleifpapier
  • Schritt-für-Schritt Anleitung

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Die Farben auf Wasserbasis sind sowohl für saugende, als auch für nicht saugende Untergründe geeignet. Ein Anschleifen des Untergrundes vor Beginn ist daher nicht nötig, was mir direkt gefällt.

Vor lauter Möglichkeiten konnte ich mich zunächst nicht entscheiden, was ich jetzt gestalten soll: den Küchentisch, ein Tablett, eine Metall-Laterne? Oder doch lieber eine Glasflasche zur Vase umdekorieren, etwas aus Modelliermasse chalken oder einen Spiegelrahmen verschönern? Letztendlich fiel der Blick auf die Schachtel mit den alten Knöpfen, die schon ewig auf Halde liegen. Jetzt sollte ihre Stunde schlagen! Ein bisschen herumsortiert, dann stand die Entscheidung:

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Eine Vintage-Halskette, verbunden durch ein braunes Kunstlederband!

Ohne viel Federlesens, die Untergründe brauchen vor Beginn ja nicht angeschliffen werden, ging es ans Werk. Die Knöpfe wurden auf ein Stäbchen gesteckt. Mit dem Schwämmchen kann man die Farbe direkt aus dem Tiegel aufnehmen und auf das Objekt auftupfen oder -streichen. Erlaubt ist, was gefällt. Der Shabby-Stil nimmt einem so schnell nichts übel.

Für den perfekten Vintage-Look werden zwei Farbschichten aufgetragen. Zunächst beginnt man mit der dunkelsten Farbe, dem Dunkelgrün.

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Die Trockungszeit pro Farbschicht beträgt etwa eine Stunde. Man muss nicht einmal besonders ordentlich arbeiten. So schauten die Knöpfe nach dem trocknen der dunkelgrünen Farbe aus, sie deckt wirklich sehr gut:

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Und so sahen die zukünftigen Kettenglieder nach dem trocknen der zweiten Farbschicht aus. Ich habe je zwei Knöpfe in Kreideweiß, Altrosa und Hellgrün getupft, der große Mittelknopf wurde Hellblau.

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Im letzten Schritt habe ich die Farbschichten mit dem Schleifpapier angeschliffen. Vor allem durch das vorsichtige Bearbeiten der Ecken erhält man den typischen Shabby-Look.  Nach dem auffädeln wurde die neue Kette sofort Probe getragen und für gut befunden.

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Passt perfekt zum T-Shirt.

Und weil ich einmal im Fluss war, habe ich noch Holzbuchstaben gechalkt.

Wenn man erst einmal anfängt, fallen einem noch 1000 weitere Projekte ein….. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Eure Heike

Ich habe diesen Artikel nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dafür habe ich kostenlose Produktleihgaben erhalten, dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinträchtigt. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Heike Linnek

Inspiration: Historische Popup Karten

Meine Nachbarn sind begeisterte und versierte Flohmarktbesucher. Von einem ihrer Beutezüge brachten sie mir ein paar uralte Popup-Karten mit Hochzeitsmotiven mit. Es handelt sich sogar um eine durchnummerierte Serie. Leider konnte ich bisher nicht feststellen, aus welcher Zeit sie stammen. Ich schätze sie auf die 50er-, 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts.

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Vielleicht hat von Euch jemand einen Tipp?! Das letzte Foto zeigt ein Herstellerzeichen und die Seriennummern. Ich würde gerne mehr über die Karten erfahren!

Die Grußkarten sind aus einem einzigen DIN A4-Blatt geschnitten und gefalzt. Inklusive Originalumschlag wiegt so eine Karte gerade einmal 13 Gramm.

In der Galerie seht ihr sie der Reihe nach jeweils von Vorne, von Innen und komplett aufgeklappt. Die Galeriefotos lassen sich durch anklicken vergrößern.

Irgendwann werde ich diese Karten nachbasteln. Irgendwann. Bestimmt! Oder so ähnlich. Auf jeden Fall inspirieren sie mich jedes Mal, wenn ich sie sehe.

Liebe Grüße Heike

Diesen Artikel habe ich nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich habe weder kostenlose Produktproben erhalten noch sonstige Vorteile aus meinem Bericht gezogen. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Heike Linnek

 

Im Test: Copic Opaque White

Manga-Fans und Stempler brauchen Farben zum Ausmalen, und wer hier hohe Ansprüche hat, der kennt auf jeden Fall die Firma Copic. Mit den hochwertigen Alkohol-Markern steht die Firma in der Gunst von Stemplern und Manga-Zeichnern ganz oben. Kein Stift erzeugt so nahtlose Farbübergänge wie einer auf Alkoholbasis.

Copic Opaque White Flakon

Copic Opaque White Flakon

Wer nach dem perfekten Farbauftrag noch einen Schritt weiter gehen möchte, der setzt in die Farbfläche weiße Highlights. Hierzu benötigt man ein perfekt deckendes Weiß, häufig werden hierfür weiße Gelstifte benutzt. Ich persönlich habe noch keinen Gelstift gefunden, der meine Ansprüche erfüllt. Für Tipps sind wir dankbar.

Copic selbst bietet Abhilfe: Mit einem deckenden Weiß, dem „Opaque White“ bekommen wir eine stark deckende Farbe. Bisher wurde diese in einem Tiegel angeboten. Neu ist hingegen der „Opaque White im Flakon„, der mit einer eingebauten Pinselspitze gleich das Werkzeug mitliefert.

 

 

Die Produktbeschreibung der Firma:

„Zum Abdecken, Aufhellen + Setzen von Lichtern, jetzt in einem Flakon mit extrem feiner Pinselspitze! So lassen sich Highlights noch präziser und feiner setzen.

Die weiße Farbe auf Wasserbasis ist stark deckend und lässt sich für ein gleichmäßiges Ergebnis ganz einfach mit Wasser verdünnen.“

Die Optik:

Der Flakon wird in einer halbdurchsichtigen Plastikverpackung angeboten, was den Flakon schützt und mit einer Aufhängung eine gute Präsentation im Laden möglich macht.

Die Flasche ist sehr handlich, lässt sich tadellos öffnen und die Pinselspitze ist die feinste, die ich je gesehen habe.

Benutzung:

Durch die sehr feine Pinselspitze entsteht ein Problem: Durch die Konsistenz der Farbe erreicht nicht genügend Farbe die Spitze, um einen Punkt zu setzen. Extrem feine Linien sind kein Problem, wenn man den Pinsel über den Malgrund zieht.

Wie setzen wir nun die Punkte, die wir erzielen wollen?

Der Hersteller empfiehlt es, die Farbe zu verdünnen. Hier ist Raum für Experimente, die wir jedoch nicht vorgenommen haben, da das Ergebnis nur schwer exakt wiederholbar ist. Ich möchte euch ermutigen, es dennoch zu versuchen.

Meine Lösung ist ein wenig exakter, wenn auch radikal: Ich habe den ersten Millimeter der Spitze abgeschnitten! Man kann nach wie vor ausreichend feine Linien ziehen, außerdem sind nun winzig kleine Punkte möglich.

Wer auch dies nicht wagen will, der hat eine dritte Möglichkeit: Für Hobby-Nageldesigner gibt es sogenannte „dotting tools“, früher kannte man diese als Embossing-Nadel. Vorne befindet sich eine winzige Kugel, mit der man normalerweise kleine Punkte mit Nagellack setzen kann. Diese helfen auch beim Opaque White. Allerdings würde ich in diesem Fall eher auf das Opaque White im Napf ausweichen.

Unser Fazit:

Manga-Zeichner werden den Flakon lieben! Die möglichen Linien sind unübertroffen fein. Stempler können sich behelfen, indem sie die Spitze abschneiden, die Farbe leicht verdünnen oder ein dotting tool verwenden.

Wer häufig mit Alkoholmarkern arbeitet und sich alle Möglichkeiten erschließen will, der ist mit dem Opaque White im Flakon gut beraten.

Der vom Hersteller empfohlene Preis liegt bei 6,70 Euro. Hier findet ihr das Produkt im Copic-Shop.

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Ich habe diesen Artikel nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dafür habe ich kostenlose Produktproben erhalten, dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinträchtigt. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. – Bärbel Born